Aus meinem Leben Selbstfindung

Zeit der Entscheidung: Beginne ich mein Zweitstudium in Frankfurt oder in Berlin?

August 23, 2016

Ich hatte mich gedanklich ja schon so richtig gemütlich eingerichtet in meinem Plan, in Frankfurt allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaften und Philosophie zu studieren. Nutzte die Genesungszeit nach meiner Meniskus-, Knorpel-, Kniescheiben-OP, um mich in die Hörsäle des Campus Westend zu träumen und hatte in meinem Bauch eine ausgewachsene Portion Vorfreude. So weit, so gut.

Aber kennt ihr das? Ihr habt eine Entscheidung getroffen und dann surft das Leben noch mal kurz vorbei und fragt mit keckem Grinsen: Na? Meinste das ernst?

Mir so geschehen, als ich – wirklich völlig unerwartet – doch noch eine Zulassung für Berlin erhielt: Kulturwissenschaft an der Humboldt. Kurz habe ich mir die Augen gerieben und mich gefragt, ob vielleicht noch Narkosemittel in meinem Blutkreislauf zirkuliert und ich halluziniere, aber nein: Mein angestrebtes Nebenfach der Gender Studies war zwar auch hier, genau wie in Frankfurt, abgelehnt worden, aber die Kombination mit Linguistik stand mir nun frei.

Tja, was machste da? Schlägt man ein oder nicht?

Oh Berlin, meine Stadt, meine Liebe! Mein Quell der Sehnsucht. Denn machen wir uns nix vor, es fehlt mir, mein Großstadtleben! Die Pendelei, die finanzielle Belastung und die Zerreissprobe fürs Herz vermisse ich allerdings nicht.

Trotzdem. Es kitzelte mich! In Berlin sind im Vorlesungsverzeichnis Veranstaltungen für Studenten gelistet, in denen auf eine Arbeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Bundestagsabgeordneten vorbereiten werden soll. Mit Kontakt zur Praxis, im Bundestag, in Stiftungen und Verbänden. Wow, das erschien mir plötzlich ungeheuer attraktiv! Viele Veranstaltungen der Kulturwissenschaft beschäftigen sich mit genderrelevanten Themen, würde ich auf diese Weise vielleicht doch irgendwie den Quereinstieg schaffen? Ich sah mich beim Verfassen sozialkritischer Essays, beim Einsatz für eine gleichberechtige Rolle der Frau in der Gesellschaft, vor meinem geistigen Auge wartete schon das politische Berlin auf mich! Meine innere Feministin ging mit mir durch.

Und der Entschluss, in Frankfurt zu studieren, geriet ins Wanken. Quasi minütlich oszillierte ich zwischen beiden Optionen hin und her.Zweitstudium

Ich suchte nach Klarheit und fand sie in einem Telefonat mit meinem Vater.

Mein Vater besitzt eine Bibliothek. Ein Zimmer voller Bücher. Ist das nicht der wunderbarste Vater, den man haben kann? Und nun, da die wichtige Frage im Raum stand, welchen Weg ich an der Gabelung einschlagen sollte, lief er murmelnd an den Bücherwänden entlang, zog einen Band heraus, verwarf ihn wieder und fand schließlich das gesuchte Werk: Erklärungen und Materialien zu Herman Hesses Siddharta. Das konnte ja nur gut werden! Seine beruhigende Vorlesestimme ertönte aus meinem Smartphone. Ein Brief von Hesse an einen jungen Künstler.

Darin schreibt er an den Ratsuchenden, dass es nicht der Punkt sei, ob man am Ende ein zweiter Picasso oder Gotthelf werde. Sondern, dass man sich redlich bemühe, eine Antwort zu finden auf folgende Frage:

„Bist du auch wirklich der geworden, zu dem Du die Anlagen und Erbschaften mitbekommen hast?“

Dieser Satz gab mir zu denken. Die Anlagen und Erbschaften – welche waren meine?

Ich überlegte kurz und sagte dann: Im Grunde sind die beiden Seelen in meiner Brust Poesie und Politik. Mein Vater lachte und entgegnete, gegensätzlicher ginge es ja kaum. Aber da war ich mir mir einem Mal gar nicht mehr so sicher. In meinem Kopf und auf meiner Zunge formte sich zögerlich, Wort für Wort, der Satz:

Die Poesie kann unter Umständen politisch sein, aber die Politik kann niemals poetisch sein.

