Aus meinem Leben Selbstfindung

Was mir den Mut gab, meine Berufung zu leben

June 10, 2016

Was es bedeutet, eine Berufung zu haben und wie man sie finden kann, darum ging es im ersten Teil meiner Blog-Trilogie zum Thema Beruf oder Berufung. Heute wird es persönlich, denn ich erzähle euch, welches Dasein mich ruft. Warum ich dieser Stimme lange nicht zugehört habe und wie ich den Mut fand, ihr zu folgen.

Leider bin ich nicht die geborene Ärztin, Anwältin oder Anlageberaterin. Ordentliche Berufe mit Zukunftsaussicht und dreizehntem Monatsgehalt. Nein. Ich fühle mich der Kunst verschrieben. Genauer: der Literatur. Während ich Grafikdesign studierte – mein Kompromiss zwischen Kreativität und Ertragsaussichten – lebten in mir die Figuren meiner Romane, Geschichten, Gedichte. Denn ich wollte eigentlich immer nur eins: Schriftstellerin sein.

Warum ich mich zur Autorin berufen fühle?

Worte sind mir der Trost zur Welt.
An fast allem habe ich immer wieder gezweifelt, an allem. An den Menschen, an der Politik, am Geld, an der Liebe. Nur die Worte, sie waren mir immer ein süßer Trost, selbst oder gerade in den dunkelsten Stunden. An gewittrigen Tagen hole ich mir meine Lieblingsbücher hervor, blättere bis zu den markierten Stellen vor und genieße den Wohlklang der Sprache. Ich lasse mir die Sätze auf der Zunge vor- und zurückrollen wie Karamellbonbons. Für Worte brenne ich mit der gleichen Leidenschaft wie 13-Jährige für ihre erste Liebe.

Der rumänische Schrifsteller Mircea Cartarescu sagt in einem einem Interview mit der Zeit:

„Ich vergaß den Hunger, wenn ich Kafka las, und die Kälte, wenn ich Thomas Mann las. Mein wirkliches Heimatland ist nicht Rumänien, sondern Kastalien*.” (*Eine fiktive Gelehrtenprovinz aus Hermann Hesses Glasperlenspiel ).“

Ein gutes Buch kann dir die ganze Welt erklären. Dich wachrütteln, dich wärmen, dich mit Schrecklichem versöhnen und dir die Schönheit des Universums zu Füßen legen. Und wie großartig ist der Moment des Schreibens, wenn deine Protagonisten plötzlich ein Eigenleben entwickeln und ein Kapitel ganz anders ausgeht, als du es ursprünglich geplant hast. Ein unbezahlbares Gefühl!

Meine Liebe für schöne Worte legte mir mein Vater mit in die Wiege. Die Wärme in seiner Vorlesestimme, die  Präsenz von Literatur, Musik und Malerei in meiner Kindheit waren und sind ein echter Schatz. Danke, Papa! Auch, weil die schönen Künste ein Gegengewicht sind zu den Schattenseiten des Lebens, zu Angst und Zweifeln. Wer viel Seelengepäck auf seinem Weg trägt, bekommt meist auch eine besondere Gabe dazu – ein Vergrößerungsglas, eine Lupe für die Poesie des Alltags, für die leisen Zwischentöne und die besten Momente.

Ja, nun könnte man denken: Wie wunderbar, schon immer zu wissen, zu was man taugt!

Aber ganz so einfach ist das nicht. Denn meistens hat eine Berufung im künstlerischen Bereich einige schicke Glaubenssätze im Schlepptau. Schriftstellerei ist brotlos. Es gibt zu viele Menschen, die glauben, schreiben zu können. Ist das Kunst oder kann man davon leben?

Und so vertrödelt man nicht selten ganze Jahre mit dem Versuch, irgendeine Alternative zu finden. Studier doch Publizistik, wenn du gerne schreibst, riet man mir. Hab ich zum Glück nicht getan, ich versuchte es mit der Praxis. Aber die Redaktion eines Stadtmagazins ist kein Ort für Romanfiguren. Natürlich kann man auch in einen Bericht über städtische Schwimmbäder eine Menge Chlor und Liebe stecken – aber am Ende bleibt es eben doch ganz nüchtern: Informationsvermittlung. Ähnlich verhielt es sich mit dem Werbetexten. Wie feingeistig kann man das Kursangebot eines Sportclubs beschreiben? Eben.

