Blogger-Leben

Wieso dieser Blog-Beitrag ohne Fotos auskommen muss

Mai 18, 2016

Ausgebremst. So richtig von 360 km/h auf 0. Ein kleines Plädoyer für mehr Achtsamkeit und ein Dankeschön an’s Leben für die Erkenntnis, dass auch kleine Katastrophen eigentlich Einladungen zu erfolgreichen Schatzsuchen sind. Wenn wir hinhorchen:

Stolz wie Oskar hatte ich am langen Pfingstwochenende mein neues Stativ und die Tageslichtlampen ausgepackt, die mein Bloggerleben noch heller und schärfer machen sollten 😉  Endlich gut belichtete Bilder von unserem Bad mit der Wand in dunkelblaufastschwarz!  Voller Eifer machte ich mich ans Werk, der frisch gepflückte Mai-Flieder duftete vor sich hin und ich balancierte fröhlich zwischen Waschtisch, Stativbeinen und Duschkabine. Und weil ich so in Schwung war, gab’s noch ein Stil-Life-Shooting hinterher. Yeah, zwei Blogbeiträge an einem Vormittag geshootet, Hallo Effizienz! Here I come!

Summend schloss ich meinen Card Reader an’s Laptop – die Speicherkarte wollte nur nicht so geschmeidig einrasten wie gewohnt. Sorglos schnappte ich mir eine Gabel in Reichweite und bog ein umgeknicktes Kontaktstäbchen gerade. Karte passte wieder, ich drückte frohgemut auf den Ordner auf meinem Rechner und es öffnete sich: NICHTS.

Wir spulen jetzt drei Runden Auswerfen-und-wieder-Einstecken, Herumruckeln und ungläubig Klicken vor – und langsam dämmerte mir: Die 300 Bilder, die eben noch auf der Kamera waren, sind futsch! Mein Lieblingsmann vermutete einen Kurzschluss durch mein unbedachtes Gabel-Gestocher.

Ich hab dann erstmal eine Runde geweint. Musste sein! War dem Abbau von Stresshormonen, die sich durch meinen Tränenkanal den Weg in die Freiheit bahnten, durchaus förderlich. Danach ging ich dann, mangels Keksen, zum einzig sinnvollen Tagesordnungspunkt über: Frustputzen. Während mein Glitzi-Schwamm die eingebrannten Rückstände der letzten 5 Mittagessen vom Herd schubberte, überkam mich langsam etwas mehr Ruhe. Nun also keine stundenlange Bildbearbeitung. Und stattdessen?

Habe ich mich mit einer Tasse Tee ich auf die saubere Küchenzeile gesetzt und und Radio gehört. Sonst tat ich nichts. Schön war das, still,  pur – der Moment dehnte sich plötzlich gefühlt mindestens bis auf die doppelte Größe aus.

Meine Katze schlenderte vorbei. Wir legten eine Schmuserunde ein, die Nachmittagssonne malte Muster auf den Boden, meine Nase war tief in weiches, weißes Fell vergraben. Und ich tanzte mit dem schnurrenden Fellknäuel auf dem Arm zu „relight my fire“ in der Küche. Ich muss sagen, das war eine sehr annehmbare Alternative zu Nackenschmerzen und dem Fotobearbeitungsprogramm. Vielleicht weiß es das Leben manchmal einfach besser?

Achtsamkeit ist eben auch, vermeintliche Hindernisse als Gelegenheit zu betrachten, einen neuen Pfad zu beschreiten. Nicht krampfhaft an der alten Richtung festzuhalten, wenn das Leben unerwartet beschließt, die nächste Ausfahrt zu nehmen. Wer weiß, was dort Schönes wartet?

Wo gäbe es in deinem Leben gerade einen Bereich, in dem ein Kurzschluss und Neustart eigentlich gar nicht so schlecht wäre? Was würdest du tun, wenn das, was auf deiner To-Do-List steht, heute einfach mal warten müsste?

