Macht bloggen glücklich?

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macht bloggen glücklich

Eigentlich sollte das hier ein ganz anderer Post werden – eine „strategische Neuausrichtung“.  Jetzt ist es das irgendwie auch geworden. Aber ganz anders, als gedacht.

Nach der Blogst-Konferenz in Hamburg hatte ich das Bedürfnis, meinen Blog klarer zu positionieren, ich hatte mich anstecken lassen von der allgemeinen Suche nach Erfolg, messbarem Erfolg. Wenn alle um dich herum nach mehr streben, mehr Follower, mehr Seitenaufrufe, mehr Sichtbarkeit, dann tun eigener Ehrgeiz und die ewige Suche nach Anerkennung ihr übriges.

Dabei war meine Beziehung zur Blogosphäre von Beginn an eine leidenschaftliche Hassliebe – ich schrieb über die Überästhetisierung der Blogosphäre, über achtsames bloggen und Blog-Blockaden. Ich suchte Auswege, meinen eigenen Weg und fiel doch immer wieder zurück in den Mainstream. Ganz freimachen konnte ich mich nie von der um mich herum tobenden Welle des „Blog als Business“, auf der alles zu surfen schien, das in meinem Facebook-Feed auftauchte. Also schwamm ich immer wieder mit, zumindest in dem Maße, in dem das seit der Umwandlung von hello mrs eve in einen nachhaltigen Interior Design Blog überhaupt noch möglich war. Und was es da alles zu beachten gab, war umfangreicher, als manche Stellenausschreibung: SEO, Blog-Nischen-Suche, Pinterest, Instagram, Facebook, Statistiken, Interviews, Anfragen, Kooperationen, Magazine, Videos, Snapchat, Instastories, Technik, Netzwerken. Es war so viel. Ich war so müde. Ich war nicht die einzige, die so müde war. Trotzdem trabt man weiter, schließlich bloggt man nicht im Vakuum, man schaut nach rechts und links und der Wunsch, es mindestens genauso gut zu machen, ist ein ewiger Gegner.

Im Sommer hatte ich für ein paar Wochen den digitalen detox gewagt und so sehr davon profitiert. Aber eine Erkältung brachte den ehemaligen online-Junkie wieder back on track: Die Langweile war groß, das alte Verhaltensmuster zu eingefahren und der Klick zu den Social Media Kanälen zu leicht. Es dauerte nur wenige Tage und schon hing ich wieder am Tropf meiner digitalen Identität – schneller als man das Wort „Blog“ buchstabieren kann.

Letztes Wochenende dann ein Weckruf: Der Artikel von Maike, in dem sie über die Schattenseiten des Bloggens schrieb. Ich fand mich in vielen Punkten wieder, ich fand mich ebenfalls im Kommentar von Tobias auf meiner blog facebook page wieder, in dem er zugab, dass er manchmal nicht einmal mehr ein Essen mit seinem Liebsten in Ruhe genießen könne – ohne Fotos zu machen, bis alles kalt ist. Und immer lauter wurde die Frage in mir: macht bloggen glücklich?

Als ich am Sonntag einen Text für meine Philosphievorlesung vorbereiten sollte, ertappte ich mich dabei, wie ich immer wieder genervt ein paar Seiten vorblätterte – wie lange musste ich mich noch da durch quälen? Dabei hatte ich nicht einmal etwas KONKRETES anderes vor, wie mir plötzlich aufging. Da war nur dieses diffuse Gefühl, noch irgendetwas posten zu müssen, einen Beitrag zu verfassen, irgendwie mit meinen Followern Kontakt aufzunehmen, ein Lebenszeichen von mir zu geben, den Interaktionsstatistiken und Algorithmen Futter zu geben. Und mir wurde die Absurdität dieser inneren Getriebenheit bewusst, die mich davon abhielt, mich mit Hingabe dem Text von Hannah Arendt zu widmen, der auf meinen Knien lag und auf den ich mich eigentlich schon seit Beginn der Vorlesung gefreut hatte.

Also verwarf ich meinen Blog-Drang. Ich machte eine Tee-Pause, weil der Text a) lang und b) anstrengend war. Beides ist man als Vertreterin der Generation Internet ja kaum noch gewohnt. Ich machte also eine WIRKLICHE Pause, ohne Computer, Smartphone usw. Ich trank meine Tasse aus, legte ein kurzes Power-Nap ein und las danach weiter. Mein Textmarker und ich wühlten uns durch die Seiten, vergaßen ein bißchen, dass es da draußen irgendwo eine Welt gab, deren digitales Grundrauschen ohrenbetäubend laut durch unseren Alltag dröhnte. Wir waren allein, allein mit Hannah, gegenwärtig in diesem Moment. Am Ende des Nachmittags hatte ich nichts anderes getan, als gelesen. Nur eine Sache hatte meine Aufmerksamkeit bekommen und es war für mich ein Hochgenuss. Ein Erfolgserlebnis. Absurd? Ja vielleicht, aber auch verdammt nötig.

Denn das habe ich als wertvollstes Learning seit langem aus diesem Podcast über den digitalen burnout mitgenommen:

Glück entsteht dann, wenn wir unterbrechungsfrei an einer Sache von Anfang bis Ende arbeiten.

Informatiker und Medienwissenschaftler Alexander Markowetz erklärt in diesem Beitrag, dass wir nur bei Tätigkeiten, die wir am Stück ausüben, Flow-Erlebnisse haben können – ein Gefühl des Aufgehens im Tätig-sein, das uns Zufriedenheit und Glück beschert. Die permanenten Unterbrechungen, die das Internet bereithält, sorgen für schlechte Stimmung und das Gefühl, nie wirklich etwas zu schaffen. Blogger, so scheint es mir, sind per se besonders gefährdet für einen digitalen burnout.

Mein Blog-Ziel für hello mrs eve für 2017 ist deshalb: mich an meinem Zweitblog thirtyplus orientieren. Denn den führe ich ganz ohne Druck. Wenn ich etwas zu sagen habe, sage ich es. Wenn nicht, sage ich nichts. Auch mal zwei Monate lang. Vielleicht liegt’s daran, dass er nie als Lifestyle-Blog konzipiert war, dass ich wenige Blogs in dieser Sparte kenne, mich nicht vergleiche, sondern einfach nur zu Wort melde, wenn ich das Gefühl habe, eine wichtige Botschaft zu haben.

So möchte ich es zukünftig auch mit hello mrs eve handhaben. Ich möchte unterbrechungsfrei lesen, Zeit mit der Familie verbringen, an meinen Texten und Gedichten arbeiten. Zugegen, in mir ist dabei die Angst, ich könne „etwas verpassen“, ich könnte den Anschluss verlieren und irgendwie in der Bedeutunglosigkeit verschwinden, aber ehrlich gesagt: Dann sei es so. An der Uni habe ich gelernt, wieder tiefer in Themen einzutauchen, nicht nur an der Oberfläche zu kratzen. Ich möche Zeit haben für diese Tiefe. Ich möchte hinabtauchen, mit Ruhe, in das tiefe, dunkle Blau. Wenn ich dabei Schätze finde, teile ich sie mit euch, hier oder auf thirtyplus. Ab jetzt möchte ich, blogtechnisch gesehen, eine Perlentaucherin sein. Macht euch also keine Sorgen, wenn ich mal einige Zeit stiller bin, als ihr es von mir gewohnt seid. Ich bin dann nur irgendwo in einem sattblauen Ozean.

