behind the blogger scene Blogger-Leben

Ein Blog = Ein Thema?

October 30, 2015

Ich habe da so etwas beobachtet in der letzten Zeit. In meinem Kopf und erstaunlicher Weise, als hätten wirs abgesprochen, auch bei einigen meiner HAUPTSTADT-MÄDCHEN-Blogger-Kolleginnen: Der Sprung, seinen Blog thematisch weiter zu öffnen. So haben zum Beispiel die neuen Blogposts von Frisch Verliebt und Chevre Culinaire, zwei Blogs, die sich bisher dem Thema Food mit Hingabe und Herzblut widmeten, nun mal Interior zu ihrem Thema gemacht. Anne von Chevre Culinaire schreibt dazu, dass es sich um ein „Wagnis“ handelt und tatsächlich fühlt sich das wirklich so an, wenn man lange zu einem Thema gebloggt hat, dort seine Expertise vertieft hat, sich täglich damit beschäftigt und die eigenen Leser gewohnt sind, Blogposts zu diesem einen Bereich zu lesen.
Und früher habe ich immer gedacht, stell dich ganz klar definiert auf: Ein Blog = Ein Thema. Nicht die Botschaft verwässern, bloß keine eierlegende Wollmilchsau werden und in meinem Fall hieß das also: Interior, Interior, Interior. Und versteht mich nicht falsch, denn ich werde sicherlich niemals aufhören, Einrichtung zu lieben und mich durch die Gestaltung meiner Wohnung kreativ auszudrücken. Das ist so ein innewohnender Trieb, den ich nicht gedenke, loszuwerden 😉
Aber in den letzten Wochen ist in mir mehr und mehr das Gefühl gewachsen, dass dieser Blog MICH nicht abbildet. In meiner Vielfalt, in dem, was mich als Mensch ausmacht, in, um es in Sarah Connors Worten zu sagen, all meinen Farben. Und dann funktioniert diese „Schuster, bleib bei deinen Leisten“-Taktik irgendwie nicht mehr, dann knirscht es plötzlich im Gebälk und Blog und Mensch passen nicht mehr so wirklich passgenau aufeinander. Die Frage, die sich stellt ist ein bißchen wie der Titel eines berühmten Buches: Wer bin ich  und wenn ja, wieviele?

Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass sich unsere Blogs ruhig mit uns entwickeln dürfen. Denn so, wie der eigene Blog und seine Besucherzahlen wachsen, so wachsen wir eben auch als Persönlichkeiten, neue Interessensgebiete kommen dazu, andere Themen werden wichtig, manches ist vielleicht überlebt, anderes will entdeckt werden. Ich denke nicht, dass wir unsere Leser verschrecken, wenn wir mehr oder alle Seiten von uns zeigen. Denn ich glaube: All unsere Mischungen sind so individuell, dass es ein spannender Prozess sein könnte, nicht mehr nur Einzelteile von sich herauszustellen, sondern die Gesamtheit der eigenen gedanklichen und emotionalen Welt zu zeigen. Was das genau bedeutet? Ich werde meinen Blog öffnen.

Was sind denn nun genau Kea’s Themen, abseits von Möbeln und Deko?

Wieviele Themen Blog

1. Die Literatur. Sie klang schon mit bei meinem Beitrag zu der Deko im Flur mit meiner Galerie lesender Frauen und auch in meinem letzten Artikel zum Thema winterliches Dekorieren ist mir einfach so eins meiner Lieblingsgedichte mit durch die Tür geschlüpft. In Zukunft werde ich also auch hin und wieder mit eigenen Texten auf diesem Blog erscheinen, Texte, die sich nicht ums Wohnen drehen, sondern um Begegnungen, Gedanken und Ereignisse, die ich mit euch teilen will. Kolumnen, Kurzgeschichten, Gedichte. Im Zuge dieser Entscheidung hat mich sogar kurz der Gedanke gestreift, ob ich hello-mrs-eve umbenennen soll – einerseits liebe ich den Namen und er kann ja nun wirklich alles beinhalten, was ich möchte. Aber es wäre auch möglich, dem Ganzen einen konkreteren Namen zu geben: wohnen & dichten zum Beispiel. Oder, um es internationaler anzugehen: poetry & furniture. Mag ich auch. Aber damit lege ich mich natürlich sehr fest für die kommenden Jahre. Vielleicht behalte ich es mal als Unterzeile für zukünftige Visitenkarten im Kopf.