*Trotzdem: Die Moral von der Geschicht – stocher mit der Gabel nicht! 😉

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44 Comments

  • Reply Sousou Diysign Mai 18, 2016 at 7:26 am

    Oh man Kea. Ich kann dich so nachfühlen! Aber toll, was du daraus gemacht hast – du hattest ein paar ruhige Stunden ohne Stress und dazu einen tollen Blog Beitrag mit message ;-).
    Ich versuche auch grade etwas runter zu kommen. Geht langsam, ist aber ne Herausforderung…. Genieß deinen Tag!

    • kea
      Reply kea Mai 18, 2016 at 7:44 am

      Liebe Souhela, ja, erstmal war ich echt bedient 😀 Aber wie du sagst, am Ende war es eigentlich die bessere Alternative. Und glücklicher Weise läuft das Bad ja nicht weg und ich kann euch sicher bald neue Bilder zeigen 🙂 Diesmal ohne Gabel *grins* Ich drück dich!

  • Reply Mona Silver Mai 18, 2016 at 7:27 am

    Oh weia, 300 Fotos futsch… Ein Albtraum! Aber Miezekatzen haben die Angewohnheit, die Dinge erträglich zu machen. Meine würde allerdings ganz sicher nicht mit mir tanzen. *aua* Trotzdem hilft sie mir dabei, das Gute in allem zu sehen. Egal was passiert, es hat immer alles einen Grund. Wir kennen ihn nur nicht.

    • kea
      Reply kea Mai 18, 2016 at 7:46 am

      Hallo Mona, das hast du aber lieb gesagt – stimmt total, selbst an dem bescheidensten Tag ist es mit Katze besser, als ohne! Und es ist genauso, wie du schreibst – nix geschieht ohne Grund, es ist nur die Frage, ob wir zulassen, das Gute zu sehen, uns aufzurappeln und weiterzumachen 🙂 Liebe Grüße an dich!

  • Reply Jonas Mai 18, 2016 at 7:37 am

    Hallo Kea,

    das klingt wirklich erstmal nach Vollkatastrophe. Aber man sieht mal wieder, dass aus dem schlimmsten Albtraum etwas schönes entstehen kann.

    Bald gibt es dafür bestimmt umso schönere Bilder 😉

    • kea
      Reply kea Mai 18, 2016 at 7:48 am

      Hallo Jonas, vielen Dank für deinen netten Kommentar, Männerbesuch ist auf hello mrs eve selten – oder sie sind alle nur stumme Leser, das weiß ich natürlich nicht 😀 Genaus so ist es, auch Albträume können angenehme Wendungen nehmen 🙂 Und mein nächster Beitrag hat wieder Bilder – versprochen 🙂

  • Reply Nadine - breukesselchen Mai 18, 2016 at 7:38 am

    Liebe Kea,
    ohje, sowas kann einem eigentlich echt den Tag vermiesen. Aber schön, dass du das beste draus gemacht hast. Putzen ist da wirklich eine schöne Ablenkung, auch wenn man oft anfangs keine Lust dazu hat. 😉 Diese Tage bzw. Wochen läuft vieles nicht so wie es auf meiner To-Do-Liste steht. Aber auch ich muss lernen damit umzugehen. Zumal es sich die nächsten Monate nicht ändern wird. Doch, machen wir einfach das Beste draus! Und oft ist ein Blickwinkelwechsel da auch hilfreich.

    Gerade heute habe ich meinen lieben Wintergarten wiederentdeckt, da die Sonne so schön endlich wieder herauskam. Herrlich! Einfach im Sitzsack mit meinem Tee sitzen und meine Vöglein draussen beobachten. Übrigens auch sehr entspannend! 🙂
    Ich wünsche dir einen schönen sonnigen Tag und bestimmt werden deine neuen Bilder später sogar noch viel aufregender!
    Alles Liebe,
    Nadine

    • kea
      Reply kea Mai 18, 2016 at 8:04 am

      Hallo meine Liebe, schön, dass dich mein Perspektivenwechsel auch ein bißchen positiv stimmen konnte für deine eigene Situation! Natürlich ist es in diesen Situationsten immer am Schwersten, die positive Brille auf der Nase zu behalten und nicht in Zweifeln und Ängsten zu versinken, ich kenne das nur zu gut! Dein Moment im Wintergarten klingt wunderbar entspannt, ich hoffe, davon kannst du dir noch ganz viele gönnen 🙂 Grüß deine gefiederten Freunde und fühl dich lieb gedrückt! Hehe, ja, auf die zweite Runde im Bad bin ich echt gespannt – dann zwar nicht mit Flieder, aber dafür werden sicher andere schöne Blumen bei uns einziehen 🙂 Liebste Grüße!