Mit diesem Aphorismus habe ich mir selbst die Antwort gegeben: Ich liebe die Poesie. Im Berliner Studium würde sie mir fehlen. Literarische Texte können hochpolitisch sein. Sie müssen es nicht – aber es ist möglich! Dass die Politik wenig Poesie und Zauber beinhaltet, habe ich drei Jahre lang als Stadtverordnete im Wiesbadener Parlament am eigenen Leib erfahren müssen.

Ich brauche die Poesie, um mich auszudrücken. Sie ist mein Lebens-Elixier. Also gehe ich nach Frankfurt und studiere sie. Außerdem, so habe ich den Eindruck, braucht es in Frankfurt noch ein paar wache Frauen. Denn der Blick ins Vorlesungsverzeichnis ist betrüblich: Dass es vielen Frauen in der Vergangenheit nicht vergönnt war, auf Voraussetzungen zu treffen, die ihnen ein literarisches Schaffen ermöglich hätten, ist bekannt. Aber auch die Beschäftigung mit der gegenwärtigen Literatur ist offenbar eine Männerangelegenheit? Von 10 Autoren, die als Anschauungsmaterial herangezogen werden, sind wieviele Männer? Ihr ahnt es. 10.

Zweitstudium

Mal sehen, welche unbequemen Nachfragen meinerseits sich die Macher dieser Inhalte gefallen lassen müssen. Wer sich mit dem Thema Lehre und inklusive Lehrpläne beschäftigen möchte und sich auch fragt, warum die Literaturlisten zu den meisten Vorlesungen dem who is who des weißen, männlichen und meist christlichen Teils der Gesellschaft entsprechen, dem sei dieser Artikel zur Thematik ans Herz gelegt.

Für mich jedenfalls geht die Reise weiter, das Leben ist ein großes Karussell und ich fahre sicher noch ein paar Runden mit: Die Zeit in Frankfurt werde ich nutzen, um an meinen Texten zu feilen, die ich im kommenden Frühjahr für die Studiengänge kreatives Schreiben und literarisches Schreiben an der Hochschule in Hildesheim und am Literaturinstitut in Leipzig einreichen möchte. Denn wenn die mich aus dem großen Pool an Schreibwütigen für geeignet befinden würden – dann würde ich diese Chance an den Haarwurzeln packen! Vielleicht verschlägt es mich dann doch noch in die Nähe meiner Hauptstadt, wer weiß?

Bis dahin bleibt mein Berlin-Koffer gepackt und kommt in regelmäßigen Abständen auf Besuch.

Das Schlußwort hat heute Ronan Keating: Life is a rollercoaster – Just gotta ride it!

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24 Comments

  • Reply Nadine - breukesselchen August 23, 2016 at 10:34 am

    Hach, wie schön, meine Liebe! Die Entscheidung ist getroffen und sie fühlt sich richtig an.
    So soll es sein! Und ich teile deine Meinung, dass Poesie dir fehlen würde und uns auch. Ich freue mich schon auf deine neuen Werke, die womöglich noch tiefer gehen und uns wunderbar berieseln.
    Alles Liebe und nochmals gute Besserung für dein Knie,
    Nadine

    • kea
      Reply kea August 23, 2016 at 12:05 pm

      Hi meine Liebe 🙂 Ja, sie fühlt sich richtig an – so richtig, dass ich Abschiedsschmerz von Berlin in Kauf nehme. Es muss ja nicht für immer sein 🙂 Jetzt ist es eben erstmal eine Fernbeziehung mit der Hauptstadt. Vielen Dank für die lieben Genesungswünsche, sie wirken – meine zweite Runde zum Supermarkt war eben schon viel besser, wenn auch noch nicht schneller, haha. Liebe Grüße zu dir!!!