Ich hab immer gedacht, das Leben hindere mich am Künstlersein.

Dabei war ich es selbst. Denn ich hatte mich nicht dazu ENTSCHIEDEN, Künstlerin sein zu wollen. Diese Entscheidung ist etwas schwieriger als die Wahl zwischen Zitrone und Sahne-Kirsch. Sich zugestehen, etwas erschaffen zu wollen – das ist eine echte Herausforderung! Es vor sich selbst zu sagen, laut, zu seinem Spiegelbild. Vor anderen Menschen. Das erfordert Mut. Man biegt so leicht ab, links in den Nebenjob, rechts in die Social Media und in der Mitte geht’s weiter Richtung Altersvorsorge.

Denn immer wieder leuchtete die Überzeugung mit gelben, fetten Lettern in meine innere Nacht: Von dem, was DU liebst, kannst du dich nicht ernähren. Das Problem dabei: Wenn ich das glaube, ist es auch so.

Was ich also begreifen musste, um endlich meiner inneren Stimme zuzuhören, war die Tatsache, dass ICH die Weichen in meinem Leben stelle. Und dass es ganz allein meine Entscheidung ist, welche Anteile ich füttere und welche ich verkümmern lasse. Es ist immer eine Frage der Prioritäten. Unsere Berufung fordert Raum. DAS ist, was sie von uns braucht! Das ist es, was sie uns zuraunt, wenn wir wieder einmal stumpf zwischen Wäschetrockner und “Wer wird Millionär” ein Katzenbild auf Facebook liken. Sie flüstert uns zu: “Räume mir einen Platz in deinem Leben ein, sieh mich an, folge meinem Ruf!”

Umgib dich mit inspirierenden Menschen!

Wenn du dieser Stimme zuhören willst, suche dir Leuchttürme, die dir den Weg weisen. Die Welt ist voll von Zögerern. Von Sicherheitsfanatikern. Von angepasstem Geist. Deshalb ist es unheimlich hilfreich, Menschen zu erleben, die sich selbst erlauben, das zu sein, was du selbst werden willst. Für mich sind das zum Beispiel diese drei Frauen:

Schriftstellerin Linda Rahel, die mit ihrer Beobachtunsgabe meine geliebte Hauptstadt, ihre Menschen und Geschichten quicklebendig vor das innere Auge ihrer LeserInnen zaubert.

Victoria Erickson und ihre wunderbaren Texte, die Natur, Inspiration und Poesie verbinden und mir jeden Tag Kraft und gedankliche Freiheit schenken. Mutig, kraftvoll, magisch!

Die Fotografien von Tina Sosna auf ihrem Blog worteinbildern, von denen schon jede einzelne ein Gedicht ist.

Wann immer ich ihre Seite besuche, ihre Bilder betrachte oder ihre Texte lese, denke ich: Wow, sind sie frei! Ich habe tiefsten Respekt vor Menschen, die ihre Kunst leben. Denen sie aus den Fingern und dem Herzen fließt, die nicht nachdenken, anhalten, sondern mit Vollgas weiterfahren. Die einen Scheiß darauf geben, dass am Straßenrand die Neider und Zweifler ihre Fahnen heben. Wenn man Poesie überhaupt sichtbar machen kann, dann tun sie es mit Sicherheit. Und flößen mir damit Mut ein, wie süßen Wein.

Weniger denken, so viel weniger denken – Denken macht die Kunst kaputt. Dann bleibt sie stecken, irgendwo zwischen Seele und Kehlkopf und drückt uns die Luft ab. Ich muss nicht immer verständlich sein, leicht und bequem – warum nicht mal ein Kopfschütteln hervorrufen, Achselzucken oder ein unsicheres Lachen? Gefallsucht ist der schlimmste Gegenspieler einer Künstlerin. Bloß nicht anecken, nicht zu schräg sein, erst alles durch die eigene Zensur jagen, damit am Ende hübsche, kleine Appetithappen herauskommen. Die Menschen mögen Leichtverdauliches, zumindest der Großteil. Aber wer sich danach richtet, der macht Kommerz, nicht Kunst. Wer sich danach richtet, was alle mögen, wird so werden, wie alle sind. Aber vielleicht ist jetzt die Zeit, dein ganz eigenes Selbst zu sein?