Das hier ist nur meine Wahrheit. Ich bin neugierig auf eure! Macht euch das Bloggen glücklich? Habt ihr bemerkt, dass die vielen Unterbrechungen und die 24-h-Verfügbarkeit des Internets euch manchmal stressen? Oder genießt ihr einfach das hohe Tempo der Blogosphäre und haltet eure Nase in den Wind? Erzählt mir davon – wenn ihr Lust habt 🙂

43 Comments

  1. Fräulein Julia says:

    „Da war nur dieses diffuse Gefühl, noch irgendetwas posten zu müssen, einen Beitrag zu verfassen, irgendwie mit meinen Followern Kontakt aufzunehmen, ein Lebenszeichen von mir zu geben, den Interaktionsstatistiken und Algorithmen Futter zu geben.“
    Wie wahr! Dabei dachte ich immer, dass ich in meinem Alter – immerhin über 30 – vor diesen Dingen gefeit sei. Aber weit gefehlt: Auch ich habe den Drang, mindestens einmal am Tag etwas zu posten, wo auch immer. Obwohl es gar nicht so viel bringt, denn das Netz ist weit und Facebook sehr gut darin, Posts im Nichts verschwinden zu lassen. Auch ich denke gerade über eine andere Ausrichtung meines Blogs nach – keine leichte Sache.

    1. kea kea says:

      Liebe Julia, Danke für deinen Kommentar! Ja, es scheint so: Alter schützt vor Blog-Erfolsgdruck nicht. Ich wünsche uns, dass wir für das nächste Jahr eine Richtung für unsere Blogs finden, mit der wir uns von dem Wunsch nach Anerkennung ein bißchen lösen können – dass wir uns freischwimmen, freischreiben. Egal, wer es liest. Um der puren Lust am Schreiben willen 🙂 Ich glaube, dass wir das können! Liebe Grüße zu dir!

  2. Jean Parker says:

    Hallo Kea,

    mich macht das Bloggen und das ganze Drumherum wirklich glücklich. Ich habe meine Nische gefunden, dort fühle ich mich wohl. Da ich über Bücher und Autorenkram bloggen, kann ich mir einfach die nötige Zeit nehmen ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, dass ich etwas verpasse, schließlich arbeite ich während des Lesens auch an meinem Blog.
    Ich nehme mir aber auch ganz bewusst mal ein paar Minuten und setz mich in meinen Sessel, trinke einen Tee und schließe die Augen. Wenn es mir zu viel wird und ich merke, dass es mich stresst, dann schalte ich den Laptop aus und verziehe mich in mein Bett oder auf meinen Sessel und nehme mir Zeit nur für mich. Manchmal backe ich auch, wenn ich Lust dazu habe.
    Aktuell stecke ich einfach voller Elan, denn die geplante Selbstständigkeit rückt immer näher und wird immer konkreter und irgendwie ist der Blog ein Teil davon, ein wichtiger sogar. Aber ich werde mit dem Bloggen aufhören, wenn es keinen Spaß mehr macht oder mir zumindest eine Pause gönnen, um wieder zu mir zu finden.
    Durch das Bloggen habe ich schon viele tolle Menschen, auch dich, kennenlernen dürfen und darüber bin ich mehr als glücklich. Irgendwie finde ich nicht das richtige Wort dafür. Ich habe keine Freunde mehr, schon lange nicht… und durch das Bloggen habe ich ein wenig das Gefühl mich mit jemanden auseinandersetzen zu können. Vielleicht entwickeln sich daraus ja mal so richtige Freundschaften in denen man sich auf einen Kaffee trifft, schnackt und zusammen Spaß hat. Ich lasse es einfach auf mich zukommen.

    Ich kann aber auch dich verstehen. Es ist schwer nicht von diesem Strudel eingesaugt zu werden und irgendwo eine Linie zu ziehen, denn irgendwo möchte man beidem gerecht werden. Der Familie und der Freizeit, aber auch den Blog. Ich drück dir ganz dolle die Daumen und denke an dich.

    Liebe Grüße
    Jean

    1. kea kea says:

      Meine Liebe, Danke für deine offenen und liebevollen Worte ♥♥♥! Ich freue mich sehr mit dir, dass du das Bloggen für dich so gut nutzen kannst und eben aber auch Grenzen setzt, wenn du merkst, dass es zu viel wird! Und ich stimme dir zu – wenn ich an die positiven Seiten des Bloggens denke, dann auch immer an die vielen Kontakte und Freundschaften, die dadurch entstanden sind. Das Schöne ist: Die bleiben uns ja. Für diese Menschen müssen wir keine Content-Maschinen sein, da reichen wir bereits so, wie wir sind 🙂 Ich drücke dir ganz ganz fest die Daumen für einen erfolgreichen Start in deine Selbstständigkeit! Und dafür, dass du dich dann auch weiterhin nicht von Statistiken und dem Vergleich mit anderen Blogs verrückt machen lässt, sondern einfach dein eigenes Ding machst. Damit bist du auch ein Vorbild für alle, die in der Blogosphäre manchmal unterzugehen drohen. Liebe Grüße zu dir! Kea

  3. Jenni says:

    Liebe Kea,

    wie zum Teufel schaffst du es, meine Empfindungen so gut zu verbalisieren? Ich kann dem absolut nichts mehr hinzufügen, ganz ehrlich, und stimme dir vollkommen zu.
    Ich habe ebenfalls an mir beobachtet, dass ich auch in diese Maschinerie der Produktion, der ununterbrochenen Online-Existenz geraten bin und das gefällt mir ganz und gar nicht. Ich liebe das Bloggen und Kreativsein, aber du weißt ja, wie das so ist mit mir und der Perfektion – und genau die ist hier brandgefährlich.
    Diese Unfähigkeit der langfristigen Konzentration macht sich manchmal (und mehr als ich möchte) auch bei mir breit und das macht mir Sorgen. Ich, die doch eigentlich im Buch aufgeht und durch neue Gedanken aufgesogen wird, kann man manchmal nicht richtig konzentrieren, klicke stupide hin und her und frage mich, was ich hier eigentlich mache.
    Es ist ein großer und wichtiger Vorsatz von mir, ebenfalls im neuen Jahr daran zu arbeiten. Und ich kenne mich: Nichts wird mehr helfen als ein konkreter Plan, ein Zeitplan, so blöd das auch klingt, um das Gleichgewicht wiederzuerlangen, die Ruhe wiederzufinden, die notwendig ist für das Genießen guter Literatur und das Pflegen der eigenen Kreativität.