Und außerdem gibt es noch Punkt Nummer 2: Frauen! Also Beiträge zum Thema Weiterentwicklung, innere Stärke finden, weibliche Energie, Gleichberechtigung. Vor einigen Monaten hatte ich dazu ehrgeizig ein zweites Blogprojekt ins Leben gerufen, die Seite thirtyplus, auf der ich starke, weibliche Vorbilder zeigen will. Eine Liebeserklärung an das Leben als Frau ab 30, da ich das Gefühl hatte, außer Anti-Aging-Cremes und Menopause erwartet uns laut den Medien dann nicht mehr viel. Ich habe lange überlegt, wie ich diese beiden Seiten harmonisch miteinander in Verbindung bringe. Fürs erste verlinke ich in meiner Sidebar zum Projekt. Eventuell werde ich beide Blogs irgendwann zusammenfügen – Meinungen hierzu sind ausdrücklich erwünscht!

Was sich definitiv nicht mehr richtig anfühlt, ist, sie komplett outzusourcen. Ich bin nicht nur ein Möbelmädchen. Ich bin eben auch eine Schriftstellerin im Herzen und eine Frau, die über Frauen nachdenkt. Und versucht, sie zu stärken. Ich möchte diese Teile von mir nicht mehr abspalten, ich möchte sie gerne auf eine gelungene Weise zusammenführen. Weil ich mich einfach nicht voll repräsentiert fühle, wenn jemand sagt: Ahh, das ist Kea, die schreibt über Kerzen und Vasen. Ich bin eben die Summe meiner Teile.
Habt ihr hierfür vielleicht Ideen, Feedback, eigene Erfahrungen? Ich wäre dafür sehr dankbar! Wie würde es euch damit gehen, wenn ich hier zukünftig nicht mehr ausschließlich über Möbel und Dekoration schreibe? Gut? Schlecht? Käme auf einen Versuch an? Lasst es mich einfach wissen 🙂

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27 Comments

  • Reply Julia October 30, 2015 at 7:00 am

    Liebe Kea,

    ich finde das eine sehr gute Idee. Ich persönlich lese am liebsten Blogs, die die Persönlichkeit des Schreibenden wiederspiegeln und ein wenig breiter gefächert sind. So sind in meinem Reader auch viele Blogs, bei denen mich das Hauptthema überhaupt nicht interessiert, aber dennoch immer wieder spannende Beiträge aus anderen Bereichen erscheinen. Mein eigener Blog hat ebenfalls verschiedene Themen zu bieten und wandelt sich, wie du es so schön beschreibst, immer mal wieder. Eine zeitlang habe ich fast exzessiv Bücher gelesen, weshalb ich mehr Literatur eingebracht habe. In den letzten Jahren hat sich der Schwerpunkt (neben DIY natürlich) mehr in Richtung, Natur, Garten und Nachhaltigkeit verschoben. Tatsächlich ist es bei mir so, dass die Posts zu Ernteerfolgen und Wanderungen oft von anderen Personen kommentiert werden, als die DIY-Posts. Die Zugriffszahlen sind jedoch ähnlich. Ich würde mich freuen, auch über Literatur und Frauen bei dir zu lesen, denn solch eine Mischung macht einen Blog für mich besonders lesenswert und einzigartig. Deinen Blognamen mag ich allerdings sehr gerne.