Beruf oder Berufung, Teil 1: Was es bedeutet, seine Berufung zu suchen
Beruf oder Berufung, Teil 2: Wie ich meine Berufung fand und was mir den Mut gab, sie zu leben
Beruf oder Berufung, Teil 3: Konkrete Schritte in ein Leben, das meiner Berufung entspricht

Was ich ganz konkret in den letzten Wochen und Monaten verändert habe, um meine Berufung an den Hörnern zu packen, darüber schreibe ich im 3. Teil der Trilogie.

Was sind deine inneren Glaubenssätze, die dich davon abhalten, dich frei zu entfalten? Was bräuchtest du, um deiner inneren Stimme folgen zu können? Welche Menschen inspirieren dich?

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29 Comments

  • Reply Daniela - libellenglück June 10, 2016 at 8:14 pm

    Hallo Kea,
    Autorin. Darauf hätte ich kommen können. Du schreibst so wunderbar. Dein erstes Buch hätte ich gerne mit persönlicher Widmung.
    Ich bin mir sicher, dass du dass schaffst. Du hast absolut das Zeug dazu. Das verrät schon deine Schreibe hier auf deinem Blog.
    Liebe Grüße
    Daniela

    • kea
      Reply kea June 10, 2016 at 8:38 pm

      Ohhh Daniela, was für eine wundervolle Rückmeldung! Danke dir, sehr! Das gibt mir eine ordentliche Ladung Rückenwind und tut sehr sehr gut!! 🙂 Liebe Grüße an dich!

  • Reply Eclectic Hamilton June 11, 2016 at 8:35 am

    Liebe Kea, toll geschrieben. Ich bin schon sehr sehr gespannt wie deine Geschichte weitergeht!
    Ich selbst bin sehr sicherheitsliebend, deshalb könnte ich erst richtig frei sein, wenn ich einen finanziellen Background hätte. Ich arbeite darauf hin! Zum Glück mit einem Brot-Job, der mir viel Zeit für meine Kreativität lässt. Das ist für mich momentan eine wundervolle Alternative.

    Ganz liebe Grüße
    Ines

    • kea
      Reply kea June 11, 2016 at 9:50 am

      Danke dir sehr, Ines! Ich bin tatsächlich selbst gespannt, wohin mich dieser Weg noch führt! Erstmal freu ich mich aber schon auf Teil 3 der Trilogie und hoffe, dass ihr alle ein bißchen Inspiration beim Lesen tanken könnt! Ich versteh das mit dem Sicherheitsgedanken sehr sehr gut – mir ging das früher ganz genauso, die 4 Jahre Selbstständigkeit als Grafikerin haben da meine Angst-Schwelle nach und nach herabgesetzt. Ich glaube, auch an die “Unsicherheit” kann man sich gewöhnen 🙂 Wie schön aber, dass für dich dein Brot-Job so viel Raum lässt für Freude und Kreativität, das klingt super! Das macht die “Wartezeit” doch auch zu einem schönen Teil der Reise 🙂 Liebe Grüße an dich!

  • Reply Flo | Tasteboykott June 11, 2016 at 9:54 am

    Wenn jemand zum Schreiben geboren ist, dann du! Ich liebe deine Texte, die Gedanken dahinter, diese Beobachtungsgabe, die sich dem Mainstream unserer Zeit entgegenstellt. Oder wenigstens entzieht. Bitte lass uns wissen, wenn dein erstes Buch erscheint. Ich drücke dir alle Daumen und bin überzeugt, du wirst erfolgreich sein. Denn du liebst was du tust. Das ist der Schlüssel.
    Liebe Grüße, Flo

    • kea
      Reply kea June 11, 2016 at 11:47 am

      Ohhh Flo, jetzt musste ich hier wirklich ein Rührungstränchen verdrücken! Eigentlich wollte ich euch ja einfach etwas mitgeben, von meinem Weg, von meiner Inspiration, weil ich es selbst so gut kenne, wenn sich der Alltag plötzlich anfühlt, als würde man auf der Stelle festkleben. Und nun bekomme ich so viel von euch zurück! Danke!!!! Natürlich lasse ich es euch als Allererste wissen, wenn mein Buch endlich erscheint 🙂 Liebe Grüße & tausend Dank für diese lieben Worte! Kea