    Ich bin überzeugt, die Leser*innen werden uns auch dann mögen, wenn wir ruhiger treten und dafür bessere Inhalte liefern. Wahrscheinlich sogar noch mehr. 🙂

    Liebe Kea, ich wünsche dir, dass du deine Vorsätze umsetzen kannst und dass dich das Bloggen glücklich machen wird. Ganz, ganz doll wünsche ich dir das. Und ich bin zuversichtlich, dass es so kommen wird. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    1. kea kea says:

      Meine liebe Jenni, Danke für diesen tollen Kommentar! Es tut gut, zu wissen, dass ich nicht alleine bin mit dieser Erkenntnis. Die von dir beschriebene „Maschinerie der Produktion der ununterbrochenen Online-Existenz“ ist wirklich für Perfektionistinnen besonders gefährlich, da gebe ich dir absolut recht! Vor allem, weil man sich ständig vergleicht, das ist einfach Gift für Menschen, die es immer so gut wie irgend möglich machen wollen – denn da draußen sind immer so viele, die es noch besser machen. Das ständige Vergleichen erstickt dann irgendwann jede Freude im Keim. Deine Idee mit dem Zeitplan klingt gut! Ich versuche es jetzt erst mal mit dem reinen Lust-und-Kraft-Prinzip. Aber auch das hat seine Tücken, wie vielleicht auch ein Zeitplan – denn hält sich unser Gewissen dann dran? Gestern zum Beispiel war ich den ganzen Tag unterwegs, von Termin zu Termin. So kam ich nicht dazu, eure lieben Kommis direkt zu beantworten und, zack, hatte ich ein schlechtes Gefühl. „Was, wenn die Leute denken, ihre Kommentare sind nicht wichtig für dich? Was, wenn neue Leute jetzt auf deinen Blog gucken und denken, ach, die antwortet ja gar nicht.“ usw usw usw. Fürchterlich! Von entspanntem Tauchen weit entfernt. Witziger Weise hab ich gerade so viel Highspeed Volumen mit meinem Smartphone verbraucht, dass ich jetzt unterwegs quasi kein Netz mehr habe. Fb lädt zum Bsp. 5 Minuten lang. Erst ab Weihnachten wird es wieder schneller, wenn ich nicht update und weißte was? Ich lass es so 😀 Weil ich gerade merke: Ich brauche auch ein bißchen Zwang von außen, um mich an das neue, nicht mehr andauernd online verfügbare Ich zu gewöhnen. Liebe Jenni, lass es uns 2017 schaffen, eine gute Balance zwischen on- und offline zu finden. Vielleicht haben wir einfach gegenseitig ein wenig ein Auge aufeinander? 🙂 Und, Ja! Wir schaffen das! Liebste Grüße, Kea

  4. Sammy says:

    Liebe Kea,

    du weißt ja, dein Blog ist der einzige, den ich lese 😉 Und das liegt daran, dass du außer Konkurrenz bist, weil hier eben nicht das übliche Deko-Bla-Bla vom Stapel gelassen wird wie zum Beispiel auf meinem Blog ;))) Denke also bloß nicht, dass dein Blog nicht mit anderen mithalten könnte, das Gegenteil ist der Fall! Ich sehe es genau wie du, man muss nicht immer was sagen, wenn es eben nichts zu sagen gibt! Und ich kenne genau wie du und meine Vorschreiberin Jenni dieses Gefühl, dass man noch „irgendwas“ von sich geben muss, um die Statistik zu füttern und noch schlimmer: dieses stupide Herumgeklicke, das tausendfache Aktualisieren der Mails und Social Media Accounts… wie bekloppt ist das bloß??? Was für eine verschwendete Lebenszeit! Jedenfalls: seitdem ich meine kleine Tochter habe, oder eigentlich schon seit meiner Schwangerschaft, haben sich bei mir ganz deutlich die Wichtigkeiten verschoben. Es ist mir seitdem im Grunde vollkommen egal, wie selten ich zum Bloggen komme und ob dadurch die Statistiken schlechter werden. Oder genauer gesagt, weiß ich sogar, dass die Statistiken sowohl auf Instagram als auch auf dem Blog abbauen, aber es interessiert mich nicht mehr 😉 Pechsache. Das ist ein ziemlich entspannendes Gefühl, so hätte es immer schon sein sollen – aber besser man erkennt es spät als nie ;))

    1. majavonschwartzenberg.com says:

      Sammy! Wie witzig! Wir haben offensichtlich gerade beide gleichzeitig zum Muttithema geschrieben. Die Kinder sind wohl im Bett was 😀
      Im unvergleichlichen Kea-Blog gebe ich Dir vollkommen Recht!

      Deinen muss ich mir dennoch jetzt sofort anschauen! Großer Umzug ins richtig eigene Nest am Waldrand steht nämlich bevor und da kommt mir ein „Deko-Bla-Bla“ Blog gerade ganz zum richtigen Moment! Großartig! Wieder etwas entdeckt!

      1. Sammy says:

        ;))) Na, vielleicht ist ja bei meinem Deko-Bla-Bla was für dich dabei! Ja, genau, Kind im Bett wie bei dir 😉 Oh, ein großer Umzug ins eigene Nest – das klingt mega! Da wünsche ich euch ganz viel Glück und Freude dabei!!!

    2. kea kea says:

      Liebe Sammy, awwwwh, so liebe Worte zu meinem Blog, ich fühle ich geehrt! Danke!!! ♥♥♥ Und ich kann nur nicken: „dieses stupide Herumgeklicke, das tausendfache Aktualisieren der Mails und Social Media Accounts… wie bekloppt ist das bloß??? Was für eine verschwendete Lebenszeit!“ ABSOLUT. Dem ist nichts hinzuzufügen. Es ist einfach nur Irrsinn. Ich will wirklich versuchen, künftig gezielt nur wenige, wichtige Dinge zu tun, wenn ich online gehe. Und nicht mehr von Pontius zu Pilatus zu klicken, bis man gar nicht mehr weiß, was man eigentlich wollte. Du schreibst, dass du jetzt in Kauf nimmst, dass deine Statistiken schlechter werden und weißt du was? Das ist der Schlüssel. Anders geht es nicht. Das muss man hinnehmen, anders bleibt man ewig in dieser Mühle hängen. Vielleicht lösche ich das Statistik-Tool ganz? Wäre konsequent. Ohja, dein süßes Töchterlein, das glaube ich sofort, dass sie dich ins Leben 1.0 zieht und alles, was online so vor sich geht, plötzlich ziemlich unwichtig wird. Ich kann das gut verstehen, weil ich mir nicht selten wünsche, dieser Erfahrung auch machen zu können, leider ist es mir aus diversen Gründen gerade nicht vergönnt. Genieße sie umso mehr, die Zeit mit deiner Maus, die so viel wertvollere Erinnerungen bringt, als alle Momente vor dem Computer es jemals könnten! Liebe Grüße zu euch! Kea

      1. majavonschwartzenberg.com says:

        Es ist so faszinierend, Kea wie Du den Puls der Zeit triffst! Der Leitartikel vom Deutschen Ärzteblatt ist diese Woche Internetsucht, im Besonderen auch die sozialen Netzwerke. Da bekommt Irrsinn nochmal eine viel tiefere und erschreckende Bedeutung. Eyeyey Du bringst mich wirklich mal wieder ins tagelange Grübeln. So ein guter Blogpost!

