Nordisch by Nature

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Ob ich Lust habe, ein skandinavisches Einrichtungsmagazin probezulesen? Na, da muss man mich nicht zweimal bitten! Nun mag es seltsam anmuten, dass ich als frische Berliner Göre ausgerechnet in der „Landidyll“ blättere. Aber euch kann ich es ja verraten: Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust! So sehr ich den Trubel, die unzähligen Zerstreuungsmöglichkeiten und das weltmännische Gefühl der pulsierenden Großstadt zu schätzen weiß, in mir wohnt doch auch die Sehnsucht nach Beschaulichkeit, dem Gefühl frischer Erde unter den Fingernägeln und dem Duft von frisch gebackenem Brot. Seit jeher bin ich großer Fan von Sendungen wie „mein schönes Land“ und hatte als Studentin gar ein Abo der Landlust, mit deren Hilfe ich mich in harten Prüfungsphasen, eingekuschelt in mein Bett, dank Rezepten für Zimtbratäpfel und Tips für das Anlegen von Kräutergärten in eine Art privates Wunsch-Biedermeier träumte.

Einen ähnlichen Effekt hat die Landiydill nun bereits auf Seite 15 auf mich, wunderschöne Natur-Detail-Aufnahmen und liebevoll geschriebene Texte entschleunigen mein Nomadinnenhirn nach einem langen Tag im Zug auf äußerst angenehme Weise. Entzückt bin ich von der Homestory in Norwegen, denn auch wenn sich mir spontan nicht die Möglichkeit bietet, mir in ein Landschaftsparadies mein Ökotraumhaus zu bauen und darin Eistee-Rezepte zu perfektionieren, so lädt es doch dazu ein, große Träume zu haben und kühne Pläne jenseits des eigenen Erwartungshorizont zu schmieden.
Leider wird es doch meistens bei den Einrichtungstips etwas zu sehr Landhaus für mich, oft ein bißchen zu viele Pünktchen und geschwungene Linien und eine Idee zu niedlich. Andere Stücke wie das leicht errötete Geschirr von Maxwell Williams oder die Stehleuchte von Frau Meier (die ich bereits kürzlich auf der Heimtextil in Frankfurt in freier Messe-Wildbahn bewundern durfte) lassen mein Herz sofort höher schlagen. Bei der Seite mit den Porzellantellern mit Blumendekor steige ich dann geschmackstechnisch wirklich aus, das wird zu romantisch-süßlich für mich.
Aber Inspiration, wie man bei aller nordischen Schlichtheit auch ein paar heimelige Akzente setzen kann, finden sich in der Landidyll allemal. Die Rezeptfotos sind eine Wucht und generell steigert das Magazin die Lust auf ruhiges, meditatives Werkeln daheim, egal, ob in der Küche, beim Porzellanbemalen oder Osterdeko-Basteln. Gelungen sind für mich die praktischen Tips , zum bsp. zur Verwendung von Pastell-Farben im Wohnbereich oder zur Einrichtung einer formschönen und funktionellen Waschküche. Bei letzterem Bericht verliebe ich mich dann auch in fast alle Produkttips wie die schlichten Holz-Wäscheständer oder das geometrische Ferm Living Handtuch. Dieser reduziertere Stil mit nur einer Prise Gemütlichkeit und nicht mit der Landhaus-Vorschlaghammer-Keule trifft mich einfach viel mehr ins Herz. Daher durften in meine Bildergalerie mit Blick ins Heft unter diesem Beitrag dann auch nur meine Lieblingsseiten einziehen, die ordentlich Lust auf Frühling machen.
Mein Fazit: Nordisch, ja, aber definitiv nordisches Landhaus. Für Mrs Eve daher etwas artfremd, für entschleunigte Landhaus-Liebhaber aber genau das Richtige! Ab dem 18.03. im Zeitschriftenhandel 🙂

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