  • Reply Nadine - breukesselchen June 11, 2016 at 3:58 pm

    Meine liebe Kea!
    Hach, wie schön sich dein Wandlungsprozess lesen lässt. Bei dir fliessen die Worte wie ein schöner Wasserfall, der hier und da noch eine kleine Gedankenpause macht, Anstöße gibt und selbst mich mal wieder zum Nachdenken anregt. Ja, ich bin voll bei dir! Das weisst du ja. Ich finde deine Entscheidung zur Literatur kommt gerade richtig. So viele neue Eindrücke und Pläne. Das ist so spannend! Geniesse jeden Moment davon! Denn es wird dich in tiefen Momenten immer hochziehen, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast. Du gehst endlich deiner Berufung, deinem Traum nach! Hut ab! Und große Gratulation! Deine Triologie feiert diesen Moment oder besser gesagt, diese Phase gebührlich. <3
    Ich zerbreche mir seit Tagen, was ich denn eigentlich möchte. Wo liegt meine Berufung? Mache ich wirklich das Richtige in meinem Leben? Wenn nein, was verpasse ich? Und besser noch: was vermisse ich zu geben? Ich weiss, meine Selbstzweifel gehören endlich die Toilette heruntergespült… Warum mache ich mir eigentlich so viele Gedanken? In den letzten Monaten habe ich viel gelesen bzw. damit angefangen. Themen wie Selbstentwicklung und Ziele. Manchmal erschlägt es mich. Ich weiss nicht genau, wie ich DAS finde. Aber andererseits ist ja auch die Suche schon der erste Schritt auf dem Weg.
    Ich mag ja Veränderungen – grundsätzlich. Doch beruflich finde ich es schwierig, mich endlich für einen Weg zu entscheiden. Veilleicht brauche ich da noch ein wenig. Manchmal kommt es ja auch dann ganz plötzlich. hihiii… ein wenig hoffe ich darauf, dass ich bald mal ein Aha-Moment habe. Einige Richtungen kann ich mir schon vorstellen, nur passen die in kein Berufsbild.
    Upps, du siehst, deine Texte lassen meine Gedanken sprudeln.
    Ich drücke dich ganz ganz dolle und freue mich sooooooooooooooooooooo riesig für dich!
    Und ja, ich will auch eine Widmung von deinem ersten Buch. Am besten hole ich es dann persönlich ab. 😀
    Alles Liebe,
    Nadine
    P.S. all deine tollen Verlinkungen… ich komme gar nicht mehr hinterher 😀

    • Reply Nadine - breukesselchen June 11, 2016 at 4:01 pm

      Upps, sorry für meine Schreibfehler…ich hatte zu schnell abgesendet. 😉

      • kea
        Reply kea June 11, 2016 at 4:30 pm

        Gar kein Problem, im Eifer des Gefechts passiert das doch schnell 😉 Ich danke dir sehr für deine lieben, bestärkenden Worte! Du triffst es genau, wann immer gerade etwas schief geht oder mich ärgert, kann ich mich immer damit trösten, dass ich jetzt endlich meinen Weg gehe und die Weichen nochmal neu stelle – das tut soooo gut! Das kann mir auch niemand mehr nehmen, das trag ich jetzt als großen Schatz bei mir 🙂 Wow, es klingt wirklich etwas überwältigend, was du da schreibst, ich kann mir gut vorstellen, dass man sich irgendwann überfordert fühlt, wenn da so viele Richtungen sind und man nicht weiß, welchen Weg man einschlagen soll. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass sich eines Tages genau die Tür öffnet, durch die du gehen willst. Und wenn es die nicht gibt, halte ich dich für pfiffig genug, dir einfach selbst die Passende zu zimmern 😀 Wäre doch ein gutes DIY, oder nicht? 😉 Man darf da ja ruhig mal abseits der beschrittenen Wege suchen und ausprobieren! Ich hoffe, du hältst mich auf dem Laufenden mit deinen Plänen und natürlich ist eine persönliche Widmung fest versprochen – schließlich habt ihr mich in den vergangenen Monaten so liebevoll auf meiner Reise begleitet und tut es auch jetzt mit solch wundervollen Kommentaren wie deinem 🙂 Danke dir sehr dafür! Ich drücke dich!!! Kea