  • Reply Fräulein Julia August 23, 2016 at 10:52 am

    Na da ist sie doch, die Entscheidung aus dem Herzen/Bauch heraus! Berlin läuft ja nicht weg. Ich wünsche dir wahnsinnig viel Spaß und Leidenschaft beim Eintauchen in die Literaturwissenschaft – ich habe es mit ganz viel Herzblut getan und vermisse diese Zeit immer wieder mal 🙂

    • kea
      Reply kea August 23, 2016 at 3:08 pm

      Ja, sie hat nur einen kleinen Schubs von Hermann und dem Herrn Papa gebraucht 🙂 Eben, Berlin wird mich so oder so nicht los, dafür habe ich dort viel zu viele zauberhafte Menschen in mein Herz geschlossen 🙂 Schön, dass dein Literaturstudium für dich so eine besondere Zeit war, ich hoffe, dass ich das einfach nachmachen kann 🙂

  • Reply Minza will Sommer August 23, 2016 at 11:11 am

    Das klingt so richtig, Kea! Und ein wunderbarer Weg, mit Deinem Vater, diesem einen Deinem Satz, dorthin.
    Liebe Grüße + das Beste für’s Knie!
    Maren

    • kea
      Reply kea August 23, 2016 at 12:06 pm

      Liebe Maren, ich hätte drauf gewettet, dass du die Entscheidung magst 🙂 Was auch irgendwie ein gutes Zeichen ist 🙂 Vielen lieben Dank fürs Mitfühlen in allen Angelegenheiten 🙂

  • Reply Magdalena August 23, 2016 at 11:56 am

    Hallo meine Liebe,

    oh das freut mich, dass du eine Antwort zusammen mit deinem Vater auf diese schwere Fragen finden konntest! Und es freut mich auch, dass es Frankfurt geworden ist. Dann können wir uns, beide als Wahlhessen sicher mal besuchen oder in der Stadt treffen 🙂
    Ich hoffe auch, dass es deinen Knie wieder etwas besser geht, aber es wird sicher noch eine Zeit brauchen, bis alles wieder normal ist. Genieße trotzdem die schöne Sonne und hab eine tolle restliche Woche!
    Liebe Grüße,
    Magdalena

    • kea
      Reply kea August 23, 2016 at 12:09 pm

      Huhu du Liebe, ach, wie schön, stimmt, der Blick in euer Impressum zeigt mir, dass wir es dann ja gar nicht weit haben, wie toll! Dann treffen wir uns auf jeden Fall mal auf einen Tee und klönen! ♥ Hachja, ich bin wirklich nicht mit viel Geduld gesegnet, aber du hast recht: Die Sonne geniessen sollte ich auf jeden Fall. Vielleicht nach dem Mittagessen. Theoretisch ginge das auch draußen, aber praktisch müsste ich dann meinen Teller mit Spinat und Kartoffeln als Frisbee vom Küchenfenster aus auf den Gartentisch zielen 😀 Aber zum Nachtisch gibts sicher noch ein bißchen Sitzen unterm Sonnenschirm 🙂 Hab einen wunderbaren Tag! Und auf hoffentlich bald 🙂

  • Reply Carmen August 23, 2016 at 12:01 pm

    Ich sag dir was, liebe Kea. So wie du das schilderst klingt es ohnehin so logisch, dass es in Wahrheit nie zu entscheiden war. Ich war ob deiner Sprachgewandtheit ohnehin überrascht, dass du überlegt hast… Ich weiß nicht recht, wie ich sagen soll, verschwenden passt auch nicht, weil du sie ja mitnehmen und was anderes blumig machen kannst, wie du es bestimmt getan hättest! Aber ich freu mich sehr für dich, dass du vor hast, die Nase nun noch tiefer in dein Metier zu stecken. Denn das Gefühl hab ich, dass es das ist – und es dürfte dir wohl schon in die Wiege gelegt worden sein, wie ich nun lese <3 Alles, alles Gute und gratuliere jedenfalls mal ganz herzlich!
    Ein kleines (Buchstaben-)Feuerwerk an diesem schönen Tag schickt dir Carmen
    🙂
    http://www.goodblog.at

    • kea
      Reply kea August 23, 2016 at 12:14 pm

      Meine Liebe – vielen vielen Dank für das Feuerwerk und deine wunderbaren Worte ♥ ♥ ♥ Ich glaube, das war wirklich noch mal so eine letzte kleine Nachprüfung vom Universum, ob ich mich traue, meinem Wunsch, Schriftstellerin zu werden, wirklich zu folgen. Dieses „aber was kannst du denn praktisch mit diesem schöngeistigen Studium anfangen“-Gefühl hat mich ja bereits Anfang zwanzig ins Grafikdesign-Studium getrieben – ich bin froh und erleichtert, dass ich dieses Mal dieser Angst nicht mehr nachgebe 🙂 Witzig, ihr scheint es irgendwie alle vor mir gewusst zu haben 😀 Ihr kennt mich zu gut! Fühl dich gedrückt!!! Danke, dass du meine Leserin bist 🙂 Kea

      • Reply Carmen August 23, 2016 at 5:18 pm

        Oh Mann, der Dank gebührt dir! 🙂 Ich les dich sehr gerne und freu mich, dass wir uns zumindest virtuell in den unendlichen Weiten gefunden haben. Und ich bin auch voller Vorfreude auf noch mehr gegenseitige Inspiration – das wird sicher noch mehr durch das neue Studium :-))
        Alles Liebe, meine Liebe!