  • Reply Sandra K Mai 18, 2016 at 7:42 am

    Oh, ich glaub, mir würde das Herz in die Hose rutschen 😀 Das ist mit ein Grund, warum ich meistens eine zweite Backup-Karte mit in der Kamera hab!
    Aber stimmt schon, lohnt sich nicht, sich darüber zu ärgern. Ist auch immer eine Chance für was Anderes 😉
    LG Sandra

    • kea
      Reply kea Mai 18, 2016 at 8:07 am

      Hallo liebe Sandra, ich gestehe, zweite Backup-Karte in der Kamera hab ich noch nie gehört, klingt aber extrem sinnvoll 😀 Ich lerne doch immer wieder von euch dazu 🙂 Leider brauchts dazu einen zweiten Karten-Slot, aber dann weiß ich wenigstens, nach was ich Ausschau halte, wenns irgendwann mal eine neue Kamera geben wird 🙂 Liebe Grüße!

  • Reply Daniela - Libellenglück Mai 18, 2016 at 7:47 am

    Liebe Kea, deine Empfindung, als du den leeren Ordner, der eigentlich voll mit zauberhaften Bildern sein sollte, erblickt hast, kann ich sehr gut nachempfinden. Und das, was du letztlich draus gemacht hast…Chapeau. Sehr schön. Und wenn wir mal ehrlich sind, hat dir das Ganze auch einen tollen Achtsamkeitsmoment und… Ruhe im stressigen Alltag gebracht. Achja und einen Blogpost. Effizenz, there you are 😉
    Liebe Grüße
    Daniela

    • kea
      Reply kea Mai 18, 2016 at 8:09 am

      Liebe Daniela, Danke fürs Mitfühlen, dieser Moment war wirklich ein kleiner Herzkasperaugenblick. Eben noch da und schwupps, alles weg! Oh, das hast du schön gesagt, Danke! Es war rückblickend betrachtet eigentlich wirklich eine gute Sache! Und stimmt, ich konnte trotzdem einen – nun eben etwas anderen – Blogpost daraus machen und ich freu mich gerade sehr darüber, dass ihr alle so mitfühlt und vielleicht auch etwas daraus mitnehmen könnt!
      Liebe Grüße!

  • Reply Carmen Mai 18, 2016 at 9:00 am

    Ach herrje! Aber wie immer bringst du das so schön, dass es doch erst recht wieder was Gutes hat <3
    Gefällt – so ganz ohne ablenkende Bilder. 😉
    Ganz liebe Grüße,
    Carmen
    http://www.goodblog.at

    • kea
      Reply kea Mai 18, 2016 at 9:12 am

      Danke dir meine Liebe! Und bring mich nicht auf dumme Gedanken, sonst gibts bald nur noch grüne, gelbe oder orangene Farbflächen als Headerbild, thihi 🙂 Fühl dich umärmelt!

      • Reply Carmen Mai 19, 2016 at 12:08 pm

        Haha, umärmelt is ja süß 😀 Und ich hätt kein Problem damit, obwohl ich deine Bilder schon auch seeehr gern mag – aber weißt ja eh, der Trend geht überall hin zum Minimalismus 😉

  • Reply majavonschwartzenberg.com Mai 18, 2016 at 9:24 am

    Wunderschöner Text! Und eine herrliche Moral!

    • kea
      Reply kea Mai 18, 2016 at 9:34 am

      Vielen lieben Dank, Maja!! 🙂

  • Reply Jenni Mai 18, 2016 at 11:15 am

    Liebe Kea!

    Dein Beitrag ist wundervoll – gerade, weil er so etwas Wichtiges anspricht, das häufig unter den Tisch gekehrt wird: Bloggen ist Arbeit. Und zwar gar keine so leichte. Es kostet Stunden, einen Beitrag für sich selbst zufriedenstellend produziert zu haben und manchmal vergessen wir über’s Fotoschießen, Schreiben, Hübschmachen, dass wir diese Zeit auch in andere Dinge hätten investieren können. Achtsamkeit ist da wirklich das Zauberschlüsselwort schlechthin.