  • Reply Marlene June 11, 2016 at 4:18 pm

    Liebe Kea, du weißt, wie wohl sich deine Worte in meinem Kopf fühlen. Trotzdem nochmal: so geil, dass du deiner kleinen, leisen Stimme jetzt die großen, schwarzen Buchstaben schenkst!
    Mir war eigentlich schon immer klar, na gut, seitdem ich verstanden habe, dass man irgendwann “was aus seinem Leben machen muss” und nicht für immer morgens zur Schule geht und dann im Kreise der Familie einfach Kind und Schwester sein kann, was ich wollte. Tanzen. Gut, ich habe auch sonst tatsächlich nicht viel anderes gemacht. Mein Lebensinhalt… und der sollte bleiben. Klar werde ich das professionell machen, klar gehe ich auf eine Hochschule und ziehe das knallhart durch. Die Sache mit dem Geld verdienen später, denn oh jaa…das ist eine Brotlose Kunst, war mir vollkommen wurscht. Nicht eine Sekunde habe ich darüber nachgedacht, wie das “später” alles werden soll. Ich will das jetzt und mach das jetzt, weil ich es liebe, weil ich das bin. Irgendwann, nach einigen Jahren der Freiberuflichkeit, kam dann aber auch ein Stimmchen, was ich noch gar nicht kannte. Es sagte: hallo, ich bin auch da, ich will auch gesehen werden. Da ist noch etwas, was gelebt werden möchte….Da ist noch mehr in dir als Tanz.
    Die große Frage: kann sich deine Berufung im Laufe deines Lebens verändern? Oder kann sie sich erweitern, ergänzen? Können zwei Berufungen nebeneinander funktionieren. Ich denke ja, das Leben ist Veränderung. Wenn man das annimmt, und offen für die kleinen Stimmen ist (nicht unbedingt im pathologischen Sinne…), wird man einen wundervollen Weg gehen. So wie du jetzt! Vorbestellungen bei Amazon? 😉 Gar kein Druck jetzt, ne? Nee…nur Support!

    • kea
      Reply kea June 11, 2016 at 4:40 pm

      Thihi, Marlene, Danke! Du schreibst ja selbst so schön!!! Und inspirierst mich immer wieder mit deinen tollen Blogbeiträgen! Ich finde es toll, dass du deiner inneren Stimme damals gefolgt und Tänzerin geworden bist! Egal, ob brotlos oder nicht! Da hast du eine Menge innerer Stärke in dir, Respekt! Und wieso sollte es dabei bleiben? Die menschliche Seele kann man schließlich nicht tieffrieren – sie entwickelt sich, sie wächst und das, was in einer Lebensphase für uns richtig war, kann in einer anderen Phase etwas ganz Neues sein! Ob beide Berufungen nebeneinander funktionieren können, kann vermutlich nur das Leben zeigen – und das weist dir dann ganz bestimmt auch den besten Weg für dich 🙂 Und natüüüüürlich sind unsere kleinen Stimmen nicht pathologisch! Höchstens liebenswert und speziell 😀 Thahaha, ohhhh, Vorbestellungen ist ein schönes Wort, das motiviert mich sehr *grins* Ganz liebe Grüße an dich!

  • Reply Anja Reiche June 11, 2016 at 4:50 pm

    Liebe Kea,
    tatsächlich habe ich eben Rotz und Wasser geheult als ich diesen Blogbeitrag gelesen habe. Du hast mich mitten ins Herz getroffen, hast hinter meine Berufung nochmal ein AusRUFezeichen gesetzt. AUTORIN!!! (Wohl eher drei Ausrufezeichen 😉 ) Alles in mir schreit jaaaaaa, denn genau da sehe ich mich auch. Du beschreibst, was Worte und Bücher mit dir machen und mit mir geht es durch, weil ich alles so gut nachempfinden kann, jedes deiner Worte genauestens verstehe. Worte kosten, auf der Zunge schmecken, damit Bilder malen, sich ausdrücken, es fließen lassen, übersprudeln, dass die 10 Finger nicht mehr hinterher kommen und am Ende dasitzen und staunen, weil man selber erst einmal lesen muss, was sich da gerade durch einen selbst den Weg gebahnt hat. Dinge zur Welt bringen, etwas erschaffen.
    Ich danke dir von Herzen für diesen Beitrag, für deinen Freigeist, für dein Wirken und SEIN. Wunderbar, dass wir uns gefunden haben! ♥ Weggefährten!

    • kea
      Reply kea June 12, 2016 at 4:00 pm

      Hallo liebe Anja – was für ein lieber und berührender Kommentar von dir ♥♥♥! Danke!!!! Es ist so schön, dass du dich in meinen Zeilen wiedergefunden hast und vor allem, dass wir uns in den unendlichen Weiten des www begegnet sind und gegenseitig teilhaben an unseren Träumen. Was für ein Geschenk, oder? Ich bin so gespannt, was das Leben und unsere Berufung für uns noch bereit hält und freue mich darauf, gemeinsam mit dir das Autorinnen-Dasein immer weiter für uns zu entdecken und zu erobern! Fühl dich lieb umarmt!!

