Prosa

Das Leben der Heiteren

October 9, 2016

Die erste Sonne, die morgens ins Schlafzimmer schien, war wundervoll hell. Sie tauchte den Raum in so viel Licht, dass ich das Gefühl hatte, in mir könne kein einziges Stück Traurigkeit übrigbleiben. Ich hatte mich bemüht. Ich hatte mich bemüht, etwas zu sein, das du lieben kannst. Auch wenn mir immer klar war, dass dieser Versuch jämmerlich in die Hose gehen musste. Aber du warst zu köstlich, süß wie die letzten Birnen des Sommers und ich wollte einfach eine zeitlang, wenigstens eine kleine Weile, mich der Idee hingeben, wir hätten etwas wie Liebe gefunden. Von der Fensterbank aus, auf der ich sitze, fällt mein Blick auf das Wasser des großen Flusses. Dort gelingt einer Ente eben eine äußerst elegante Wasserlandung. Nur kurz erzittert die Oberfläche. Dann verschwimmen die Wellen wieder mit dem großen Ganzen. Wir sind genauso, ein paar kleine Wellen, keine große Sache eigentlich. Schon wenige Augenblicke nach uns, erinnert sich der Fluss nicht mehr daran, dass wir da gewesen sind.

Wenn man an einem Flussufer wohnt, ist es vielleicht leichter, zu leben. Möglicherweise erklärt das deine Zuversicht, von der ich nie so genau wusste, wo sie zu finden ist. Du bist immer unbekümmert, dich trägt eine unsichtbare Leichtigkeit, die ich immer bewundert habe, aber nie selbst besessen habe.

Dabei verstehe ich gar nicht, dass ich immer so viel Angst habe, zu sterben. Was ist schon daran, dieses ungelebte Leben aufzugeben? Wieso hängen wir an diesem Körper, den wir meistens nicht einmal mögen, mit so inbrünstiger Heftigkeit? Tagein, tagaus arbeiten sich Menschen wie ich ab an der Welt der Heiteren, in die sie nicht zu passen scheinen – und doch, wenn es ans Ende geht, wollen wir nicht sterben. Wir wollen keine Wasserlandung, wir wollen nicht die Welle sein, die im Fluss vergeht. Manchmal ist die Vorstellung durchaus heilsam, dass dieser Geist eines Tages zum Stillstand kommen wird, nur noch dahinfließen wird in einem großen Strom, ohne eigene Richtung, ohne seinen Weg finden zu müssen. Aber wehe, es bedroht mich wirklich. Wehe, die Luft in meinen Lungen fühlt sich knapp bemessen an, dann rudere ich verzweifelt gegen die Strömung. Dann bin ich so menschlich, so keingläubig. Sind die Heiteren nur besser darin, das unausweichliche Ende zu verdrängen? Was macht sie so fröhlich, angesichts der Tatsache, dass es keine Antworten geben wird auf die bedeutenden Fragen?

Denn wir finden tausend kleine Weisheiten, aber nie die große ganze. Und in meinen Ohren ist die Frage danach so ohrenbetäubend laut, sie hämmert sich in mein Hirn, morgens, abends, sie verfolgt mich durch die Straßen der Stadt, über Brücken und Flüsse hinweg, sie holt mich immer ein, egal, wie schnell ich laufe, egal, wie laut ich singe, egal, wie wild ich tanze.

Du schläfst. Wie die meisten Heiteren hast du einen tiefen Schlaf, traumlos und schnell kommt er über dich und morgens wachst du auf, erfrischt und bereit für den Tag. Ich bin schon lange wach, meine Gedanken haben mich geweckt. Die Wärme der Sonnenstrahlen beruhigt meinen verkrampften Atem, ihre Helligkeit lässt meine Lider flackern und übergießt das Bild des Raumes mit brennendem Gold. Ja, die Liebe, so sagt Kierkegaard, trägt ein Gepräge der Ewigkeit an sich.

Wir hängen Vorhängeschlösser an Brückengeländer, rahmen Fotos hinter Glas, stecken uns Ringe an und hoffen, auf diese Weise etwas davon zu konservieren. Ein Stück dieses Unendlichen, das der Mensch so verzweifelt sucht, seit dem Anbeginn der Zeit. Alle Geschichten, alle Bilder, alle Bücher der Welt drehen sich doch im Destillat um eben jene Frage: Ist etwas von uns für die Ewigkeit?