    Nichtsdestotrotz hätte ich bei deinem Erlebnis auch einen mittleren Herzinfarkt bekommen – toll, was du daraus gemacht hast! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    • kea
      Reply kea Mai 18, 2016 at 7:01 pm

      Hallo liebe Jenni, da sprichst du mir aus dem Herzen, denn der Invest in unsere Beiträge wird wirklich so oft unterschätzt! Ich finde, man kann es mit einem anspruchsvollen Nebenjob vergleichen, in manchen Wochen eher Teilzeit – da habe ich mich gerade am Ende des letzten Jahres oft gefragt, ob das nicht ein bißchen verrückt ist, so neben meiner Selbstständigkeit. Seit ich meinen Blog auf Nachhaltigkeit umgestellt habe und vermehrt Texte und Essays veröffentliche, hat sich dieser Druck, den ich früher gespürt habe, deutlich verringert 🙂 Trotzdem kannst du mir glauben, in dem Moment, als ich entdeckt habe, dass die Bilder weg sind, hätte es auf meinem EKG bestimmt einen Aussetzer zu bestaunen gegeben 😉 Aber wie du sagst: Es schadet nicht, sich klar zu machen, dass wir all das freiwillig tun und eben immer auch eine Alternative haben, für die wir uns entscheiden können. Diese achtsamere Art, auf das Bloggen zu schauen, entspannt und erweitert immer wieder den Horizont, wenn wir uns zu sehr in der Blogosphäre verirrt haben 🙂 Liebe Grüße zu dir!

  • Reply Eclectic Hamilton Mai 18, 2016 at 11:37 am

    Liebe Kea, das mit der Karte tut mir echt leid. Aber es zeigt mal wieder, dass man wirklich aus allem das Beste machen kann. Auch aus absoluten Horrorereignissen. Deshalb mag ich diese Geschichte ganz besonders gerne!
    DANKE!

    Ganz liebe Grüße
    Ines

    • kea
      Reply kea Mai 18, 2016 at 7:06 pm

      Wie lieb von dir, Ines! Es ist total schön für mich zu sehen, dass diese kleine Katastrophe nun so viel liebevolle Resonanz von euch auf meinen Blog zaubert ♥ Das zeigt auch, ganz nebenbei, dass es nicht die (vermeintliche) Perfektion ist, die die Menschen berührt, sondern eben das Menschsein mit all seinen Höhen- und auch Tiefpunkten! Und diese ganze Bandbreite ist es dann, die verbindet und Mut sät 🙂 Liebe Grüße und Danke für dein Danke!!

  • Reply Yvonne Mai 18, 2016 at 12:39 pm

    Hach. Auch ohne Fotos ist ein ganz wunderbarer Text entstanden!
    Klar – die Karte ist futsch. Die investierte Zeit auch. Aber manchmal funkt halt das reale Leben dem Bloggerdasein dazwischen.
    Mir ging’s am Wochenende ähnlich. Ich wollte unbedingt am Sonntag ein tolles Backrezept präsentieren… Leider völlig misslungen – Kuchen nicht herzeigbar. Ich hab das beste aus der Situation gemacht – hinsetzen und Smoothie trinken… (& den habe ich dann für den Blog geshootet….)
    Liebste Grüße, Yvonne

    • kea
      Reply kea Mai 18, 2016 at 7:10 pm

      Liebe Yvonne, Danke dir für diesen lieben Trost und das Erzählen deiner Geschichte! Schön, dass du aus deinem Back-Malheur dann doch auch etwas Positives ziehen konntest und nicht in der ersten Enttäuschung, die einen dann überkommt, stecken geblieben bist. Blogger sind eben auch ganz normale Menschen – und ich find das ganz wunderbar, wenn das immer wieder Thema sein darf, das ist so ein angenehmes Gegengewicht zu dem vorherrschenden Perfektionswahn. Liebe Grüße zu dir!!