        1. kea kea says:

          Oh, wirklich? Gibt es den irgendwo zu lesen? Habe eben dort diesen Artikel zum Online-Verhalten Jugendlicher gefunden – meinst du den? http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/71611 Im Durchschnitt sind Teenager 3,4 Stunden am Tag online. Wahnsinn, oder? Was für eine Menge Lebenszeit. Und ich war da in der letzten Zeit sicher nicht besser! Aber ich bin unendlich froh, mich auf eine Jugend rückbesinnen zu können, in der ich nicht mal wusste, was online heißt 😉

  5. majavonschwartzenberg.com says:

    Kea, wie schön, dass Du Dich so reflektierst, uns daran teilhaben lässt und v.a. ermunterst uns mit Dir auszutauschen! Danke dafür!

    Ich blogge seit geraumer Zeit und lese viele Blogs, u.a. natürlich Dich 😉 du ehemals in Berlin, meine Nachbarin Ani empfahl Dich, ihr Zimmer, in dem ich auch den ein oder anderen Tee trank, war in einem Contest bei Dir dabei, Hauptstadtmädchen usw. usw.. Wirklich einiges habe ich hier zu Beginn recherchiert/gelernt und darüber nachgedacht. Du regst mich einfach oft zum Nachdenken an.
    So z.B.: Ich weiß noch, wie ich vor vielen Monaten hier bei Dir so in etwa folgendes laß …ich fotografiere für einen Blogpost xy Bilder (es erschienen mir so uuuunendlich viele) und dann arbeite ich an denen nochmal etwa einen halben Tag. Und natürlich es waren absolut perfekte Bilder, verzaubernd, atemberaubend und ich dachte mir, wow, waaaas??, krass, dass muss ihr echt Spaß machen. Aber ähhh, ich kann das für mich nicht so perfekt, nein, es geht nicht. Dann habe ich nochmal darüber nachgedacht, mich gefragt, ob ich das überhaupt muss (darüber habe ich tatsächlich immer wiede rnachgedacht im stillen Kämmerlein).

    Für mich ist mein Blog in meiner Elternzeit mit zwei Kleinkindern erstmalig wieder etwas richtig erfüllendes „Eigenes“. Wo ich natürlich auch gebe, wo ich aber v.a. für mich selbst hinbruddel. Eine Sache, in der ich mich – einfach durch eine völlig andere Lebensphase bedingt – endlich wieder für ein bis zwei Stunden konzentriere. Mit Kindern ist es nämlich wirklich unmöglich, sich zwei Stunden auf eine Sache zu konzentrieren, geschweige denn einen Tee auszutrinken, bevor er kalt geworden ist. Ein bis zwei Stunden, länger kann ich mir gar keine Zeit für einen Blogpost nehmen. Wenn es für eine aufwendigere Recherche mal drei Stunden sind, ist das mein Highlight 😀 Und diese ein bis zwei Stunden erfüllen mich so sehr, dass ich meinen Blog wirklich wahnsinnig vermisse, wenn ich durch Kinderkrankheiten/Serverumzüge/Werkstatttermine/Alltagsorganisationsmist davon für längere Zeit abgehalten bin.

    Wenn ich über Deinen Post jetzt wieder nachdenke, danke ich Dir einfach dafür, dass Du Deine Gedanken aufschreibst. So weiß ich, dass es sich ungewollt in eine Richtung entwickeln kann, dass man trotz Willen und positivstem Vorhaben nicht unbedingt gefeit ist und dass es vielleicht gar nicht so schlimm ist, dass ich es bisher zu keinem Bloggertreffen/Messe/Stelldichein geschafft habe 😉 Kinder sind ein ganz gewaltiger Anker, der so ziemlich alles relativiert. Schwulstig was? Stimmt in meinem Fall aber. Na Kea, dann setze ich mal alles daran, dass das so bleibt und wünsche Dir v.a. Deinen für Dich wohligsten und inspirierendsten Weg! Juchey auf 2017!

    1. kea kea says:

      Hallo liebe Maja, Danke für deine lieben Worte! Ich freu mich immer sehr, zu lesen, dass meine Worte bei euch etwas auslösen, euch beschäftigen. Schön auch, diese Perspektive zu lesen: der Blog als Kraftort und nicht als Krafträuber. So herum wäre es mir auch viel lieber und ich hoffe, ich schaffe es, mir meine Blogwelt ebenso umzubauen. Ich bin jedenfalls wild entschlossen, es zu versuchen und lasse dabei, in Ermangelung von der erdenden Erfahrung, Mama zu sein, meine Freude und Begeisterung meine Kompassnadeln sein. Messen besuche ich, wenn ich Lust habe, aus Neugier – und nicht mehr, weil man es eben tun muss, weil alle anderen es auch tun. Denn genau, wie du schreibst, die Wichtigkeit solcher Ereignisse sind sehr relativ. Und man sollte, wie doch eigentlich bei allem im Leben, die Dinge tun, die man genießt und nicht einer Blogger-Industrie hinterherhecheln, die einem ständig das Gefühl gibt, halb abgehängt zu sein. Das Leben ist kurz, ich meine, wirklich kurz, mir wurde das neulich beim Spaziergang über den Friedhof wieder so klar: Jeder Morgen, an dem wir aufwachen, ist ein Geschenk. Es gibt so viel Schönes zu sehen und zu erleben, die Stunden vorm flimmernden Bildschirm aber verschwimmen irgendwann zu einer grauen Masse, in der man ganze Jahre verlieren kann. Also wünsche ich dir weiterhin so viel Freude und Energie beim Bloggen, wie bisher, bewahr dir diese Unbekümmertheit! Auf ein buntes und lebendiges 2017! Kea

  6. Lydia says:

    Es gibt so wenig, was man wirklich muss. Ich kenne auch beides: den Druck der Kommerzialisierung von Blogs und auch die Klick-Sucht. Letztlich geht es immer darum, nicht den ausgetretenen Wegen zu folgen, sondern den eigenen Weg zu finden. Und immer darauf zu achten, dass es einem gut geht bei all dem. Wie sagte Richard Branson: „Ich bin nicht glücklich, weil ich erfolgreich bin. Ich bin erfolgreich, weil ich glücklich bin.“ Liebe Grüße.

    1. kea kea says:

      Hach, Lydia, das habt ihr aber schön gesagt, Branson und Du. Danke! ♥ Erinnert daran, dass wir wirklich viel weniger müssen, als wir manchmal denken. Danke für diesen reminder & liebe Grüße zu dir!

  7. Dana | hello danane says:

    Richtig so!
    Ich weiss manchmal gar nicht wie das die Anderen machen. Immer up to date. Hier Snapchat, dort ein Bild und hier ein Beitrag. Puh.
    Ich handhabe es seit längerer Zeit wie du. Ich blogge wenn ich etwas zu sagen oder zu zeigen habe. Ansonsten wird einfach nicht in die Tasten gehauen. Es gibt bei mir keinerlei Redaktionsplan.
    Ich lasse mich meistens von einer Woge erfassen die mich dazu bringt zu schreiben. Diese Leidenschaft die ich in mir spüre und weiss ich muss jetzt unbedingt in die Tasten hauen.
    Und ja, ich kenne diese Flow-Gefühl wenn ich durchgehend an einer Sache sitze. Ein sehr schönes Gefühl.