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12 Comments

  • Reply Natalie October 9, 2016 at 3:57 pm

    Liebe Kea,
    ich habe gerade eine Gänsehaut bekommen beim Lesen. Was für ein wunderschöner, bitter-süßer Text und ich kann deine Gedanken so gut nachvollziehen.
    Im Yoga heißt es: Alles fließt. Das heißt, nichts ist für immer, alles verändert sich stetig. Das kann einerseits sehr tröstend, andererseits aber auch sehr beängstigend sein. Denn es ist doch eigentlich genau das Gegenteil, nach dem wir suchen: nach Beständigkeit, nach etwas, das bleibt, weil es in diesem Moment so schön ist, so einfach und komfortabel.
    Mir bereitet der Gedanke, dass eigentlich nichts für die Ewigkeit oft Bauchschmerzen und manchmal verursacht er regelrechte Verlustängste. Was ist, wenn die Beziehung irgendwann vorbei ist, ein geliebter Mensch stirbt, das ganze Geld weg ist, und und und?
    Im Grunde hilft da nur eins: präsent sein im Hier und Jetzt, den Moment zu genießen und voll auszuschöpfen. Und wenn der Moment scheiße ist, dann ist die Gewissheit, dass auch er nicht für die Ewigkeit ist, doch sehr tröstend.
    Danke für diesen Gedankenanstoß!
    Alles Liebe,
    Natalie

    • kea
      Reply kea October 9, 2016 at 5:02 pm

      Guten Abend, Natalie, schön, dass du hier bist und dich der Text berühren konnte. Das bedeutet mir besonders viel, da ich mit seiner Veröffentlichung einen deutlichen Schritt heraus aus meiner Komfortzone gemacht habe. Ehrlich gesagt, dachte ich, dass niemand ihn kommentieren wird, weil er doch deutlich mehr Schwere hat als das, was ich meinen Lesern bisher “zugemutet” habe. Du hast es so schön gesagt: Dass die Veränderung das einzig wirklich Konstante ist im Leben, das ist Fluch und Segen zugleich. Es ist wahrhaft bitter-süß. Mir geht es auch so mit den Bauchschmerzen. Danke, dass du das so offen schreibst. Manchmal kämpfe ich auch mit einem Anflug von Sinnlosigkeitsgefühlen, angesichts der unabänderlichen Tatsache, dass nichts so bleiben wird, wie es ist. Aber in manch dunkler Stunde hat es mir eben auch wieder Kraft gegeben, denn auch diese Krisen sind eben – veränderlich. Alles Liebe für dich, komm gut in die neue Woche! 🙂 Kea

  • Reply Lydia October 9, 2016 at 6:18 pm

    Liebe Kea, kaum jemand möchte sich mit dem Tod beschäftigen. Warum sollte man sich auch die schöne Zeit damit verderben? Und selbst die, die es tun, werden fast umgeworfen von der Wucht, mit der er uns trifft. In unserem sicherheitsbedachten Leben. Mein Lehrer sagt immer: “Nichts geht verloren.” Mir gibt dieser Satz Kraft. So wie die Blume welkt und zu Staub wird – und aus dem Staub wieder etwas Neues wird, so gilt das auch für uns. Außerdem sagt er: “Wenn nichts so bleibt wie es ist, dann ist alles möglich.” Und das ist doch schön.

    Ich finde es super, dass Du dem Zwang zur Heiterkeit etwas entgegensetzt. Der ist nämlich (wie so viele Zwänge) ganz schön heftig. Neulich wieder erlebt: Ein Kind sollte unbedingt mit den anderen herumtollen, dabei wollte es einfach nur still dasitzen. Warum auch nicht?

    Es gab schon mal so einen düsteren Text von Dir, der mich richtig erschreckt hat, da ich ein paar Jahre älter bin und meine Jugend nicht so abgefuckt in Erinnerung hab. Aber Du siehst, der Text ist bei mir hängengeblieben. Ich werde mitunter gefragt (und frage mich auch selbst), warum ich nicht so locker-flockig und blauäugig wie andere blogge. Die Wahrheit ist: Ich war noch nie so und die Heiteren haben mich schon immer genervt. 😀 Ich dachte immer: Sehen die denn nicht, was in der Welt los ist? Falls es Dich interessiert: Ich hab mal in so einer ähnlichen Stimmung “Heidiland ist abgebrannt” geschrieben. (Bloggerkrankheit, mit einem eigenen Link zu antworten, sorry.) https://bueronymus.wordpress.com/2016/08/08/heidiland-ist-abgebrannt/#more-11568

    Es ist Dein Blog, Deine Show – go for it! 🙂 Einen schönen Abend noch.