      • Reply Anja Reiche June 14, 2016 at 7:12 pm

        Ja, es ist wirklich faszinierend wie das Leben spielt und wie die Zahnrädchen für “Zufälle” so perfekt ineinander greifen! ♥ Mögen wir uns noch oft befruchten und ganz wunderbare Erfahrungen auf unserem Weg machen.
        We keep in touch!!! ♥♥♥

  • Reply Thao June 12, 2016 at 12:31 pm

    Toller Post 🙂
    Ich glaube ich hätte nicht den Mut dazu gehabt, etwas künstlerisches als Beruf zu machen. Einfach aus den Gründen, die du schon genannt hattest. Für mich war immer Geld und Sicherheit ein großer Punkt meines früheren Ich’s 😀
    Jetzt denke ich nicht mehr so streng darüber nach, aber ich bin künstlerisch sowieso nicht so begabt dafür xD

    Finde es toll, dass du den Schritt gegangen bist 🙂
    Vor allem schreibst du wirklich super toll!

    LootieLoos plastic world

    • kea
      Reply kea June 12, 2016 at 4:09 pm

      Liebe Thao, ich musste diesen Mut ja auch erst sammeln. Die wenigsten haben ihn wohl gleich und legen sofort los – aber die Hauptsache ist doch, dass man langfristig etwas findet, was einen begeistert und sich dann traut, dem nachzugehen. Das kann, muss ja natürlich aber nix Künstlerisches sein. Ich glaube, alles, was man tut, was vom ursprünglichen Weg abweicht, ist erstmal nicht so easy. Weil es eben Veränderung bedeutet und oft auch vorübergehende finanzielle Abstriche. Aber mein bisheriges Fazit lautet auf jeden Fall: Es lohnt sich! Danke für deine lieben und bestärkenden Worte!

  • Reply Natalie June 12, 2016 at 4:30 pm

    Kea…. du bist wundervoll. Vermutlich weißt du ganz genau, was ich zu diesem Artikel über einer Tasse Tee sagen würde. Ich freue mich riesig für Dich. Bin nicht nur gespannt auf Teil 3, sondern vielmehr auf deine farbenfrohe Zukunft! <3

    • kea
      Reply kea June 12, 2016 at 5:15 pm

      Vielen lieben Dank, Natalie! So liebe Worte, die mir ganz tief ins Herz gehen und meinen Tag sehr bereichern 🙂 Es ist so ein wunderbares Geschenk, euch auf meinem Weg an meiner Seite zu wissen! Ihr seid großartig!

  • Reply Christina Key June 13, 2016 at 6:13 pm

    Super toller Beitrag! 🙂
    Es ist so unglaublich wichtig etwas zu finden, dass man liebt, denn wenn man etwas liebt macht man es auch mit Liebe und ist gut darin! 🙂 So kitschig das jetzt klingen mag. ♥♥♥

    XX,

    Photography & Fashion Blog,

    http://www.ChristinaKey.com

    • kea
      Reply kea June 14, 2016 at 7:22 am

      Liebe Christina, vielen Dank, ich freu mich, dass dir der Artikel gefällt! Und auch wenn es vielleicht etwas kitschig klingt, diesen Kitsch finde ich ganz wundervoll! Denn genauso ist es, das glaube ich auch und nun kann ich mit 31 auch endlich in die Tat umsetzen, was ich mir als Abiturientin noch nicht zugetraut habe 🙂
      Liebste Grüße, Kea

  • Reply HIMMELSSTÜCK | Rahel June 14, 2016 at 8:38 am

    Hach – schön! Ich liebe es immer, wenn Menschen ihre Berufung gefunden haben und darin aufgehen. Dem Herzen zu folgend, ist oft der beste Rat. Dein Schreibstil ist so schön, da wird man auch gerne öfter von lesen wollen.
    Liebe Grüße, Rahel

    • kea
      Reply kea June 14, 2016 at 9:01 am

      Liebe Rahel, Danke für diese liebe Rückmeldung! Das Herz ist wirklich ein guter Ratgeber, auch wenn uns unser Verstand oft dazwischenfunkt – letztlich will es für uns wirklich das Beste 🙂 Ui, Danke dir, Komplimente für meinen Schreibstil bedeuten mit sehr viel, sie sind meine absoluten Lieblings-Komplimente! Da kann kein “hübsches Lächeln!” der Welt mithalten 🙂 Liebe Grüße!