  • Reply Rahel | HIMMELSSTÜCK Mai 18, 2016 at 4:34 pm

    Wie herrlich! Ja, manchmal weiß das Leben es einfach besser mit uns! In solchen Situationen denke ich gerne, wenn es das jetzt nicht war, dann nur deshalb, weil noch etwas besseres kommen soll. Hilft! Manchmal …
    Mein Mann und ich versuchen immer, schöne Momente spontan einfließen zu lassen. Z. B. gönnen wir uns gerne bei schönem Wetter ein Weinchen beim Italiener oder eine Tapas beim Spanier. Einfach so, mitten in der Woche und total spontan. Dann quatschen wir über dieses und jenes und machen Pläne. Das ist wie ein kleiner Urlaub!

    • kea
      Reply kea Mai 18, 2016 at 7:15 pm

      Liebe Rahel, das ist ein ganz tolles Motto! Es verleiht allen Dingen im Handumdrehen mehr Sinn und das Gefühl, dass nichts umsonst geschieht 🙂 Eure spontanen Abende mit Wein und Zukunftsträumereien klingen ganz wunderbar, bewahrt euch das unbedingt! Das sind kleine Inseln des Glücks, die ganz viel Zuversicht und Kraft geben 🙂 Liebe Grüße!

  • Reply Thao Mai 18, 2016 at 7:20 pm

    Haha, toller Text 🙂
    Ich mag deinen Schreibstil sehr! War super zu lesen.

    LootieLoos Plastic world

    • kea
      Reply kea Mai 19, 2016 at 11:54 am

      Danke dir sehr, liebe Thao! Freut mich, wenn mein kleiner Schockmoment so am Ende doch wenigstens einen amüsanten Blogbeitrag ergeben hat 🙂

  • Reply Sternschnuppe Mai 18, 2016 at 8:00 pm

    300 Fotos einfach so weg??? Ach du heilige Sch…ich wäre auch in Tränen ausgebrochen, nebenbei hätte ich geflucht wie ein Rohrspatz. Toll wie du mit der Situation umgegangen bist. Immer das Beste draus machen!

    • kea
      Reply kea Mai 19, 2016 at 11:55 am

      Thaha, ja, ich hab ja auch erstmal eine ordentliche Ladung Frust-Tränchen vergossen! Aber ganz ehrlich, mittlerweile bin ich fast froh drum – gerade wegen eurer lieben Rückmeldungen, manchmal verbinden kleine Tiefschläge viel mehr, als es die bestbelichtesten Fotos der Welt jemals könnten 🙂 ♥

  • Reply Rosy | Love Decorations Mai 19, 2016 at 3:01 pm

    Meine liebste Kea,

    auch ohne Bildchen, ein sehr toll geschriebener Text *-*
    An deinem Post merkt man doch, dass das echte Leben nicht immer aus Friede, Freude, Eierkuchen besteht. Denn genau dieses Gefühl bekommt man oft von der Bloggerwelt bzw. generell von der Internetwelt…
    Das Beste an der Sache, trotz kurzzeitigem emotionalen Moment – hast du dich wieder gefangen und einfach weiter gemacht. Inne gehalten und genossen! Genau darum geht es doch 🙂

    Ich wünsche dir auf diesem Wege noch eine fabelhafte Restwoche und fühl dich umarmt :*
    Deine Rosy ♥

    • kea
      Reply kea Mai 19, 2016 at 7:41 pm

      Daaaanke dir, liebe Rosy! Stimmt, auf vielen Blogs strahlt uns ein vermeintlich perfektes Leben an – Ich glaube, die Blogosphäre ist nur Symptomträger, in unserer Gesellschaft wird insgesamt viel zu wenig und zu ernst über Fehler, Tiefschläge und unerwartete Hindernisse gesprochen. Dabei ist es doch so wohltuend, zu wissen, dass auch bei anderen nicht immer Eitel-Sonnenschein herrscht! Ich hoffe, dass wir alle Teil sind einer neuen Kultur, in der auch ein Scheitern ganz selbstverständlich dazu gehört und kein Grund für Scham ist 🙂 Eure Kommentare geben mir dazu berechtigte Hoffnung 🙂 Ich drück dich zurück! Liebste Grüße!