    Liebe Grüße,

    Julia

    • kea
      Reply kea October 30, 2015 at 7:45 am

      Liebe Julia, vielen Dank für deinen mutmachenden Kommentar und deine Rückmeldung! Es tut sicher nicht nur mir gut, zu lesen, dass du mit deiner Bandbreite an Themen einfach verschiedene Lesergruppen ansprichst ( sicher gibt es auch Schnittmengen) und niemanden damit verschreckst 🙂 Ich glaube, von meinem Namen kann ich mich auch nicht so wirklich trennen, aber der Gedanke, eine Unterzeile zu verwenden ( habe ich aktuell auf meinen Visitenkarten auch), gefällt mir mehr und mehr. Mal schauen, wie ich es mit den thirtyplus-Posts mache, vielleicht teile ich sie einfach weiterhin für meine Facebook-Fans oder poste sie gar auf beiden Blogs? “Darf” man sowas? Na, ich bin dazu noch am Denken 🙂 Liebe Grüße! Kea

  • Reply Lisa October 30, 2015 at 7:12 am

    Das Lesen deiner Blogposts macht mir schon immer besonders Spaß, weil du einfach einen so schönen Schreibstil hast. Deine Liebe zur Literatur hier einfließen zu lassen finde ich also mehr als klasse und ich bin gespannt die ersten deiner eigenen Texte lesen zu dürfen! Ich denke sowieso, dass wir uns alle manchmal so fühlen und kann deine Gedanken dazu deshalb sehr gut nachvollziehen 🙂 Ich kann dir nur sagen: versteck dich nicht und vertrau hier auf dein Gefühl! 🙂 Liebste Grüße, Lisa

    • kea
      Reply kea October 30, 2015 at 7:49 am

      Meine Liebe, wie schön, das zu lesen! Das tut mir sehr gut 🙂 Ich bereite gerade zwei Literatur-Posts vor – wobei ich ja noch eine Scheu habe, sie so zu nennen, ich habe dann immer Marcel Reich-Ranicki im Ohr: Das ist doch keine Literaturrrrrr 😀 Na, aber Hauptsache, ihr wisst, was gemeint ist! Ich bin sehr gespannt, wie sie euch gefallen werden 🙂 Liebste Grüße!!

  • Reply Franzi October 30, 2015 at 7:44 am

    Ich finde auch das ein Blog so lange es zu der Bloggerin passt gerne mehre Thema behandeln darf. Es ist auch mal eine schöne Abwechslung für die Leser, mal was neues auf einen Blog zu entdecken. Ein ein Stück weit lernt man so auch ein bisschen mehr von der Person kennen die hinter all dem steht. Was ich persönlich auch immer sehr interessant und wichtig finde. Also ich finde man sollte sich manchmal einfach mal was trauen und ausprobieren!

    Liebe Grüße
    Franzi

    • kea
      Reply kea October 30, 2015 at 7:59 am

      Liebe Franzi, Danke dir für dein Feedback! Tatsächlich steckt da viel Wahrheit drin – es gibt schließlich unzählige Blogs zum Thema Interior, genauso Food oder Fashion. Die Blogs, die wir regelmässig lesen, lesen wir eigentlich fast immer auch wegen der Person, die dahinter steckt. Ich habe mich da eine zeitlang vor gefürchtet, weil das natürlich auch verletzlicher macht, mehr von sich zu zeigen. Aber das ist beim Bloggen wohl so, wie im “richtigen” Leben – wenn man echte Begegnungen schaffen möchte, geht das nur, wenn man etwas von sich preisgibt. Danke für den Denkanstoß! Liebe Grüße!

  • Reply Julia Knight October 30, 2015 at 7:46 am

    Ich bin absolut dafür, dass du alles einbringst, was dir wichtig ist. Die Entwicklung kennen glaube ich auch ganz viele Blogger, die schon eine Weile dabei sind. Irgendwann reicht das eine Thema nicht mehr, immer schwirrt einem noch etwas anderes im Kopf herum. Und das ist gut so, das zeigt, dass man weiter kommt und nicht ewig auf einer Stelle tritt. Und ich sehe das wie Julia, irgendwie gehört der Mensch dahinter absolut dazu. Und wenn man schlussendlich mal ein Posting nicht liest, weil es nicht ganz den eigenen Geschmack trifft, dann ist das völlig unwichtig, weil das nächste einen vermutlich wieder vom Hocker reißen wird. =)

    Also trau dich, lass uns teilhaben – ich freue mich darauf.

