Aus meinem Leben Prosa

Hier ist die Mailbox von Berlin – sprechen Sie nach dem Signalton.

September 17, 2016
Berlin

Piiiiiep

Hi… *räusper* Hi, ich bin’s. Entschuldige, dass ich um die Uhrzeit noch anrufe. Ich hoffe, du bist noch wach. Aber ich weiß ja, eigentlich schläfst du selten. Passt nicht zu dir. Es ist spät, ich sollte eine Mütze Schlaf bekommen für morgen, aber ich liege im Bett und dein Bild geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich denke an dich. Frage mich, ob das nicht alles ein großer Fehler war.

Ja, wir hatten unsere Differenzen. Klar hatten wir die, in welcher großen Beziehung gibt es die nicht? Nach der ersten Verliebtheit ist ja nix immer nur Eitel Sonnenschein. Aber im großen und ganzen, da wars doch ein echter Glücksgriff, Du und ich. Zwei Jahre haben wir uns geliebt, gestritten, versöhnt und wieder geliebt. Aber das Leben kam uns dazwischen und meine Leidenschaft für die Literatur treibt mich nun in die Arme der Frankfurter Uni. Dann hieß es plötzlich, mein Appartment  ausräumen und renovieren und die Schlüssel jemand anderem in die Hand drücken. Die Wohnungsübergabe übernahmen, Knie OP sei Dank, Mann und Freunde für mich. Vielleicht besser so – wer weiß, ob ich es hätte durchziehen können? Ja, ich weiß, dieses Ende war feige. Tut mir leid. Bin nicht gut im Abschied nehmen.

Jetzt fluten mich Erinnerungen an dich, ganz nah, in unerwarteten Momenten, wenn gerade Stille im Hirn herrscht. An der Bushaltestelle, unter der Dusche, beim Zähneputzen. Wenn im Kaufhaus eins der gemeinsamen Lieder läuft. Dann erwischt es mich, mein Herz füllt sich mit Sehnsucht und ich seufze leise. Ob ich mich mal melden soll? Ob ich mal bei dir klingel, ganz zufällig, mal eben in den Zug steige und sechs Stunden fahre, um zu schauen, ob du da bist?

Vernünftig war es auf jeden Fall, das sag ich mir immer wieder, vernünftig, dass ich mal zur Ruhe komme. Den ewig gepackten Koffer leer räume, Zimmerpflanzen kaufe, weil ich die jetzt regelmäßig gießen kann. Vernünftig, die lang geplante Knie OP hinter mich zu bringen, die mich zur absoluten Entschleunigung zwingt und mir seit vier Wochen ein erstaunlich tiefes Gefühl davon vermittelt, wie es sein mag, 80 zu sein und zu beten, der Busfahrer möge erst losfahren, wenn man sich mit unterdrücktem Stöhnen auf einem Sitzplatz niedergelassen hat. War schon richtig, sich dafür Ruhe zu gönnen. Gut außerdem für meine Katzen, die sich auf meinem Schoß kringeln und es famos finden, dass ich wieder dauerhaft verfügbar bin, als Liegefläche, als Wärmespender, als Zärtlichkeiten-Tankstelle.

Voll vernünftig. Aber Vernunft ist dem Herzen manchmal scheißegal.

Aus dem hab ich dich gerissen, mutwillig, mit Gewalt und mit dem Kopf voran. Jetzt fallen mich Zweifel an, mit ihren Nagetierzähnchen. War es falsch, dich aufzugeben? Die Stadt, deren Pulsschlag ich in meinen Adern gespürt habe, die irgendwie ein Teil von mir war, durch deren Straßen ich vor vier Jahren das erste Mal ging und das Gefühl hatte, endlich hätte jemand diesen Goldfisch im richtigen Gewässer ausgesetzt. Endlich schwimmen. Durch Straßen und Alleen, Parks und U-Bahn-Stationen, deine Flut aus Leben hat mich mitgerissen. Und wenn mir dein Tempo zu hoch war, dann haben mich deine Züge ins Umland getragen, in den Wald, an die Seen.

So eine Trennung ist nie leicht, vor allem, wenn man einen gemeinsamen Freundeskreis hat. Jetzt versetzen mir all die Bilder meiner liebgewonnen Menschen auf Instagram einen Stich. Tretmienen-Feed, ich herze und like und tu mir weh dabei.