  • Reply Yvonne June 15, 2016 at 9:58 am

    Liebe Kea, Dein Beitrag ist wunderschön und mutig geschrieben. Ich mag Deine Formulierung vom “angepassten Geist” wirklich sehr und auch die Suche nach Leuchttürmen. Das zu machen, was man wirklich liebt, ist hart und macht Angst. Manchmal muss man aber einfach dranbleiben und einen Weg einschlagen, den man nicht aus wirtschaftlichem oder gesellschaftlich anerkanntem “Erfolg” geht, sondern weil es dem eigenen Ich gut tut. Ich bin sehr gespannt, was Du weiter zu berichten hast. Einer meiner Leuchttürme ist meine Lieblingsautorin Anne Lam, die ich neben vielen anderen wirklich inspirierend finde ist Anne Lamott. Bei Brainpicks habe ich irgendwann ein Zitat von ihr gefunden: “What if you wake up some day, and you’re 65… and you were just so strung out on perfectionism and people-pleasing that you forgot to have a big juicy creative life?” … allein das hat gereicht, um mir das Buch von ihr “Bird by bird” anzuschaffen. Ich lese es gerade zum 4. Mal. 🙂

    Liebe Grüße Yvonne

    • kea
      Reply kea June 17, 2016 at 12:34 pm

      Liebe Yvonne, Danke dir sehr! Wenn Menschen meine Texte geniessen, ist das für mich das Schönste überhaupt! Und du schreibst etwas sehr sehr Wahres – der gesellschaftlich anerkannte Erfolg muss überhaupt nicht übereinstimmen mit dem, was wir selbst als Erfolg für uns definieren, was sich gut anfühlt und für Geist und Seele stimmig ist. Das Zitat ist sehr inspirierend, ich glaube, das Buch kommt auch auf meine laaaange Bücher-Wunschliste! Vielen Dank für den Tip! 🙂 Liebe Grüße an dich! Kea

  • Reply da_lindchen June 16, 2016 at 1:12 pm

    Wow, so ein großartiger Beitrag! Ich kannte dich und deinen Blog vorher nicht, aber allein dieser Beitrag ist schon so fabelhaft geschrieben, dass ich vollkommen überzeugt bin, dass du zur Schriftstellerin berufen bist.
    Ich muss zugeben, anfangs habe ich versucht, mich selbst beim Lesen zu reflektieren (ich bin gerade mit dem Studium fertig und nun soll es in den Job gehen, ich stehe also durchaus an einem möglichen Wendepunkt). Besonders im letzten Teil dachte ich dann aber doch viel mehr an meine Schwester. Sie möchte Kunst studieren und natürlich sind alle in der Familie so: Kann sie nicht etwas ordentliches studieren? 😀 Aber sie wird es durchziehen und wir werden sehen, wohin der Weg sie führt. Verhungern wird sie wohl nicht. 😉 Ich glaube, vor lauter Absicherung und “Mehr-Wollen” vergessen wir viel zu oft das wesentliche. Mit viel Geld kann man kein Glück kaufen. Mit der Erfüllung seiner Berufung kann man aber sehr wohl glücklich werden. 🙂

    • kea
      Reply kea June 17, 2016 at 12:41 pm

      Liebe Linda, ohh, wow, was für ein Kompliment! Danke!!! Das bedeutet mit viel! Der Abschluss des Studiums ist auf jeden Fall einer dieser neuralgischen Punkte, an denen man vor einer neuen Weggabelung auf der Reise durchs Leben steht – der Alltag der vergangenen Jahre ist vorbei, das Neue noch nicht da: Da ist wieder alles offen! Ich wünsche dir, dass du genau die Stelle findest, die sich für dich gut anfühlt 🙂 Und falls man nach ein paar Jahren merkt, oh, das ist es doch nicht – dann kann man auch nochmal über Los gehen, gerade laufen ja meine Bewerbungen für ein zweites Studium mit 31. Davon erzähle ich euch im dritten Teil der Reihe auch noch ein wenig mehr 🙂 Vielleicht nimmt dir das auch den Druck, das es jetzt der perfekte Schuss sein muss – im Leben gibt es sooo viele Möglichkeiten 🙂 Und alles Gute für deine Schwester, ich finde es große Klasse, dass sie Kunst studiert! So mutig! Sie findet mit Sicherheit ihren ganz eigenen Weg und ich hoffe, dass er Erfüllung und Erfolg verbindet 🙂 Liebe Grüße an dich und dein Schwesterherz! Kea