    Liebe Grüße
    Julia

    • kea
      Reply kea October 30, 2015 at 8:01 am

      Meine Liebe, das hast du sehr schön gesagt! Danke! Stimmt, wegen eines Posts, der einem nicht ganz zusagt, hört man ja nicht direkt auf, einem Blog zu folgen. Ich finde es auch spannend, mitzuerleben, wie andere Bloggerinnen wachsen und sich breiter aufstellen, also wage ich den Schritt eben einfach auch. Mal schauen, wie sich alles entwickelt mit hello-mrs-eve. Ich bin jedenfalls mindestens so gespannt wie ihr 🙂 Liebe Grüße!!

  • Reply Kukla October 30, 2015 at 8:07 am

    Ich finde das gut! Jawohl! Mach das! Man muss nicht immer nur über Möbel schreiben, es gibt soviel mehr und das ist beiuns allen so, also werden wir das auch interressiert lesen! Das Leben findet schließlich auch außerhalb der eigenen vier Wände statt… Ich freue mich schon auf deine vielfältigen Beiträge…

    • kea
      Reply kea October 30, 2015 at 8:22 pm

      Guten Abend Kukla, Danke für dein klares “Go for it!” – das macht Mut und Lust, es anzupacken 🙂 Ich hoffe, dir gefallen die zukünftigen Beiträge 🙂 Liebe Grüße!

  • Reply Eclectic Hamilton October 30, 2015 at 8:56 am

    Eine tolle Idee!
    Mach wozu du Lust hast und wer du bist – es ist dein Blog. Und uns Leserinnen gefällt es sicherlich!!!

    Greetings & Love & a wonderful weekend
    Ines

    • kea
      Reply kea October 30, 2015 at 8:23 pm

      Hallo Ines, wie schön, dich wieder hier zu lesen! Toll, dass du auch Lust hast auf die Mischung aus Literatur, Wohnen und Frauenthemen – langsam bekomme ich dank eurer lieben Kommentare wirklich ein richtig gutes Gefühl dabei!

  • Reply Theo October 30, 2015 at 9:28 am

    Hallo liebe Kea, ich finde es schön, deine Gedanken zu dem Thema zu lesen und ich glaube, ich habe das schon so oft gesagt, aber ich mag Blogs viel lieber, die den Blogger widerspiegeln als ein Blog, der eine strikte Vermarktungsstrategie verfolgt nach dem Motto “das passt jetzt nicht in die Zielgruppe”. Nichts für mich. Ichmag persönlich blogs lieber als die großen Vermarktungsmaschinen (und damit meine ich ganz und gar nicht, dass man mit einem Blog kein Geld verdienen darf!!). Und ich fände thirtyplus schön als eigene Kategorie hier auf deinem Blog anstatt eines eigenen Portals, sonst habe ich das Gefühl, dass sind zwei unabhängige Sachen, dabei gibt es doch nur eine Kea, und das ist gut so! 😉
    LG Theo