Berlin, Scheiße, verdammt, mir fehlt deine Weite, die vor allem! Mein Kopf braucht die, mein Herz sowieso. Ich benehme mich klischee-gemäß. Ich schreibe nächtliche Nachrichten an Freunde, trotzige SMS. Es war die absolut richtige Entscheidung, mir tut das echt gut, mal dauerhaft an einem Ort zu sein. Zwanzig Minuten später: Wenn mich dieses Studium nicht jenseitsmäßig umhaut, bin ich vor Weihnachten back in B. Trennungs-Schizophrenie.

Überhaupt, einerseits will ich andauernd über dich reden, will noch irgendwie zu dir gehören, stelle mich vor als „die, die eben noch in Berlin gewohnt hat“, kann dich nicht loslassen, leide unter verbaler Berlin-Diarrhoe. Und andererseits die Angst davor, wie es sein wird, wenn wir uns das erste Mal wiedersehen. Das erste Mal, wenn ich keine eigene Adresse mehr habe in der großen Stadt. Deshalb ist es auch so schwer, eine Antwort zu finden, auf die Frage: Fahre ich jetzt hin? Bevor die Uni losgeht und mich bitte schön entschädigt für all das Herzeleid, fahre ich da noch mal zurück?

Eigentlich rät man Frischgetrennten ja, erst mal Gras wachsen zu lassen über die Sache. Bloß keine alten Wunden aufreißen. Denn so ein vertrauter Geruch, die Orte, die man gemeinsam besucht hat, wiederzusehen, das kann einen so richtig zurückhauen. Aber was taugen all die Binsenweisheiten überhaupt? Man sagt auch, geh raus, lenk dich ab, andere Städte haben auch schöne Orte – und ich gebe mir Mühe, Herrgott, wirklich, mache Ausflüge nach Frankfurt, gehe ins Theater, lerne neue Menschen kennen, versuche, meine alte Heimatstadt wieder ins Herz zu schließen, aber, wie Gregor Meyle sagen würde – keine ist wie Du.

Und ich verkläre dich, ich weiß das, das gehört dazu. Deine knallharten Winter, ach, so kalt waren die doch gar nicht. Die Sauna-U-Bahn mit ihrem Transpirations-Aroma im Sommer, halb so schlimm. Deine Hipster, deine Kotze vorm Späti, deine Touristendichte pro Quadratmeter, sogar deine trostlosen Plattenbauten, die waren doch nur deine ehrliche Haut. Make-up brauchtest du nie. Vermisse selbst dein grummeliges Dauergrau.

Es ist spät. Ich googele nach Universitäts-Wechsel in höheren Fach-Semestern oder nach Verbindungen mit der Deutschen Bahn. Lenke mich ab, lese Philosophie-Bücher und fotografie verzweifelt alles, was irgendwie schön ist, es muss doch auch hier schön sein, halte mich ganz wacker und tröste mich schlecht und ertrinke manchmal in Bildern von dir. Berlin, Baby – es ist amtlich. Ick lieb dir immer noch.