  • Reply Eclectic Hamilton August 23, 2016 at 12:07 pm

    Liebe Kea, gute Entscheidung und schön dass du uns davon berichtet hast!

    Ganz liebe Grüße
    Ines

    • kea
      Reply kea August 23, 2016 at 12:16 pm

      Danke dir, liebe Ines! Es ist so schön, von euch allen jetzt so viel Rückenwind zu erhalten ♥ Und klaaar, halte ich euch auf dem Laufenden, ihr spaziert ja schon eine ganze Weile mit mir durch das Auf und Ab des Lebens 🙂

  • Reply Marlene August 23, 2016 at 12:12 pm

    Liebe Kea,
    ich habe richtig mitgefiebert (dieser Moment, wenn man von Neugier getrieben schon mal schnell ans Ende der Geschichte gucken will, aber es dann doch nicht macht, weil Spannung doch irgendwie auch geil ist) und die ganze Zeit gedacht: Nein, was macht sie denn? Sie soll/will doch schreiben!…
    Aber Hurra, das tut sie. Ich glaube nicht mal, dass dazu noch ein Studium „nötig“ ist, aber ich kann verstehen, dass Seele und Kopf noch nach Nahrung schreien. Obwohl sie zum Überleben bereits gut gesättigt sind…n Dessert geht halt immer!
    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finds super! Danke, dass wir bei diesen Entscheidungen dabei sein dürfen.
    Alles liebe aus Berlin (und komm schon, so toll ist es hier nun auch nicht…;-))
    Marlene

    • kea
      Reply kea August 23, 2016 at 12:22 pm

      Thihi, ach Marlene, du bist eine Zuckerschnute, ich kann mir das bildhaft vorstellen, wie dein Zeigefinger in der Versuchung kurz gezuckt hat, schnell nach unten zu srcollen 😀 Meinen Respekt an deine Selbstdisziplin! Es stimmt schon, „nötig“ ist es vielleicht nicht, aber ich hab einfach so Lust drauf 😀 Ich habe vor, es in vollen Zügen zu geniessen 🙂 Wie ein Dessert, ein sehr treffender Vergleich! Ohh, ich danke EUCH, dass ihr mich so liebevoll und ermutigend begleitet! Und ich hoffe einfach, dass ich mit meinen verschlungenen Wegen auf der Reise zum Ich meine LeserInnen inspirieren kann und ihnen das Gefühl geben kann, dass vielleicht nicht immer alles easy und geradlinig läuft, dass es das aber gar nicht muss. Wenn man so nette Begleitung hat, wird der Weg schließlich auch zum Erlebnis 🙂 Haha, beleidige meine große Liebe nicht *grins*

  • Reply Lisa August 23, 2016 at 3:50 pm

    Juhu mein Liebe – ich freue mich sehr für dich! Ein Hoch auf deinen tollen Papa, Herman Hesse & die Poesie! Wenn es sich so anfühlt, bist du sicherlich in die richtige Achterbahn gestiegen 😉 Und wie du schon sagst: Berlin ist ja immer nur einen Besuch entfernt und ich freue mich schon wieder sehr auf deinen nächsten. Liebste Grüße, Lisa

    • kea
      Reply kea August 25, 2016 at 7:56 am

      Ach Süße, Danke für die liebe Rückmeldung. Aber so ein bißchen traurig darüber, dass wir unseren Traum vom gemeinsamen Coworking-Office dann so schnell nicht wahrmachen können, bin ich aber trotzdem 🙁 Das wäre einfach sooo toll! Aber es ist nur aufgeschoben, stimmts? :*

  • Reply Lary August 25, 2016 at 7:09 am

    Hach, ein toller Text! Ich wünsche dir ganz viel Spaß und Erfolg beim Studium. Wenn du in Frankfurt angekommen bist, melde dich doch mal bei mir. Ich kann dir die Stadt gerne zeigen. habe dort 3 Jahre lang gearbeitet. Ein kleines Blogger-Treffen wäre doch schön.