    Liebste Grüße

    1. kea kea says:

      Danke dir, liebe Dana! Rückenwind tut gut – in den letzten Wochen hatte ich oft das Gefühl, alle reiten auf Erfolsgwellen und ich dümpele so vor mich hin… Aber vielleicht macht dümpeln einfach mehr Spaß. Ich lebe ja nicht, um zu bloggen, ich blogge höchstens hier und da über mein Leben. Das war bei mir irgendwie in die Schieflage geraten. Also lass uns die Teetassen heben auf mehr sanfte Inspirations-Wogen, Flow-Momente und die Kunst, Statistiken Statistiken sein zu lassen. Liebste Grüße zu dir!

  8. Nadine – breukesselchen says:

    Ach, meine liebe Kea! <3
    Ersteinmal eine dicke Umarmung an dich und deine offenen Worte. Du Seelenverwandte! <3
    Ich habe mich schon gefragt, wann dieser Schritt bei dir kommen würde?! Denn dein Streben nach einem Leben, welches jetzt mit deinen eigenen Veränderungen einhergeht, ist stark. Und das ist auch gut so, meine Liebe! Du bist einzigartig und so ist auch dein Blog! Die Prioritäten im Leben verschieben sich und so spiegelt es sich bei wirklich authentischen Personen auch wieder. Hello-Mrs-Eve ist die starke Frau hinter den Texten, die sich traut, mit Veränderungen offen umzugehen, die auch eine sensible Seele hat und deren Worte unsere Herzen berühren! Und das liebe ich so sehr an dir und deinem Blog!
    Unsere Gespräche auf der Blogst und der Inhalt der Präsentationen hatte auch mich tiefer ins Grübeln versetzt und mich darin bestätigt, dass ich im Grunde mit meinem kleinen Blogweg doch gar nicht so falsch liege.

    Denn bloggen unter ständigem Performancedruck kann nicht glücklich machen. Nicht, wenn wir uns im Kreis drehen und denken, jetzt muss hier und da was gepostet werden, damit SEO oder sonst so ein Kram uns wahrnimmt. Glücklich sein wird durch Dinge bestimmt, die wir mit Freude und Liebe machen. Wo wir Erfolge erkennen und unseren Zielen vertrauen können. Wo wir an dem Entstehungsprozess schon Freude verspüren. Wenn der Text nur so flutscht und wir in uns Hineinschmunzeln und bei unseren Fotos zum Post verzückt sind.

    Klar, ein wenig Last-minute-Druck kann nie schaden, aber wenn daraus ein ewiges Gedankenkarussell im Kopf wird, dass ständig nach Möglichkeiten für Beiträge etc. sucht, kann es das definitiv nicht sein. Wenn der Blick nach links und rechts weh tut und ein schlechtes Gewissen bereitet.
    Mir hat meine Blogpause gut getan, auch wenn ich es nie wirklich verstehen wollte und sie mich innerlich auch gestresst hat. Hach, eigentlich wollte ich genau jetzt einen Post zum Wiedereinstieg schreiben. Und mein Fokus darin wäre das Vertrauen in sich selbst wiederzufinden. Denn das ist irgendwie blogmässig bei mir auf der Strecke im Sommer stecken geblieben. Überhaupt Selbstvertrauen wird viel zu wenig im Bloggen ausgelebt. Auch bei mir.

    Ich freue mich schon auf deine sprudelnden Texte, die uns dann halt in größeren Abständen beflügeln werden. Denn ich weiss, in dir liegt so viel und mit der richtigen Mischung aus Ruhe und in-sich-gehen – da kommen die Schätze hervor. 😀
    Und mit den Followern ist es wie im wahren Leben. Die echten Freunde werden immer an deiner Seite bleiben und dich bei deinen Veränderungen begleiten. Und das sind die wirklich wahren Leser, die wir mit unseren Blogs erreichen möchten.

    Alles Liebe und genieße die Weihnachtszeit nun in vollen Zügen!
    Lass uns das neue Jahr mit einem neuen Fokus und mit Freude starten!
    Ich bin immer bei dir dabei! Lass uns wieder das Glück in uns spüren und in vollen Zügen genießen!
    Deine Nadine <3

    1. kea kea says:

      Oh Nadine, so so schöne Worte! Ich danke dir! Sie berühren mich sehr und ich bin sicher, viele andere Leserinnen auch. „Denn bloggen unter ständigem Performancedruck kann nicht glücklich machen.“ Ja, verdammt noch mal, genau das – der Performancedruck. Dieses Wort trifft es auf den Punkt. Es ist das Gegenteil von dem von dir beschriebenen begeisterten Entstehungsprozess, es killt Kreativität und hinterlässt ein beklemmendes Gefühl in der Brust. Du schreibst, es gibt wenig Selbst-Bewusstsein in der Blogosphäre… das macht mich nachdenklich, ich stimme zu. Und ich glaube, es ist auch so schwer, bei sich zu bleiben, nach Innen zu schauen, wenn jeden Tag so viele neue Blogs dazu kommen und die „Szene“ schon so überfüllt ist. Unser Besuch bei der blogst hat mich diesbezüglich ja wirklich auch richtig unter Druck gesetzt, mithalten zu müssen. Ständig schreibt beim Verfassen von Beiträgen die Angst mit, es könne nicht gut genug sein. Weil man eben immer auf die Zahlen schielt, weil man sieht, wie andere Accounts in den Social Media Kanälen wachsen, während man selbst nur mühsam vorwärts kommt. Aber deine Erinnerung an meine wahren Leserinnen, an euch, die mich schon monate- ja, sogar jahrelang begleitet, die kommt gerade genau richtig! Euch habe ich übers Schreiben kennengelernt, der Austausch mit euch ist sooo wertvoll. Bloggen, einfach wieder als ein Raum, um Menschen zu begegnen und sich gegenseitig zu bereichern – statt eine Werbeplattform zu sein, statt auf Business zu setzen. Für mich ist es wohl der einzige Weg, mit dem ich auf Dauer glücklich bin. Das mag für andere ganz anders sein, aber mir tut diese Rückbesinnung sehr gut. Fühl dich umärmelt, meine Liebe! Danke, dass es dich gibt!