    • kea
      Reply kea October 30, 2015 at 8:30 pm

      Hallo meine Liebe! Ich finde die Idee, thirtyplus einfach als Kategorie auf meinem Blog zu listen, per se eigentlich total schön. Was mir daran nur missfällt ist der Gedanke, dass ich dann ja die Seite selbst nicht mehr hätte – und sie soll in gebündelter Form (so mein ehrgeiziger Plan) als eine Art virtuelle Tankstelle, die ich irgendwann mit jahrelang gesammelten Beiträgen gefüllt habe, für Frauen erreichbar bleiben. Diese Botschaft möchte ich da nicht verwässern, es soll niemand zwischen Kerzen und Kissen nach den Beiträgen suchen müssen. Vielleicht könnte ich einfach einzelne Posts hin und wieder auf beiden Blogs veröffentlichen, wenn sie mir ganz besonders am Herzen liegen. Oder alles wächst irgendwann in eine ganz andere Richtung. Hach, die Sache mit Wohnen und Literatur ist einfacher 😀 Die Frauenthematik muss ich da irgendwie noch sinnvoll integrieren. Danke dir sehr für deinen Denkanstoß und deinen Support- so liebe Leser, die wirklich mit mir mittdenken und an meinen Ideen teilhaben machen das Bloggen echt zu etwas ganz Besonderem!

  • Reply SOUSOU DIYSIGN October 30, 2015 at 9:40 am

    Hallo Kea!

    Auch ich bin absolut dafür! Ich habe mir diese Frage vor ca 1 1/2 Jahren auch gestellt, weil ich gerne einfach mal zwischendurch über meine Gedanken schreiben wollte. In meiner Kategorie “Gedanken” habe ich das auch gemacht. Außerdem habe ich auch eine Kategorie “Souou schwärmt”, in der ich über andere Themen schreibe. Leider hat sich das bei mir nicht ausgebaut…aber das hat sich bisher so ergeben.
    Ich hatte damals auch mit mir gehadert und die gleichen Gedanken und Zweifel wie du, bin dann aber zum Entschluss gekommen, dass genau das ja das tolle an einem Blog ist: er ist DEIN Baby! Fast das einzige, in dem man sich auslebt, das einem selbst gehört und einen wiederspiegelt. Also würde ich mir diesbezüglich gar keine Gedanken machen – schreib über die Dinge, die dich bewegen und das macht deinen Blog erst individuell und eigen!
    Ich finde auch nicht, dass du den Blognamen ändern solltest, denn schließlich ist das ja DEIN Blog und da sollst du dich FREI fühlen! Wir sind schon mit zu vielen Konventionen bedeckt. Trotzdem würde mich mal interessieren, was hinter dem Blognamen “hello mrs. eve” eigentlich steckt! Wie bist du darauf gekommen und was bedeutet er?
    Gestalte deinen Blog, wie es dir gefällt, geh nach deinem Bauchgefühl und lass dich nicht verunsichern!
    Ich freue mich auf deine neuen Rubriken, denn wie auch Lisa schon geschrieben hat, mag ich deinen Schreibstil sehr! Ich drück dir die Daumen :-*

    • kea
      Reply kea October 30, 2015 at 8:52 pm

      Meine Liebe Souhela 🙂 Danke fürs Teilen deiner Erfahrung mit diesem Thema. Schön, zu lesen, dass du damals genau die gleichen Gedanken hattest! Man weiß ja wirklich auch noch gar nicht, ob man regelmässig Input haben wird zu den anderen Rubriken, auch das ging mir durch den Kopf. Die kreative Muse ist nun einmal nicht planbar, mal ist sie im Überfluss da und mal eben nicht. Da bleibt wohl nichts übrig, als es auf sich zukommen zu lassen. Dass der Blog mein Baby ist, das hast du schön gesagt, da ist was dran. Auch, dass unsere Blogs die Orte sind, an denen wir uns einfach ausleben können, das ist eine schöne Sichtweise. Ich glaube, ich hatte mich in letzter Zeit ein bißchen zu viel mit Tips und Tricks und der ganzen Blogosphäre beschäftigt und durch diesen Fokus nach außen aber auch das Gefühl für die innere Stimme verloren. Jetzt ist sie aber da und wie ich sehe, nehmt ihr daran so herzlich Teil! Das ist unheimlich schön für mich 🙂 Wie “hello mrs eve” entstand? Unspektakulärer, als man vielleicht denkt. Binnen Sekunden und zu einem Zeitpunkt, als ich nicht mal einen Blog betrieb! Ich hantierte zu Beginn meiner Selbstständigkeit als Grafikerin mit einer Schrift, die “Mrs Eaves” heißt. Und wie ich die so sehe, denke ich, wie hübsch diese Worte zusammen klingen. Dann kam plötzlich noch ein Hello davor, mit diesen drei Worten machte ich ein paar Schriftbild-Tests für ein Projekt. Ich ließ noch A und S weg und BOING, war der Name geboren. Ich sicherte mir sofort die Domaine, ohne zu wissen, was ich jemals damit tun würde. Ich fand es einfach so klangvoll und dachte mir, wenn du jemals etwas online tust, dann mit diesem Namen! Und, ehrlich gesagt, war die Wahrscheinlichkeit, dass irgendjemand sonst diese Domaine gekauft hätte, wohl bei Null 😀 Ich tat’s trotzdem! Erst über ein halbes Jahr später habe ich dann meinen Blog auf der Domaine eingerichtet und der Rest ist hello-mrs-eve-Geschichte 🙂