    • kea
      Reply kea October 10, 2016 at 6:47 am

      Hallo liebe Lydia, ist doch ein gutes Zeichen, wenn dieser Text kommentiert wird von einer Bloggerin wie dir, die ich wegen ihrer gehaltvollen Texte schätze und meiner Blogroll habe. Hab ich also irgendwie was richtig gemacht 🙂 Ja, der Tod ist wirklich alles andere als salonfähig, tagtäglich brüllt es uns ja von Werbeanzeigen aller Art entgegen, dass wir ewig schön, jung, faltenfrei sein werden. *räusper* Ich mag den Ausdruck “Zwang zur Heiterkeit”, denn den gibt es wirklich allerortens. Gegen diese Bloggerkrankheit habe ich überhaupt nichts, habe eifrig genickt beim Lesen – mir ist es einfach auch so fremd, wieso alles Dunkle und Endliche so ausgeblendet werden muss. Oder besser KANN denn ich könnte es wohl nicht mal, wenn ich es wollte. Oh, es gab schon mal so einen düsteren Text von mir? Ich kann wohl doch verdrängen, ich weiß grad gar nicht, welchen du meinst 😀 Mein Fazit ist übrigens ein ganz ähnliches: Wenn es uns gelingt, das Unbequeme zu integrieren, ohne, dass es uns gleich verschluckt, erleben wir so etwas wie Balance. In diesem Sinne: Auf ausgeglichene, integrative Blogs 🙂 Liebe Grüße!

  • Reply Claudia October 9, 2016 at 7:48 pm

    Liebe Kea,

    ich kommentiere nun endlich auch mal.
    Mir gefällt dein Schritt aus deiner Komfortzone. Trau dich, weiter zu gehen! 🙂

    Für die Ewigkeit sind nur die Gedanken an den Menschen oder was er gemacht hat. In Zeiten des Internets sind dann natürlich auch noch deine Texte.
    Sei du selbst, schreiben hilft. Hilft Gedanken zu ordnen oder diese im Kopf nicht ewig hin und her zu schieben.

    Ich habe in den letzten Jahren festgestellt, auch wenn du dich mit dem Tod und der Vergänglichkeit beschäftigst und glaubst, du kommst damit klar und kannst damit umgehen, es gibt einen Punkt, da zieht es einem den Boden weg.
    Ich bewege mich seit ca. 15 Jahren in der schwarzen Szene, mir ging es nicht immer gut, ich habe mich mit der Vergänglichkeit beschäftigt, aber vor ca. 2 Jahren kam der für mich erste Todesfall im näheren Umfeld.
    Das ganze Leben hat sich derjenige auf einem Gebiet spezialisiert, war die führende Persönlichkeit in seiner Fachrichtung…. ich finde es allerdings auch traurig, wie schnell seine Arbeiten zwar nicht vergessen, aber die Abwesenheit nicht mehr “schlimm” ist. Als wäre der Mensch austauschbar.

    Ich glaube allerdings auch, dass die Heiteren, die du so schön beschreibst, sich darüber zwar vielleicht auch ab und an Gedanken machen, diese aber auch schnell wieder vergessen oder verdrängen. Demnach ziehen sie Verluste zwar runter, aber der Übergang zur Normalität fällt ihnen vermutlich leichter. Wie gesagt, nur eine Vermutung meinerseits.
    Mein Gedankenkarussel geht allerdings weiter. Eher wach werden, später einschlafen können, so geht’s dann mir…

    Und irgendwie kann ich dir gerade gar nicht sagen, wohin ich damit gehen will oder wollte. Die Finger haben getippt 😀

    Mach weiter so, lass dich nicht verunsichern.

    Ganz liebe Grüße,
    Claudi

    • kea
      Reply kea October 10, 2016 at 6:55 am

      Liebe Claudi, vielen Dank für deinen Kommentar, ich freue mich sehr, dass du dich zu Wort meldest! Vieles, was du beschreibst, kenne ich sehr gut! Denn alle Auseinandersetzung mit dem Thema ist blanke Theorie, das stimmt. Ich war an meinem 31. Geburtstag das erste Mal auf einer Beerdigung und war von der Wucht der Emotionen auch sehr überwältigt. Finde es rückblickend gar nicht so gut, dass meine Eltern mich als Kind vor dieser Erfahrung beschützen wollten und mich zum bsp. auf die Beerdigungen meiner Großeltern nicht mitgenommen haben. “Als wäre der Mensch austauschbar.” – dieser Satz von dir hat mich besonders berührt, denn diese Gedanken hatte ich auch schon oft. Noch nicht im Zusammenhang mit dem endlichsten aller Enden, aber auch mit Beziehungen/Ehen auseinander gehen. Kurze Zeit später ist in manchen Fällen gar nicht mehr zu spüren, dass da “mal wer war”. Es ist kein schöner Gedanke, aber gewissermaßen sind wir wohl alle tatsächlich ersetzbar. Was im Umkehrschluß aber eben auch nicht heißt, dass die Zeit, die man gemeinsam hatte, nicht schön und wichtig war. Aber unsere Gesellschaft ist nicht gut im Abschiednehmen, wir haben das alles outgesourced, Bestatter und Scheidungsanwälte erledigen die unangenehmen Arbeiten und zurück bleiben oft Menschen, die sich nicht richtig lösen konnten. Deine Vermutung über die Heiteren teile ich, vermutlich können sie manche Dinge schneller abschütteln – manchmal hab ich das sogar beneidet. Aber dann weiß ich auch, dass ich die schönen Momente des Lebens eben so tief fühlen kann, weil mir allgegenwärtig ist, dass kein weiterer Moment garantiert ist. Danke für den Rückenwind! Liebe Grüße, Kea