  9. Susanne says:

    Liebe Kea,
    du schreibst einfach so wunderbar, direkt von deinem Herzen in das meine! Wenn du jetzt neben mir ständest, dann würde ich dich umarmen. Jetzt bekommst du einfach eine virtuelle und hoffe, du spürst es. 😉 Ich liebe deinen Blog, deine Sprache. Und ich schaue immer wieder gerne vorbei, weil du echt bist und deine Texte echt sind. Mir ist es egal, wie oft oder wie selten du schreibst. Ich lese gerne hier und bin dir dankbar, dass du alles so ehrlich auf den Punkt bringst. Ich blogge gerne und bin froh, dass ich mir hier keinen Stress mache. Vielleicht ist es auch schwieriger, je bekannter ein Blog ist. Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass es dir gut geht, du es dir selbst gut gehen lässt und alles, was dich sonst so glücklich macht. 😉
    Alles Liebe,
    Susanne

    1. kea kea says:

      Liebe Susanne, jaaa, ich spüre sie und sie tut gut! Ich danke dir und gebe sie gern zurück! ♥ Ich freue mich von Herzen, wenn meine Beiträge dich berühren können! Dafür schreibe ich. Danke für die Rückmeldung, dass die Frequenz für euch nicht so wichtig ist, das entspannt und beruhigt mich und gibt mir den Mut, mein Perlentaucherinnen-Dasein mit dem guten Gefühl zu beginnen, dass die, die wichtig sind, mir bleiben. Ihr seid wirklich wunderbar! Liebe Grüße zu dir, hab einen schönen und entspannten Tag! Kea

  10. Debby says:

    Liebe Kea,
    ein wunderbarer Text – danke dir dafür! Dieser Druck ist manchmal sehr stark – und es ist schwierig dem zu entkommen. Überall schwirren Texte rum, was man noch alles sollte und könnte und optimieren da, besser machen da…. Da sind solche Texte wie deine, sehr erfrischend – danke. Da hab ich jetzt nicht das Gefühl, dass noch etwas mehr auf meine „Sollte-ich-wohl-auch-noch-machen-Liste“ kommt… Naja – ausser mal Pause zu machen und das Leben 1.0 geniessen. Danke =)
    Hab eine wunderbare Adventszeit mit möglichst wenig Stress =)
    Lg Debby

    1. kea kea says:

      Liebe Debby, vielen Dank, wie schön, dass dieser Beitrag dich aufatmen lässt. Ich hoffe doch, dass der Wunsch nach mehr Leben 1.0 kein lästiges extra to-do ist, sondern wirklich Inspiration und Grund zur Freude 🙂 Es ist schön, zu sehen, dass doch ziemlich viele Bloggerinnen von dem ewigen mehr-mehr-mehr genug haben. Vielleicht gibt es 2017 ja einen neuen, dieses Mal entspannenden Trend hin zu mehr Ruhe und Besonnenheit? Ich wünsche es uns! Liebe Grüße! Kea

  11. Tabea says:

    Was du da im ersten Absatz über deine vergangene Bloggerzeit schreibst, klingt echt alles andere als schön. Aber leider leider leider scheinen ja immer mehr Leute dem Druck zu erliegen, „professionell“ bloggen zu wollen/müssen. Alles muss perfekt sein, vermarktet werden und viiiele Besucher anlocken-…
    Da bin ich echt froh, dass ich eher wenig Ansprüche an mich stelle und mit dem Blog nur meiner Familie und meinen Reallife-Freunden eine Freude machen will und es einfach liebe, meine Gedanken in Form von Text zu ordnen und festzuhalten. Dass die Fotos bescheiden aussehen und ich wenige Leser habe, ist mir da völlig gleich.

    Social Media scheint für viele echt ein Fluch und Segen gleichzeitig zu sein. Ich selbst halte mich ja schon immer von Facebook und Instagram fern und nutze nur Twitter ein wenig und komme damit gut klar – so nimmt das alles keine Überhand und stresst mich nicht.

    Dass du dir die Frage stellen „musstest“, ob dich dich und andere dieses Hobby überhaupt glücklich macht, finde ich sehr traurig. Ich glaube nämlich, dass das Bloggen sehr wohl glücklich macht, wenn man das alles nicht zu ernst nimmt. Wir würden wohl alle so viel vermissen, wenn wir einfach aufhören würden, Texte und Fotos hochzuladen, oder?

    Also ich habe oft Phasen, wo ich den Blog Blog sein lasse und das Leben genieße. (Oder für die Schule pauke ohne Ablenkung)
    Deine Pläne für die Zukunft gefallen mir – denn wenn du damit glücklicher wirst, ist das wichtigste sicher gestellt!

    Liebe Grüße

    1. kea kea says:

      Liebe Tabea – Danke für deine Rückmeldung und meine ehrliche Bewunderung dafür, dass du dich nie in’s Blogger-Hamsterrad hast hineinziehen lassen. Denn ich glaube auch, dass Bloggen dann wirklich glücklich machen kann, ich seh es ja an meinem Zweitblog, der mich nie so gestresst hat, wie hello mrs eve. Stimmt, der Blog an sich ist nur ein Faktor, Instagram und Facebook sind die noch wesentlich atemloseren Werkzeuge, die mir so oft das Gefühl gegeben habe, es reiche nicht, was ich da mache. Ich denke, ein wesentlicher Punkt ist die Frage, ob man seinen Blog als privates Hobby betrachtet oder als Möglichkeit, irgendwann davon zu leben. Strebt man letzteres an, werden Anforderungen ans Selbst-Marketing natürlich groß. Ich habe auch oft davon geträumt, von meiner Schreiberei einen Teil meines Einkommens zu generieren und hätte ich nicht auf nachhaltiges Interior Design umgestellt, könnte ich das wohl mittlerweile auch. Aber so habe ich mich 2016 in einem merkwürdigen Zwischenreich befunden, irgendwo zwischen Freizeit und Beruf und habe übersehen, dass ich ja bereits zwei Baustellen in meinem Leben habe: Meine Selbstständigkeit als Grafikerin und mein zweites Studium. Einen dritten „Halbtagsjob“ schaffe und will ich nicht. Damit wird dann sämtliches messbare Wachstum im Bereich der Zahlen immer unwichtiger und ich kann mich auf das konzentrieren, was ich liebe: Das Schreiben und den Austausch mit euch 🙂 Auf ein entspanntes nächstes Blogjahr und Danke dir für dein inspirierendes Beispiel! Das tut mir gerade so gut! Liebe Grüße zu dir! Kea

  12. jasmin says:

    Toller Beitrag! Ich habe gerade erst mit dem Bloggen begonnen, weil mir Reisen, Schreiben und Fotografieren großen Spaß bereitet und ich so auf diese Idee kam. Aber ich bin auch noch mit mir am hadern, wie ich dieses neue Hobby, dieses Betätigungsfeld, wirklich so „betreiben“ kann, dass es mir Spaß und Freude bereitet, eine Reichweite hat, dass es Sinn macht (ich will ja auch nicht nur für mich alleine schreiben, dann tuts auch mein Tagebuch), aber trotzdem nicht in einer Abhängigkeit der digitalen Medien under sozialen Netzwerke ausartet.
    Für mich ist es daher spannend zu lesen, wie andere mit diesem vermeindlichen Dilemma umgehen. ich wünsch dir viel Erfolg auf deinem Weg!