  • Reply Rena July 5, 2016 at 11:53 am

    Liebe Kea,

    seit einem Jahr lese ich immer wieder deine Blogs, mit Genuss, und dennoch hab ich noch nie einen Kommentar hinterlassen. Da frage ich mich manchmal, welchen Leuten es auch so geht mit meinen Texten.
    Ich bin sehr gespannt, wie es bei dir weitergeht. Ich freue mich richtig mit, dass du nun deiner Berufung folgst. Schön, dass du die Klarheit und den Mut gefunden hast.
    Trotzdem denke ich: Hat jede*r eine (einzige) Berufung? Denn es gibt so viele schöne interessante Sachen. Kennst du z.B. den Ted-Talk von Emilie Wapnick: “Why some of us don’t have a true calling”?
    Ich frage mich manchmal, wo ich selbst da stehe. Obwohl das Schreiben auch bei mir irgendwie immer da war. Ich habe mich dann auf Journalismus statt auf Fiktion konzentriert. Ich finde auch, dass das alles andere als reine Informationsvermittlung ist… Es gibt ja eine große Spannbreite von einem Unfallbericht bis zu einer mehrseitigen Reisereportage. Das sieht man auch an den Autorinnen, die du als Beispiele anführst, wie Linda Rachel.
    Was mich interessiert: Hast du auch überlegt, direkt Kreatives Schreiben zu studieren?
    Ich mag deine Blogeinträge sehr und es tauchen immer wieder Formulierungen auf, die mein Herz erwärmen vor Schönheit. Viel Glück mit deinem Vorhaben! Jetzt lese ich Teil Drei. 🙂

    • kea
      Reply kea July 5, 2016 at 6:28 pm

      Liebe Rena, wie schön, dass du dich aus der stillen Mitleserschaft nun doch zu Wort meldest, das freut mich sehr 🙂 Den Ted-Talk kenne ich noch nicht, werde ihn mir aber gern ansehen, Danke für den Tipp! Möglicherweise geht er auch in die Richtung, die neulich in meiner morgendlichen Meditationsgruppe anklang, da ging es um die Unterscheidung von Scannern und Tauchern, also Menschen, die breit gefächerte Interessen haben und immer nach Neuem Ausschau halten und solche, die sich in ein spezielles Thema vertiefen – wobei ich über mich auch sagen würde, dass ich eine Mischform bin. Viele Gebiete interessieren mich, Malerei, Musik, Philosophie… Mit der Schreiberei verbindet mich aber eine ganz besondere Liebe. Ich kann gar nicht genau erklären, wieso, es ist vermutlich viel mehr Bauchgefühl, als Logik am Ruder in diesen Fragen. Natürlich habe ich den Journalismus ein wenig über einen Kamm geschert, da hast du recht! Vermutlich habe ich da zu sehr aus meiner Erfahrung beim Stadtmagazin gesprochen. Witzig, dass du mich fragst, ob ich kreatives Schreiben studieren möchte, tatsächlich habe ich vor, neben meinem dann laufenden Zweitstudium im kommenden Frühjahr meine Texte für die Schreibstudiengänge in Deutschland abzuschicken – bis dahin weiß ich sicher auch, ob mein Zweitstudium hält, was ich mir davon verspreche 😉 Ich bin sehr gespannt, ob eine der Hochschulen Interesse an meiner Schreiberei bekundet und freue mich wie verrückt über dieses tolle Kompliment zu meinen Texten – das motiviert mich sehr, Tausend Dank! Dir weiterhin viel Erfolg und Erfüllung bei deiner eigenen Berufungs-Reise, ob als Scannerin oder Taucherin 🙂 Liebe Grüße!! Kea

  • Reply Warum Du Deine Träume verwirklichen solltest und Was Dir dabei hilft December 2, 2016 at 2:00 pm

    […] sich mit Menschen zu umgeben, die dort sind, wo ich hin will. Bloggerin und Schriftstellerin Kea von Garnier beschreibt das so schön in ihrem Post über ihre […]

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