    LG Lary

    • kea
      Reply kea August 25, 2016 at 7:58 am

      Hallo Lary, vielen Dank für deinen netten Kommi 🙂 Tatsächlich bin ich in Frankfurt aufgewachsen, daher ist es quasi ein back to the roots in meine Hometown – aber ich war in den vergangenen Jahren immer nur auf Stip-Visite und könnte daher ein Update sicher gut gebrauchen 😀 Mal sehen, was sich in meiner Abwesenheit alles getan hat! Blogger-Treffen in Ffm klingt super, da hab ich direkt einige Kandidatinnen aus dem Rhein Main Gebiet im Auge – das machen wir sowas von! 🙂 Liebe Grüße!

  • Reply Franziska September 1, 2016 at 1:55 pm

    Oh, diese Anlagen-Erbschaften-Frag! Die hat mich ins Mark getroffen. Nicht erst hier, schon seit eins zwei Monaten im echten Leben. Wie schwer ist es doch manchmal genau zu wissen, wohin es das eigene Herz einen treiben soll, wenn der Verstand immer wieder dazwischen grätscht.

    Und was bist du für ein Glückskind einen so weisen Vater zur Seite zu habe! Einen, der keine platten Ratschläge, sondern bezaubernde Bücher mit Worten zum Selbstdenken und Selbstentscheiden parat hat! Hach. Ich zieh den Hut, dass du deinem Herzen folgst. Daumendrücker für die nächsten Schritte!

    • kea
      Reply kea September 3, 2016 at 5:45 am

      Hallo liebe Franziska, oh ja, gell, der Hermann kann schon den Finger in die Wunde legen! Ich kenn es ja selbst so gut, mich hat der Verstand Anfang zwanzig ja auch in ein praktischeres Studium getrieben, weil mir für meinen Herzenswunsch zunächst der Mut fehlte. Aber alles hat seine Zeit – und manche Blüten brauchen länger, bis der richtige Zeitpunkt kommt, um sich zu entfalten 🙂 Ich wünsche dir deshalb einfach ganz viel Gelassenheit und Geduld mit dir selbst, ich bin sicher, der Weg erscheint beim Gehen! Stimmt, ich bin wirklich ein Glückskind und meinem Papa so dankbar für all die Interessen, die er in mir geweckt hat und für seine weise Bibliothek des Lebens ❤❤❤ Danke für die Daumen, ich werde euch natüüürlich berichten, wie es weitergeht! Ganz liebe Grüße zu dir!

  • Reply Ich weiß, was du letzten OKTOBER gebloggt hast - hello mrs eve - poetry & furniture Oktober 4, 2016 at 7:26 am

    […] gewartet und ich wollte gern ein bißchen vorarbeiten, damit ich den Rücken freier habe, wenn es ab Oktober fürs Zweitstudium an die Uni geht! Dabei habe ich es so gewissenhaft übertrieben, dass mich der Herbst mit einer […]

  • Reply Sabrina @ grün grün Oktober 17, 2016 at 3:11 pm

    Interessant, wie deine Entscheidung zur Studiumswahl abgelaufen ist. Ich wünsche dir viel Spaß im Studium und vor allem dabei den Laden ein bisschen auszuwischen. 😉

    Solltest du von einem Job als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestag träumen, dann kann ich Praktika im Bundestag empfehlen. Darüber hat ein Familienmitglied den Sprung als wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Bundestag geschafft und das ganz ohne parteiinterne Kontakte und ähnliches.

  • Reply Semesterbeginn an der Uni Frankfurt – erste Eindrücke meines zweiten Studiums - hello mrs eve - poetry & furniture November 1, 2016 at 5:06 pm

    […] Aber meine Sorge, auch die Uni in Frankfurt würde sich anfühlen, wie ein kneifendes Paar Schuhe, in das ich einfach nicht passen will, erweist sich glücklicher Weise als unbegründet. Bereits die Willkommensveranstaltung im bis auf die letzte Bank gefüllten Hörsaal Mitte Oktober sät in mir die Hoffnung, dass dieser zweite Anlauf an einer Hochschule sich zum echten Volltreffer mausert! (* Hier könnt ihr noch mal nachlesen, warum ich mich überhaupt für ein zweites Studium entschieden habe und zwar genau an dieser Uni und nicht in meiner Herzensheimat Berlin.) […]

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