    1. kea kea says:

      Vielen lieben Dank, Jasmin! Ich drücke die Daumen, dass du dir die anfängliche Leichtigkeit bewahren kannst und dich nicht einfangen lässt vom höher-schneller-weiter. Klar, so ganz für sich allein zu schreiben, ohne Feedback zu bekommen, das ist sicher auf die Dauer auch nicht das Wahre, aber ich denke mittlerweile, wenn man seinen Blog als Hobby betreibt, dann ist der Austausch mit wenigen, feinen BloggernInnen absolut erfüllend und man muss nicht jeden Tag x neue BesucherInnen auf seinen Blog locken. Die Balance zu finden, ist, wie so oft im Leben, ein Prozess 🙂 Lass dir in jedem Fall die Freude an dem neuen Hobby nicht nehmen, Bloggen kann, auch wenn es in meinem Beitrag oben vielleicht nicht so klang, auch ganz wundervoll sein!

  13. Marion says:

    Wirklich schön, Kea! Ich habe mir genau dasselbe gedacht! Geschrieben wird, wenn mein Herz etwas zu sagen hat. Nicht wenn mein Kopf meint, ich muss.
    Viel Liebe für dich!

    1. kea kea says:

      Ich danke dir, liebe Marion! In diesem Sinne: Auf de Herzens-Sprache! ♥ ♥ ♥

  14. Isabelle von Frau Chefin says:

    Liebe Kea,

    du hast mit deinem Artikel einen Punkt bei mir getroffen, der mich in den vergangenen vier Wochen täglich mehr beschäftigt. Auch ich habe mit dem Bloggen angefangen, weil ich Spaß daran habe, weil ich etwas sagen möchte und damit anderen Menschen helfen möchte. Grundlegend schöne und bereichernde Dinge, die mich glücklich machen. Der Haken – an den ich noch vor einem Jahr nicht dachte – ist, dass der Blog ab einer bestimmten Größe nicht nur grundsätzlich mehr Aufmerksamkeit erfordert, sondern vorallem die vielen Menschen, die ihn lesen. Die eigene, liebe Fangemeinde baut Druck auf.
    Sollte es mal ein paar Tage etwas ruhiger werden, wird man umgehend bestraft mit gekündigten Newsletter-Abonnements, Entfolgen bei Facebook und Twitter und einem Rückgang der Klicks. Man selbst hat da schnell das Gefühl, nicht nur in irgendeiner Form versagt zu haben, sondern noch mehr Stoff liefern zu müssen, um die hart erkämpfte Fangemeinde bei Laune zu halten. Was gerne vergessen wird: So wie du, betreibe ich meinen Blog „Frau Chefin“ als ernstes Hobby neben meinem Vollzeit-Beruf und auch meinem Privatleben. Und solange das so ist, ist es einfach nicht möglich, 24 Stunden präsent zu sein.
    Bloggen macht meiner Meinung nach glücklich, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Dann ist es ein knallhartes Business wie so viele andere auch und das Glück wechselt sich mit der Realität ab, die auch manchmal weh tut.

    Ich finde deine Entscheidung sehr gut und freue mich auf jeden Artikel, den du ohne Druck veröffentlichen wirst.

    Liebe Grüße
    Isabelle

    1. kea kea says:

      Hallo liebe Isabelle, Danke fürs Teilen deiner Erfahrungen! Ich finde es so wichtig, diese Seiten eben auch zu beschreiben und nicht immer nur die Hochglanz-Fassade, die man in den social media Kanälen zu oft vor sich her trägt. Es tut wirklich weh, wenn man so viel Arbeit und Liebe in seinen Blog steckt und dann einige Tage Auszeit sich gleich so stark bemerkbar machen – aber wie Sammy schon gesagt hat: Genau das muss man annehmen lernen, wenn man in seiner Freizeit bloggt und eben kein Business aus seinem Blog herauspressen muss. Und finanziell Messbares herauszupressen, das versuchen gerade so viele und auf mich wirkt es oft sehr atemlos, sehr angestrengt. Und es muss ja nicht sein, vielleicht können wir uns unsere Blogs eben einfach als bereicherndes Geschenk gönnen und müssen sie nicht um jeden Preis optimieren. Ich hab den Eindruck, viele würden dabei eigentlich innerlich aufatmen. Also wünsche ich uns viel freies Atemholen und freue mich immer, dich hier wieder zu begrüßen! Alles Liebe! Kea

  15. Lary says:

    Ich finde diesen Artikel wirklich richtig gut Kea! Mich stresst das sogar sehr häufig muss ich zugeben. Obwohl mein Blog klein ist und ich keine „Fans“ oder sowas habe, denke ich immer ich muss mich melden.
    Die letzte Woche war für mich der Horror weil wir einen Todesfall in der Familie hatten, trotzdem hatte ich das Gefühl ich muss zumindest auf instagram mal schreiben, dass auch dem Blog etc. erst mal nichts mehr passiert.
    Mein Ziel für 2017 ist es mehr Zeit offline zu verbringen und das zu genießen. Nicht alles teilen zu müssen.

    Liebe Grüße.

    1. kea kea says:

      Ohhh, meine Liebe! Bitte fühl dich ganz lieb umarmt von mir, das tut mir so leid für euch! Ich wünsche euch viel Kraft und schicke euch Sonne in die Herzen! Wenn so etwas passiert, erscheint einem die ganze Blogwelt doch so nichtig – ich finde deinen Vorsatz für 2017 sehr gut und würde mich freuen, wenn wir beide das Mehr an offline-Zeit nutzen, uns wiederzusehen! Ich drücke dich!! Kea

  16. Dorina says:

    Ich danke dir für diesen Beitrag, der meine Gefühle bezüglich des Bloggens genau auf den Punkt bringt. Mich hat das Bloggen leider zum Schluss nicht mehr glücklich gemacht. Das Bloggen an sich ist nicht Schuld (das ist es glaube ich nie). Es steht im ständigen Austausch und Abhängigkeit mit dem Rest des Lebens. Bei mir stand das Bloggen in Konkurrenz mit meinem Uniabschluss. Dieses diffuse Gefühl, von dem du schreibst, kenne ich auch. Es hat bei mir unglaublich viel Druck und Stress ausgelöst, sodass ich während meiner Lernphasen mich nicht mehr auf das Lernen konzentrieren konnte, weil ich in Gedanken längst beim geplanten Beitrag für den Blog oder Social Media war. Meine Lösung: Radikaler Cut, Löschung des Blogs.
    Bloggen ist eine vielschichtige Erscheinung, die auch immer ganz stark von einem selbst abhängt. Mein Ziel ist es, irgendwann wieder befreit und mit Spaß zu bloggen, aber dafür muss ich mich selbst auch erstmal gut genug kennenlernen.