  • Reply Theresa October 30, 2015 at 10:46 am

    Liebe Kea,
    jetzt ist mein Kommentar irgendwie verschwunden, also dann noch einmal… 😉 Vielen Dank für den spannenden Beitrag und dass du uns an deinen Gedanken teilhaben lässt! Ich kann deine Überlegungen sehr gut nachvollziehen! Mir ging es vor ein paar Monaten ähnlich, allerdings mehr in Bezug auf meinen Blognamen. Als ich damals mit dem Bloggen angefangen habe, habe ich ohne große Planungen und Vorüberlegungen einfach losgelegt. Als Namen hatte ich “Zitronenbaiser” gewählt, weil ich bereits einen Supper Club mit dem Namen hatte und The.Waitress bei Blogger leider vergeben war. Anfangs hat mir Zitronenbaiser auch sehr gut gefallen, aber ich habe mich immer mehr zu gesunder, vollwertiger Ernährung hin entwickelt, so dass es irgendwann einfach nicht mehr gepasst hat. Wann immer ich jemandem von meinem Blog erzählt habe, ist mein Gegenüber von einem süßen Backblog ausgegangen 😉 Im Frühling habe ich mich dann entschieden mit dem Umzug zu WordPress und einer eigenen Domain auch den Neustart mit neuem Namen zu wagen. Nun bin ich überglücklich, denn The.Waitress. erlaubt mir eine viel größere Bandbreite an Themen – auch über die eines klassischen Foodblogs hinaus. Ich kann deine Überlegungen also sehr gut nachvollziehen und finde auch deine anderen Interessen passen sehr gut zu “Hello Mrs Eve”. Ich freue mich auf neue, weitere Themen, Inspirationen und Blogposts von dir – sei es hier, bei 30+ oder doppelt gebloggt. Denke immer daran: Dein Blog ist deine Party und du darfst machen was du willst! 🙂 Ich freue mich auf alles, was da kommen mag! Ganz liebe Grüße! Theresa

    • kea
      Reply kea October 30, 2015 at 9:06 pm

      Liebe Theresa, Danke für deinen Input! Toll, wie sich dein “Zitronenbaiser ” weiterentwickelt hat und du dann der Veränderung auch Rechnung getragen hast und dich mit deinem neuen virtuellen Zuhause so wohl fühlst! Das macht Mut! Dann hoffe ich einfach, dass ihr immer Lust habt, meine “Party” zu besuchen – egal, welches Motto sie hat 😉 Ihr seid alle gern gesehene Gäste! Ganz liebe Grüße zurück!

  • Reply Peppee October 30, 2015 at 11:07 am

    Als ich 2013 meinen Blog gestartet habe, habe ich auch überall gelesen, ein Blog brauche ein Thema auf das man sich dann spezialisiert. Einen roten Faden. Diesen Ratschlag fand ich schon damals unbrauchbar. Der rote Faden meines Blogs bin ich. Inzwischen habe ich ein Kind und plötzlich ist Familie das zweite große Thema. Wenn ich reise schreibe ich darüber, wenn ich ein schönes Buch lese, erzähle ich es. Wenn ich Gedanken über meinen Glauben teilen möchte, tue ich es. Warum auch nicht? Mein Blog, meine Regeln. Alles andere wäre unecht.