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14 Comments

  • Reply Marlene September 17, 2016 at 9:30 am

    Ach liebe Kea, ich sitze hier und heule Rotz und Wasser während ich deinen Text lese. Gut, das Hormonfest mit Achterbahn startete gestern. Aber trotzdem trifft es mich grad voll ins Herz. Ich bin ja nun schon seit ähm…12 Jahren in Berlin. Und wir haben uns unanständig heiß geliebt, und dann wieder mit dem Hintern nicht angucken wollen, dann ne richtig geile Freundschaft gehabt und doch irgendwie wieder einfach die Schnauze voll voneinander. Ich liebe Berlin, das ist sicher. Aber wenn doch bloß nicht so viele Menschen hier wären. Da ich ja aber auch hier bin, kann man wohl niemandem einen Vorwurf machen.
    Die bisher geilste Zeit hatte ich in Holland. Fast 5 Jahre Rotterdam. Und das waren nicht nur Einhörner und Marzipantorten Zeiten. Denn dort habe ich auch das erste mal eine Panikattacke erlebt. Angst sollte nun also zu meinem Leben gehören. What the fuck? Das sollte hier der Anfang eines richtig geilen Lebens werden! Mach mir meine Time of Life nicht kaputt, du Angst Arsch. Aber boah…moment, Träne wegwischen, was ich dort ich erlebt habe, besonders mit den Menschen, war einfach sowas von fürs Herz und will never ever be forgotten. Aber: auch ich habe Rotterdam recht Knall auf Fall verlassen (enttäuscht von der Kunstförderungspolitik). Klamotten ins Auto und tot ziens!, auf nach Berlin. Boah, Abschied nehmen….Horror!!! Seitdem war ich nie wieder dort. Halt, noch ne Träne… Ich weiß, dass es diese Stadt gibt, ich weiß, dass auch ein kleiner Teil meiner Seele noch dort lebt, ich kenne auch sogar noch Menschen dort. Aber: ich habe Angst. Angst, dass ich ankomme und mich alles überwältigt, dass ich so dringend dieses Leben zurückhaben will, dass ich nicht fassen kann, wie die letzten 12 Jahre vorbei gerauscht sind….moment, hab da was im Auge…. Aber irgendwann werde ich s machen, ganz bestimmt. Aber nur dann, wenn ich in einer glücklichen Phase meines Lebens stecke. Mit einem Herz, dass sich gern erinnert, aber nicht zerspringt. Weil es gehalten wird, von aktueller Liebe und Vertrauen.
    Puhh…also du siehst, dein Text hat bewegt. Danke. Vielleicht schenkt dir diese Sehnsucht auch ganz besondere kreative Momente. Holt noch mehr raus, was da tief in dir steckt. Was du nutzen kannst, für deine Kunst. Das Schreiben….
    Liebst, Marlene

    • kea
      Reply kea September 17, 2016 at 9:47 am

      Hey meine Liebe, Danke für das Gefühl, nicht allein zu sein, mit der Städte-Liebe, auch wenn wir hier wohl ein klassisches Anna-liebt-Paul-Paul-liebt-Marie-und-Marie-liebt-Anna-Ding haben. Du bist in Berlin und hast trotzdem Seelenheimats-Schmerz. So kanns gehen, verrückt, nicht wahr? Schön klingt es, dein Rotterdam! Und ich kanns verstehen, ich hab meine Panikattacken natürlich auch nach Berlin mitgenommen, aber selbst die Angst kann so eine große Liebe eben nicht kaputt machen ❤ Uh, dein Satz, dass du befürchtest, bei einer Rückkehr das Gefühl zu haben, das (richtigere?) Leben sei an dir vorbeigerauscht, der berührt mich sehr. Aber er tröstet mich auch – denn diese Angst hatte ich die ganzen letzten Jahre, sie galten eben meiner Leidenschaft für Literatur. Zumindest diese Weiche habe ich nun richtig gestellt und wer weiß, was dadurch alles ausgelöst wird. Und bis dahin nehme ich, genau wie du es empfiehlst, die Sehnsucht als Motor, als Muse und Triebfeder für meine Texte. Aber eins versprichst du mir bitte: Wenn ich wieder nach Berlin komme, dann treffen wir uns! Und wenn es dich eines Tages wieder nach Rotterdam zieht, dann besteh ich auf einer Postkarte. Fühl dich umärmelt! Kea

  • Reply Rebecca September 17, 2016 at 1:55 pm

    Liebe Kea,

    auch wenn Berlin für mich immer nur das dicke B oben an der Spree ist und ich die Liebe zu dieser Stadt nicht in mir habe, finde ich deinen Text einfach ganz ganz wundervoll. Ich hoffe du schaffst es auch mit deinem jetzigen Wohort eine Freundschaft einzugehen und ich bin mir sicher, Berlin wird auf dich warten und dich irgendwann und auf jeden Fall jederzeit herzlich empfangen.

    Ganz liebe Grüße
    Rebecca

    • kea
      Reply kea September 17, 2016 at 3:18 pm

      Liebe Rebecca, vielen Dank! So hat dann meine Sehnsucht auch noch etwas Produktives und ich kann euch mit einem schönen Text unterhalten 🙂 Freut ich sehr, dass er “sogar” einer nicht Berlinverrückten gefällt! Liebe Grüße zu dir, hab ein wunderbares Wochenende mit deinen lieben Zwei- und Vierbeinern!

  • Reply Celine September 17, 2016 at 3:57 pm

    Ach, was für ein schöner Text! Ich finde mich sogar wieder, auch wenn ich mich in einer anderen Trennung befinde.. aber vielleicht ist Trennungsschmerz immer ein bisschen gleich. Zumindest wenn es eine große Liebe war (: Ich wünsche dir alles Gute und die Zerrissenheit hört bestimmt auch irgendwann auf..