    Liebste Grüße
    Dorina

    1. kea kea says:

      Hallo liebe Dorina, Danke für deine Rückmeldung, es freut mich sehr, dass du dich in meinem Beitrag wiederfinden konntest! Ich kann absolut gut verstehen, dass der Blog dir schlußendlich auch in deinem real life Probleme gemacht hat und habe tiefen Respekt davor, dass du dich zu einem radikalen Cut entschlossen hast. Das war dann mit Sicherheit genau das Richtige! Das Ziel, frei und losgelöst vom Druck zu bloggen, ist auch meins. Und ich merke, dass mir die ersten Wochen, in denen ich jetzt mit diesem gedanklichen Background blogge (oder vielmehr eben auch mal nicht blogge), unendlich gut tun. Als wäre eine Last von mir gefallen. In der Ruhe der Feiertage habe ich mal wieder bemerkt, wie oft wir uns selbst das Leben schwer machen, mit all den Dingen, die wir gefühlt „müssen“. Die Welt ist voller „müssen“. Und vieles davon ist selbstgemacht. Ich wünsche dir, dass du für dich den besten Weg findest, der einfach nur voller „wollen“ steckt. Liebe Grüße zu dir! Kea

  17. Monatsrückblick November und Dezember – Habutschu! says:

    […] Bloggen war natürlich auch in diesem Monat ein Thema: Kea fragt sich zum Beispiel, ob Bloggen glücklich macht. Sarah erzählt uns währenddessen von fünf Dingen, die sie über die Bloggerwelt 2016 gelernt hat […]

  18. Julika – 45 lebensfrohe Quadratmeter says:

    Liebe Kea,
    gut, dass Du Dich für die Teepause und das Lesen des Textes entschieden hast, anstatt noch ein instafoto oder einen einen kleinen twittersatz in die Welt hinauszusenden! Als ich damals aus der Schweiz zurück nach Deutschland gezogen bin, hatte ich auch das Gefühl, immer mehr Schreiben und in die Welt hinausschicken zu müssen/wollen/irgendwie dazu getrieben werden. Dieses Gefühl hab ich aber recht flott unschädlich machen können, denn mein Grundsatz beim bloggen (schon von Anfang an) ist, dass es eben Spaß machen soll. Das Bloggen ist mein Hobby, mein kleinod, mein Abschalten vom Alltag. Und wenn auch dieser Bereich meines Lebens noch anfängt, zu stressen/nerven/mich unter Druck setzen… na, dann läuft doch was schief! Und seither bin ich deutkich entspannter und sehe es nicht als Weltuntergang, wenn auf meinem blog oder in meinem instafeed mal eine Woche, zwei, drei nichts von mir zu lesen gibt.
    Also… lange Rede, kurzer Sinn: Genießen ist das Stichwort. Deinen Text, ein buch oder einen Blogbeitrag schreiben. Alles zu Vermischen, sich zu hetzten oder drängen – das ist zumindest nicht meins.
    Ganz viele liebe Grüße! Julika

    1. kea kea says:

      Heyyyy meine Liebe 🙂 Wie schön, dich hier zu lesen, ich hoffe, deinem Katzenkissen geht es gut und es leistet dir im Winter kuschelige Dienste ♥ Deine süße Postkarte hängt übrigens immer noch in der Küche an der Wand und ich freu mich jedes Mal, wenn ich sie sehe 🙂 Interessant, dass damals mit deinem Umzug der Druck zunahm – lag das daran, dass die Blogosphäre hier anders tickt? Oder war es einfach ein zufälliges Zusammenspiel von innerer und äußerer Veränderung? Jedenfalls allererste Sahne, dass du für dich gleich erkannt hast, dass du deinen Blog druckfrei gestalten möchtest. Ich glaube, angesichts der zunehmenden Professionalisierung der „Szene“ fällt das vielen schwer. Dabei ist genießen wirklich ein so schönes Stichwort. Und aktuell, seit ich die Kooperationsrubrik von hello mrs eve einfach gelöscht habe und mich komplett meiner Texterei widme, habe ich so viel Leichtigkeit und Freude an meinem Blog und seinen social media Kanälen, wie noch nie. Herrlich ist das! So ganz gepflegt auf SEO pfeifen und einfach Überschriften von Herzen schreiben. Gott, das hab ich irgendwie gebraucht 😀 Ich schick dir ganz liebe Grüße und hoffe, dass wir uns bald mal wiedersehen! Kea

  19. Ruhrstyle vegan.nachhaltig.fair. says:

    OH liebe Kea, dieser Beitrag passt gerade zu mir, wie die Faust aufs Auge. Zwar wehre ich mich noch standhaft gegen das Zwanggefühl etwas posten zu müssen, aber es ist auf jeden Fall da. Gerade jetzt, in unserer Umzugsphase (und meine Schwangerschaft läuft auch nicht ganz problemfrei), fühle ich mich paradoxerweise ständig gedrängt, etwas verfassen zu müssen. Dabei ist mein Kopf eigentlich voll mit Babykram, Farbmustern für Wände, Böden, Küchenplänen etc… Du weißt was ich meine!

    An sich macht mir das Bloggen natürlich nach wie vor Freude, aber ich merke auch, dass der Druck mich umarmen möchte. Manchmal bin ich ehrlich gesagt regelrecht verärgert, wenn ich sehe/lese, was manch Andere für Kooperationen an Land ziehen, einfach nur wegen ihrer Followerzahl auf den Social Media Kanälen und in keinster Weise wegen der Qualität ihrer Texte. Das mag überheblich klingen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass du weißt wie ich das meine. In solchen Momenten vergesse ich dann manchmal, dass ich eigentlich nur aus Spaß an der Freude bloggen wollte und nicht um das große Geld zu machen bzw. dicke Geschenke zu bekommen. Es könnte mir im Grunde egal sein, dass Zahlen wichtiger sind als Worte aber das ist es nicht, denn es stört mich, dass die Qualität des geschriebenen Wortes in der Bloggosphäre so wenig wert ist.

    Liebe Grüße
    Rebecca

    1. kea kea says:

      Hey, meine Liebe!!! Endlich komme ich zu einer Antwort auf deinen Kommentar – ach, ja, absolut fühle ich da mit dir und möchte erstmal sagen, dass ich hoffe, dass die restliche Schwangerschaft ruhiger und entspannter für dich verläuft! ♥ ♥ ♥ Ich kenne alle diese Gedanken ja selbst noch so gut, sie sind sozusagen noch warm 😉 Mir hat die Löschung meiner Kooperations-Rubrik jetzt den Frieden gebracht – plötzlich blogge ich WIRKLICH nur noch zum Spaß. Und es macht auch wieder Spaß! Vielleicht wäre das für dich auch eine Idee? Dann kann man den ganzen Kooperationszirkus aus der Ferne beobachten und merkt, wie leicht sich das anfühlen kann. Ganz liebe Grüße zu dir! Kea

  20. Rainer Ostendorf says:

    Auch mir bereitet das Bloggen grosse Freude, besonders dann, wenn meine Arbeit auf positive Resonanz stößt.

    Schöne Grüsse aus der http://www.freidenker-galerie.de

  21. Mary says:

    Ich finde es völlig in Ordnung auch nur einmal monatlich oder zwei Monate gar nichts zu posten. Letztendlich will man ja auch guten Content veröffentlichen und nicht nur irgendwelche Bullshit, nur damit man was pro Woche hat. Klasse, statt Masse. Solange man Transparent ist und das wie du mit seinen Lesern irgendwie teilt, ist es doch völlig in Ordnung. Finde ich zumindest. Mach dir mit deinem Blog keinen Druck. Ich finde ich ihn auch so klasse 😉

    p.s. Schau gerne auch mal bei Oh Walley vorbei <3

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