    • kea
      Reply kea October 30, 2015 at 9:12 pm

      Hallo Peppee, wow, starke Worte 🙂 “Der rote Faden meines Blogs bin ich” – super Satz! Den kann man sich über den Schreibtisch hängen! Finde ich Klasse, dass du dich gleich am Anfang nicht hast beirren lassen und dein eigenes Ding durchgezogen hast – chapeau!!

  • Reply Tanja October 30, 2015 at 11:08 am

    Hi Kea, ich blogge über über Wohnen, Küche und Beauty – mir wurde von verschiedener Seite geraten, mich zu fokussier und sonst mehrere Blogs zu betreiben – jedenfalls wenn man mal Geld damit verdienen möchte. Aber zwei Blogs betreiben? Ginge wenn der Tag dann 72 Stunden hätte. Meine Leser finden es prima, dass der Blog abwechslungsreich ist. Und es spiegelt meine Persönlichkeite wieder: Ich bin vielseitig und das ist meine Stärke. Daher bleibt erstmal alles so, wie es ist:)

    • kea
      Reply kea October 30, 2015 at 9:16 pm

      Hallo Tanja, bei deinem Satz mit den 72 Stunden musste ich breeeit schmunzeln! Du hast recht, das ist auch wirklich ein Kapazitätsproblem! Wenn man sich beiden “Babys” richtig widmen will, ist das ja fast ein Fulltimejob! Schön, dass sich deine Themen gegenseitig so gut ergänzen und für deine Leser deinen Blog besonders abwechslungsreich machen – klingt nach einer spannenden Mischung!!

  • Reply Nadine - breukesselchen October 30, 2015 at 2:16 pm

    Liebe Kea, was für ein toller und passender Beitrag! Ich habe schon oft über dieses Thema nachgedacht. Gerade stecke ich ein wenig fest in meinem Blog und das ist genau der Grund. Ich möchte ihn vielseitig gestalten, dachte aber irgendwie, das wäre eventuell “nicht richtig” bzw. schwer im Bezug für den Leser zu erkennen, was ihn da erwartet. Doch ich selbst mag persönlichere Blogs und gerne einen netten Mix darin. Ausserdem habe ich ja den Blog angefangen, um ihn mit Leben zu füllen und das heisst auch, mal andere Themen, die mich berühren.
    Also ich denke, liebe Kea, du machst es hier genau richtig! Ich mag deinen Schreibstil, deine Art, soweit ich sie als Leser erahnen kann 😉 und überhaupt all die bunten Themen drumherum. Für mich waren und sind sie immer interessant und ich finde fast, sie haben deinen Blog auf seine Art besonders vielseitiger und tiefsinniger gemacht. Ich bin zwar erst seit wenigen Monaten hier, doch das ist zumindest mein Eindruck. Und dein Blogname ist so schön!!!! Da steckt für mich eine Person hinter, die vieles liebt und sehr tiefsinnig ist. Und irgendwie auch geheimnisvoll…zumindest stelle ich mir das vor. hahaha…Das mag ich! 🙂
    Also mach weiter so! Erzähle uns, was dein Herz gerade beschäftigt und fülle unsere Tage mit Gedichten, Literatur und schöner Deko. (und vielem mehr natürlich)
    Liebe Grüße, Nadine 🙂