    • kea
      Reply kea September 17, 2016 at 5:18 pm

      Hallo Celine, schön, dass du auf meinen Blog gefunden hast und dich der Text berühren konnte – Trennungen von Menschen sind ja immer noch schwieriger, daher wünsche ich dir natürlich auch alles Gute, schnelle Herzensheilung und viel positive Kraft für all die neuen Wunder, die auf uns warten 🙂 Liebe Grüße an dich!

  • Reply Tabea September 17, 2016 at 7:04 pm

    Meine Güte, was für ein wunderbar geschriebener Post!!! Allerspätestens bei der Zeile “Aber Vernunft ist dem Herzen manchmal scheißegal.” hattest du mein Herz mit dem Text erobert 😉

    Das Gefühl des Vermissens kann ich mir gut vorstellen – wenn ich wochenlang bei meinem Vater war, hatte ich immer schon Sehnsucht nach meinem Zuhause mit den schönen Bergen und Wäldern. Und wenn man dann einer Heimat ganz den Rücken gekehrt hat, ist das sicher noch tausend mal schlimmer!

    Den Vergleich mit einer Beziehung finde ich sehr gelungen – Ob nun Stadt oder Mensch, es gibt immer gemeinsame Orte & Erinnerungen, die in einem Gefühle auslösen.

    An deiner Stelle würde ich wohl den Koffer packen und hin fahren – vor allem, wenn da noch Freunde sind, die man besuchen könnte. Aber das musst du selbst wissen… ich bin ja jemand, der ein bisschen Melancholie ganz gern mag, wenn er alte Orte wieder besucht.

    Liebe Grüße

    • kea
      Reply kea September 18, 2016 at 5:57 am

      Hallo Tabea, vielen Dank für deinen Kommentar! Lob für meine Texte streichelt mir die Seele, wie nichts anderes, ich freue mich so sehr, wenn mein Schreiben berühren kann ❤ Oh, das glaube ich, dass dir Wälder und Berge fehlen! Die Natur ist einfach so ein wundervoller Ort, der mich hier in Wiesbaden, das ringsherum von bewaldeten Hügeln umgeben ist, auch oft für meine Berlin-Sehnsucht entschädigt 🙂 Danke für deinen Rat, ich glaube ja auch, dass ich am Ende doch noch mal hochfahren werde, auf jeden Fall aber, wenn die Uni schon begonnen hat, denn dann habe ich auch vor Augen, wofür ich das Freiheits-Gefühl in den Straßen der Hauptstadt aufgegeben habe – und hoffentlich auch nicht für immer 🙂 Liebe Grüße zu dir! Kea

  • Reply Carmen September 19, 2016 at 2:30 pm

    Ach du Liebe!! Ich fühle mit. Als Landei wohl nicht die Sehnsucht nach der Stadt, aber die Sehnsucht nach dem Gefühl, die kenn ich sehr gut. Ich hab meine Jahre in Wien nur abgesessen während dem Studium, obwohl es wirklich nicht schlimm dort ist. Aber ich wollte in die Natur… und jetzt, da ich hier bin, liebe liebe liebe ich es. Anfangs hatte ich zwar keine Ahnung, was ich hier arbeiten soll – die umgekehrte Situation also. Gegend passt, Inhalt nicht. Aber wie du weißt, musste ich an diesem Plan auch nur ein bisserl feilen und mach grad das, was ich immer machen wollte, und zwar dort, wo ich immer sein wollte. Mit einem Intermezzo anderswo und das erachte ich als sehr, sehr wichtig! Liebe Kea, freu dich deiner Gefühle, die bringen dich immer weiter. Immer.
    Alles Gute für dich!
    Carmen
    http://www.goodblog.at