  • Reply Claudia October 9, 2016 at 8:15 pm

    Ich habe gerade Franzi’s Blogeintrag gelesen und musste an dich denken.
    “WHAT I HAVE LEARNED FROM BLOGGING”.
    Gerade dieses Punkt bzgl. “Was denken andere von mir”. 😉 🙂

    • kea
      Reply kea October 10, 2016 at 6:56 am

      Ohh, der ist wirklich sehr schön! Den teile ich direkt mal auf fb, Danke für den Hinweis!

  • Reply Rahel | HIMMELSSTÜCK October 11, 2016 at 8:04 am

    Nichts ist für die Ewigkeit, das einzig Beständige ist der Wandel. Ja, das kenne ich auch. Ich habe gelernt, den Wandel auch als Chance zu begreifen. Wenn etwas nicht bleibt, dann war es vielleicht noch nicht das Richtige. Oder es kommt noch etwas, dass besser passt.. Bei Menschen ist das natürlich schwierig, weil man das Herz und den Kopf so schlecht synchron steuern kann. Und so profan sich der Spruch auch anhören mag, aber die Zeit heilt alle Wunden. Ich finde es schön, dass du mit deinen Gedanken und Erlebnissen aus deiner Kompfortzone kommst, denn dann bist du weniger allein. Liebste Grüße!

    • kea
      Reply kea October 12, 2016 at 8:42 pm

      Liebe Rahel, vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, das stimmt, die stetige Veränderung ist natürlich auch ein Segen und eine Aufforderung zum Wachstum 🙂 Die letzte Veränderung von Leben zu Tod (wobei man dann auch wieder nicht weiß, was genau da eigentlich stirbt oder auch nicht) zu akzeptieren ist sicher das Schwerste – andererseits gewinnt unser Leben auch nur durch seine Endlichkeit überhaupt seine Bedeutung 🙂 So gesehen hat selbst diese finale(?) Veränderung ihr Gutes! Danke für die liebe Begrüßung außerhalb meiner Komfortzone, war jetzt ja doch ganz kuschelig hier mit euch ♥♥♥ Das ruft doch nach Wiederholung 🙂

  • Reply Carmen October 12, 2016 at 9:17 am

    Ich weiß grad gar nicht, was ich sagen/denken soll. Danke für deine Sprache, die in mir Bilder entstehen lässt, als wäre ich selbst da grad gelegen und hätte diese Überlegungen gehabt, diese Dinge gefühlt.
    Der Text bringt mich insofern zum Grübeln, als ich nicht genau weiß, wo ich mich selbt einordnen möchte. Intuitiv würd ich wohl sagen, ich bin eine dieser unguten Heiteren, denn ich liebe das Leben und bringe das sehr, sehr gerne zum Ausdruck. Ich möchte eben, dass die, die sich damit schwerer tun, Gründe dafür entdecken. Andererseits kenne ich all deine Überlegungen und will ja nur deshalb, dass alle das Leben bitte bestmöglich schätzen, weil ich von dessen Endlichkeit weiß. Was auch immer das bedeuten mag, auch mir zaubert das ab und an heißkalte Schauer auf den Rücken. Aber bis dahin sollten wir das alles denk ich nicht so unglaublich ernst nehmen, sonst ist’s ja keine Freude. Und das wär ewig schad, falls wir nur eins haben sollten! 😉
    Alles Liebe,
    Carmen
    http://www.goodblog.at

    • kea
      Reply kea October 12, 2016 at 8:46 pm

      Ach, liebe Carmen, deine ersten Sätze treffen mich ins Herz wie Amors Geschosse – DANKE! Was für ein wahnsinnig schönes Kompliment für meine Schreibe, ich bin ganz selig!
      Du bist mit Sicherheit keine ungute Heitere, sondern eine ziemlich famose Heitere! 🙂 Allerdings würde ich gar nicht den Unterschied machen und sagen, dass die Nicht-Heiteren das Leben weniger lieben – vielleicht lieben sie es manchmal zu sehr, lieben das Schöne so sehr, dass der eventuelle Verlust sie verrückt macht – Ähnlichkeiten zu realen Personen sind rein zufällig 😉 Daher muss ich die Sache mit dem nicht so ernst nehmen wohl definitiv noch üben 😀 Aber Auskosten, das will ich’s auch, da hast du völlig recht! Dafür sind wir hier 🙂 Fühl dich gedrückt! Kea

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