    • kea
      Reply kea October 30, 2015 at 9:22 pm

      Ach liebe Nadine, wie machst du das bloß, dass mich deine Kommentare immer so berühren! Danke dir dafür! Ich kann nur zurückgeben, dass ich deine Art und deine Worte total mag! Ich wünsche dir für deinen Blog, dass du die kleine Blockade lösen kannst und einfach gemeinsam mit mir den Mut findest, über all das zu bloggen, was dich bewegt. Vielleicht müssen wir wirklich mal für einen Moment all die Statistiktools und “Dos & Don’ts” vergessen und darauf vertrauen, dass wir interessanten Content liefern – auch abseits des Mainstreams und der Stromlinienförmigkeit. Eventuell ist es einfach an der Zeit, unsere Blogs auch als Spielwiese zu sehen und nicht nur als ehrgeiziges Projekt? Ich kann mir sogar vorstellen, wenn wir mehr experimentieren, mehr ausprobieren, einfach mal loslassen und versuchen – dass wir dann an Lebendigkeit gewinnen und es am Ende dann ganz von selbst, quasi über den Umweg, zum Erfolg führt. Und wenn wir dabei mit manchem vielleicht auf die Nase fallen – ach, was solls! Ganz ehrlich: So liebe Leserinnen, wie die, die hier kommentieren, die werden doch mit mir gemeinsam das Krönchen richten und weitermachen, davon bin ich überzeugt 🙂 In diesem Sinne gehe ich mit einem wahnsinnig guten Gefühl heute zu Bett, dass hello-mrs-eve es bisher schon geschafft hat, so zauberhafte Menschen anzuziehen, dass da eigentlich fast nix mehr schief gehen kann für die Zukunft! Danke, dass es euch gibt 🙂

  • Reply Maike November 1, 2015 at 8:49 pm

    Liebe Kea,

    ein toller Artikel.
    Ich selbst habe am Anfang “nur” über Produkttests gebloggt, dann kam etwas Reise und DIY dazu.
    Aber wirklich glücklich war ich nicht, bis ich auf die Idee kam mein Studium mit in den Blog zu bringen, seitdem blogge ich auch über die Chemie im Alltag um meine Leser und alle anderen aufzuklären, damit nicht alles geglaubt wird was die Medien berichten.

    Aber dein Artikel hat mich auch angeregt was ich noch besser machen könnte, ob ich zu wenig oder zu viel Themen habe, aber da ich mich momentan gut damit fühle wie es ist, werde ich es wohl erstmal so lassen.
    Da ich deinen Artikel so toll finde,habe ich ihn gleich in meine Lieblings-Links aufgenommen: http://www.missdeclare.com/2015/11/01/lieblings-links/ Schau doch mal vorbei 🙂

    Lg,

    Maike

    • kea
      Reply kea November 2, 2015 at 7:21 am

      Liebe Maike,
      vielen Dank!
      Wow, was für eine spannenden Mischung du da hast, ich bin fasziniert! Und ich finde es wirklich toll, auch wenn ich gestehen muss, dass ich Chemie als erstes Fach in der Schule abgewählt habe 😉 Aber ich finde es so großartig, wenn Frauen ihre Expertise zu ihren Themen nicht verstecken und habe gleich einige deiner Artikel aus diesem Bereich gelesen, wie spannend, solche Hintergrundinformationen zu bekommen!Ich habe jedenfalls meine Zahnpasta heute morgen mit ganz anderen Augen gesehen! Ich plädiere auch absolut dafür, dass du deine Mischung beibehältst, ich finde sie wirklich ganz außergewöhnlich! Und was für eine schöne Idee, so eine Lieblings-Links liste von den Artikeln, die dir besonders gefallen haben in der letzten Zeit! Wenn ich darf, klaue ich mir diese Idee von dir eventuell mal in Zukunft, man liest ja so viel, aber so eine Rückschau, für sich und auch für seine Leser, finde ich wirklich Super! Ich fühle mich geehrt, dass ich dabei bin! Liebe Grüße, Kea

  • Reply Lieblings-Links - Miss Declare June 13, 2016 at 10:19 pm

    […] Kea hat sich gefragt, ob der Blog nur ein Thema haben sollte und ist zu dem Entschluss gekommen, dass sie sich ihrem Leser auch in einem anderen Licht präsentieren möchte, ein toller Artikel der zum Nachdenken über den eigenen Blog und dessen Themen anregt. […]

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