  • Reply Sabina @Oceanblue Style at Manderley Mai 19, 2016 at 4:47 pm

    Ach du meine Güte. Ich weiß jetzt nicht, ob ich lachen oder mit dir seufzen soll. Ich gelobe, nirgendwo auch wo immer mit der gabel hinzustochern…du Arme! Ich kann das gut nachvollziehen, weil mir nämlich mal die externe Festplatte herunterfiel. So ein bißchen vom Tisch. Also gar nicht tief. Doch das blöde Ding wollte nicht mehr anspringen. Ich hätte es aus dem Fenster werfen mögen, wenn es nicht eh schon hin gewesen wäre. Also vielleicht doch wieder auf Papier und Schreibmaschine und Abheften im Ordner? So oft brennt es ja nicht…..Hab dennoch eine schöne Restwoche meine Liebe! LG Sabina

    • kea
      Reply kea Mai 19, 2016 at 7:44 pm

      Thihi, Danke Sabina, das beruhigt mich ungemein, dass du die Gabel in der Küche und am Esstisch lässt – da ist sie definitiv besser aufgehoben 😀 Dein Erlebnis mit der externen Festplatte klingt aber auch übel – deshalb hab ich neulich eine zweite gekauft, doppeltes Backup hält besser. Dann kam mir neulich nachts der Gedanke, dass man die zweite Platte dann eigentlich an einem anderen Ort aufbewahren sollte, falls das Haus brennt und so … Haha, da hab ich mich dann am Riemen gerissen, meine wichtigsten Daten auf der google drive gespeichert und tief durchgeatmet *grins* Übrigens schreib ich oft noch ganz analog auf Papier, hab erst heute wieder ein neues Büchlein gekauft für meine Gedichte – die schreiben sich einfach sooo viel schöner auf Seiten, die man anfassen kann 🙂 Komm gut ins Wochenende! Kea

  • Reply Esra Mai 19, 2016 at 7:01 pm

    Liebe Kea, solo ein süßer Post irgendwie – ich habe mit dir mitgelitten, dann mitentspannt 😀
    Mir ging es ähnlich (aber weniger schlimm, als 300 Bilder zu verlieren) – letztes WE war ich mit 2 Bloggerfreundinnen in Berlin auf einem Event. Eine hatte ihre Kamera nicht dabei, weil sie kaputt war, bei der anderen ist der Akku kaputtgegangen und ich stellte erst dort fest, dass mein Akku im Ladegerät in München geblieben war.
    Also mussten wir notgedrungen das ganze Wochenende NICHTS machen 😀 Sehr sehr ungewohnt!!
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

    • kea
      Reply kea Mai 19, 2016 at 7:46 pm

      Hallo liebe Esra, oh wie süß, dass du mein ganzes Wechselbad der Gefühle mitgegangen bist! Wow, da habt ihr drei aber auch mal einen echten Wink vom Universum bekommen, oder? Kann ich mir gut vorstellen, wie seltsam sich das angefühlt hat, als Blogger ist man ohne Kamera irgendwie nackt 😀 Ich hoffe, dass ihr trotzdem eine richtig gute Zeit hattet, auch wenn ihr das Leben vorübergehend nicht durch die Linse betrachten konntet 🙂 Und dass viele Erinnerungen dafür im Herzen gespeichert sind! Liebe Grüße! Kea

  • Reply Josie Mai 19, 2016 at 7:31 pm

    Gott oh Gott! Das hört sich ja erstmal nach dem t o t a l e m Chaos an! 300 Bilder futsch, dabei warst du so voller Eifer und absolut super effizient. Wirklich ärgerlich. Allerdings hattest du so ordentlich Zeit zum entspannen (nach dem Frustputz) und konntest einen ruhigen Tag mit Tanzeinlage und Fellnase verbringen 🙂 Ein Hoch auf die Anti-Speicherkarten-Gabel-Kombi. &lass beim näcshten mal lieber die Finger vom Kontakteverbiegen liebe Kea 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Josie

    • kea
      Reply kea Mai 19, 2016 at 7:49 pm

      Hehe, liebe Josie, ich verspreche, ich fasse Gabeln nur noch für Spaghetti Napoli und Risotto an 😉 Aber Tatsache, mir hat die Entspannung auch mal verdammt gut getan! Natürlich lieben wir unsere Blogs alle, aber ich muss auch gestehen, dass ich verflucht viele Wochenenden mit Bildersortieren und Nachbearbeiten verbracht habe – dieses Malheur hat mir doch zu denken gegeben. Vielleicht werde ich mir in Zukunft zumindest meine Sonntage strikt freihalten und den Finger von Kamera und Besteckkasten lassen 😉 Liebe Grüße zu dir!