    • kea
      Reply kea September 20, 2016 at 5:25 am

      Guten Morgen liebe Carmen! Danke für deinen Kommentar, der macht bestimmt nicht nur mit Mut 🙂 Finde ich super, dass du damals einfach deinem Gefühl gefolgt bist und sich alles andere dann so schön gefügt hat – vielleicht sollte man das öfter so machen, das Herz vorneweg schicken und der Rest hüpft dann hinterher. Ich versuche auch, die Zeit in Frankfurt als Intermezzo zu sehen und auch das Beste rauszuholen, was dort für mich drin steckt. Und wenn ich eins weiß, dann, dass sich meine Wünsche und Ziele eh laufend verändern, eher wie ein Fluß sind, als eine statische Angelegenheit und warte so einfach mal ab, was sich in den kommenden Monaten alles so tun wird. Und was immer gut tut, ist meine Gefühle in Text zu gießen, alleine dafür bin ich dankbar, sie zu haben 🙂 Liebe Grüße zu dir! Kea

  • Reply Julia Knight September 20, 2016 at 7:42 am

    Ach Kea, dass ich die Berlinliebe mal verstehen könnte, das hätte ich nie gedacht. Ich wollte nie hier hin und nun war ichs doch, bis der Zulassungsbescheid zum Studium kam und alles anfing zu wackeln.
    Nicht, dass Berlin mir gefallen würde, zumindest gehe ich es nie zu. Dabei liebe ich es, dass hier so viele Herzensmenschen sind, dass ich einen atemberaubenden Blick auf das Tempelhofer Flugfeld habe, dass mein Fellpuschel hier ist, dass es so verdammt gutes Essen in dieser Stadt gibt, so unheimlich tolle Museen und manchmal eine ungekannte Ruhe, wenn man früh um 6 durch die Innenstadt läuft…Es ist also amtlich, ich habe Herzschmerz, weil ich demnächst nicht mehr hier sein werd, zumindest unter der Woche. Weil ich endlich in die Stadt kann, in die ich eigentlich immer wollte…aber Pläne ändern sich manchmal, Gefühle auch. Und da steh ich jetzt, gehe schon heut der neuen Zeit entgegen und frage mich, ob das alles so richtig ist…

    • kea
      Reply kea September 20, 2016 at 11:15 am

      Ohh, Julia, wie, wo, was, erzähl mal! Ich hab gar nichts mitbekommen, wo verschlägt es dich denn hin? Ach mensch, da bin ich ja gar nicht alleine, mit dem Hauptstadt-Blues! Lass uns doch einen Packt machen: Wir versuchen es, das neue Leben, wir probieren es einfach aus. Und wenn es nicht das ist, was unser Herz höher schlagen lässt, dann stellen wir die Weichen eben neu – Deal? 🙂

  • Reply Theresa September 20, 2016 at 11:48 am

    Oh meine liebe Kea, was liebe ich deine Texte! Und diesen ganz besonders!
    Ich kann dich so sehr verstehen, kenne ich diese Stadt doch mit all ihren Ecken und Kanten seit meiner Kindheit in- und auswendig. Berlin, das lässt einen nicht los. Mal liebe ich es innig, mal will ich wieder ganz weit weg – wie und ob diese Entscheidung irgendwann mal endgültig fällt, steht noch in den Sternen.
    Aber was bei all dem Herzschmerz so schön ist: Berlin ist immer für dich da! Wenn es dir spontan in den Fingern juckt und du in den Zug springen willst, kannst du das tun. Berlin ist da und nimmt dich so wie du bist und das zu jederzeit. Keine Vorwürfe, keine mulmigen Gefühle wie mit einem Ex. Berlin, wann und wie immer du magst. Und wenn ich dir eines sagen kann: du verpasst nichts. Du bist genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort und alles fügt sich auf’s Wunderbarste, wie es sich für dich fügen soll. Lass dich einfach fallen, genieße was kommt – und komm irgendwann mal wieder vorbei, dann stoßen wir auf deinen Roman, das Leben und überhaupt alles an!
    Ich drück dich!
    Theresa

  • kea
    Reply kea September 20, 2016 at 1:59 pm

    Liebe Theresa, vielen Dank für dieses tolle Kompliment zu meinem Text, du weißt ja, damit zauberst du mir ein breites Lächeln ins Schriftstellerinnen-Gesicht 🙂 Und du hast recht, Berlin empfängt mich sicher mit offenen Armen, wenn ich komme! Ich ich mich auch so sehr darauf, euch alle zu sehen! Wir stoßen sowas von an! ❤ ❤ ❤ Der Gedanke, dass nichts im Leben “vertan” ist und sich eben alles so fügt, wie es soll, ist sehr tröstlich für mich, Danke für die Erinnerung, denn daran glaube ich ja eigentlich auch ganz fest! Ich drücke zurück! Kea

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