  • Reply Ruhrstyle Mai 25, 2016 at 8:42 am

    „Achtsamkeit ist eben auch, vermeintliche Hindernisse als Gelegenheit zu betrachten, einen neuen Pfad zu beschreiten.“ Ein wundervoller Satz, dem ich voll und ganz zustimme. Mir ist es letztens auch passiert, dass ich Bilder nicht verwenden konnte. Es war schon ärgerlich, da ich endlich mal geschafft hatte, ein Gericht schön anzurichten und dafür allein schon einiges an Zeit drauf ging. Auf dem Kamera Display war nicht zu erkennen, wie unscharf die Bilder waren und dann lade ich mein Werk voll Vorfreude auf den Laptop und mir fällt die Kinnlade runter. Ich muss zugeben, ein kurzer Wutausbruch folgte schon, aber im Grunde lohnt es sich nicht, an solch einem kleinen Unglück zu verzweifeln. Ich habe dann einfach das Adrenalin genutzt und das Kinderzimmer umgestellt. 🙂
    Mein kleiner Racker hat sich gefreut.

    liebste Grüße
    Rebecca

    • kea
      Reply kea Mai 25, 2016 at 12:24 pm

      Hallo meine Liebe – oh, bei Gekochtem ist das natürlich noch mal doppelt ärgerlich, das ist ja ein so flüchtiges Motiv! Ich glaube, diese Ernüchterung, wenn die Bilder auf dem Computer nur noch halb so schön aussehen, wie auf dem Kamera-Display, kennen alle BloggerInnen 🙂 Und super, dass du die Energie, die die Wut mitgebracht hat, dann so produktiv nutzen konntest! Everything happens for a reason 😉 Ich drück dich!! Kea

  • Reply Priscilla Mai 30, 2016 at 10:23 am

    Oh nein wie ärgerlich, aber so etwas ähnliches ist mir auch schonmal passiert (allerdings ohne Gabel). Aber schön, dass du den Tag dann noch zum entspannen nutzen konntest :).

    Liebe Grüße
    Priscilla

    • kea
      Reply kea Mai 30, 2016 at 1:38 pm

      Liebe Priscilla, nicht so schön, dass du diesen Schock auch schon verkraften musstest, aber wahrscheinlich ist das sowas wie die Bloggertaufe und passiert jedem irgendwann mal 😉 Ich bin jedenfalls sehr froh, dass bei meinem neuen Shooting alles geklappt hat und ich euch endlich wieder einen Beitrag MIT Fotos präsentieren kann 😀 Kommt gut in die neue Woche! Liebe Grüße, Kea

  • Reply Yvonne Mai 31, 2016 at 8:03 am

    Oh man! Herzstillstand. Das wäre es zumindest bei mir gewesen! Ich bin ja manchmal faul und datensichere nicht (genug). Und zwischenspeichern sollte ich auch öfter. Meistens passiert mir das beim Video-Bearbeiten. Ich schneide und fummle und freue mich über zufällig gute Blenden …. und DANN kackt After Effects ab. Und ich Nuss habe nicht gespeichert. In solchen Momenten möchte ich immer in ein Kissen schreien. 😀 Bei mir hilft dann nur Stricken und Katzen schmusen. Das geht immer. 😉

    • kea
      Reply kea Mai 31, 2016 at 12:01 pm

      Oh Yvonne, das klingt dann aber auch nach absoluten Kreischalarm-Momenten 😀 Solche kleinen Technikdesaster gehören wohl einfach dazu, wo gebloggt wird, fallen Späne 😉 Du hast recht, Katzenschmusen hilft gegen Alles! IMMER! Liebe Grüße zu dir!

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